Jürgen Klopp: "Noch"-Spruch sorgt für hitzige Diskussionen
Eine einzige unüberlegte Aussage reichte aus, um zum großen Gesprächsthema während der WM-Eröffnung am Donnerstag zu werden. Während der Vorbesprechung auf das erste Spiel bei MagentaTV meinte der bestens gelaunte WM-Experte Jürgen Klopp (58): "Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf – noch."Viele Zuschauer interpretierten das als Kritik am Bundestrainer. Einige vermuteten sogar, dass Klopp an dessen Posten rütteln möchte. Inzwischen zeigt der 58-Jährige jedoch Reue und entschuldigte sich am Sonntag beim WM-Auftakt der deutschen Nationalelf gegen Curaçao für die unüberlegte Aussage.
Jürgen Klopp entschuldigt sich öffentlich bei Julian Nagelsmann
Als Julian Nagelsmann (38) nach dem 7:1-Sieg zum Interview am Mikrofon von MagentaTV erschien, wartete der ehemalige Liverpool-Trainer zunächst ab und ergriff erst zum Ende des Gesprächs das Wort: "Ich muss noch eine Sache … Die Zeit müssen wir noch haben. Wir sind auch informell Teil des Teams, wir sind absolut auf eurer Seite." Und weiter: "Das Unwort meines Jahres habe ich bereits gefunden: ‚Noch‘. Ich hätte mir dafür aufs Maul hauen können, aber da war es schon zu spät und ich war im Fernsehen. Ist so flapsig rausgerutscht und hat gar keine Relevanz." Bei seiner öffentlichen Entschuldigung bewies Jürgen Klopp auch einmal mehr seine Fähigkeit zur Selbstironie: "Was ich festgestellt habe, ist: Ich werde übermorgen 59 und bin immer noch dämlich." Abschließend machte er noch einmal unmissverständlich klar: "Wir sind komplett auf eurer Seite, was auch immer ihr damit macht. Nichts davon kommt, was den Ablauf hier stören soll."
Nagelsmann hatte den "Noch"-Spruch zuvor auf Nachfrage nicht kommentieren wollen. Nach Klopps Entschuldigung sah er jedoch sichtlich zufrieden aus.
Verwendete Quelle: MagentaTV
Meiner Meinung nach zeigt dieser Vorfall vor allem, wie extrem jedes Wort von Personen des öffentlichen Lebens auf die Goldwaage gelegt und medial aufgebauscht wird. Klopps flapsiger Spruch war unüberlegt, aber seine ehrliche und selbstironische Entschuldigung hat die Situation schnell und sympathisch entschärft. Letztendlich beweist die Reaktion beider Seiten eine professionelle Reife, die einer erfolgreichen WM-Stimmung im Team absolut nicht im Wege steht.







