
Marius Borg Høiby: Kurz vor Prozessstart erneut verhaftet
Kurz vor Beginn des Prozesses gegen Marius Borg Høiby (29) haben die norwegischen Behörden den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit erneut festgenommen. Wie seine Anwältin der Nachrichtenagentur "NTB" bestätigte, wurde die Maßnahme ergriffen, nachdem die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft beantragt hatte. Angaben zum Ort der Festnahme machte die Polizei nicht. Der Gerichtstermin ist für Dienstag um 9.30 Uhr angesetzt. Die Anklage umfasst insgesamt 38 Punkte. Høiby muss sich unter anderem wegen mehrerer Vergewaltigungsvorwürfe, mutmaßlicher Körperverletzung sowie Drogenvergehen verantworten. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 16 Jahre Haft.
Bedrohung mit einem Messer: Mette-Marits Sohn muss in Untersuchungshaft
Die erneute Ingewahrsamnahme erfolgte am Sonntagabend in Oslo. Nach Informationen der Behörden stehen neue Anschuldigungen im Raum, darunter der Verdacht auf Körperverletzung, eine Bedrohung mit einem Messer sowie ein Verstoß gegen ein behördlich angeordnetes Kontaktverbot. Wann sich der mutmaßliche Messer-Vorfall ereignet haben soll, ist bislang nicht bekannt.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll Høiby trotz ausdrücklichen Verbots außerdem wiederholt Kontakt zu einer der betroffenen Personen aufgenommen haben. Aus Sicht der Ermittler besteht daher die Gefahr weiterer Übergriffe. Aus diesem Grund wurde Untersuchungshaft beantragt - und diesem Antrag wurde nun durch einen Richter stattgegeben. Laut der norwegischen Zeitung "VG" müsse Marius wegen der neuen Vorwürfe bis zum 2. März in Untersuchungshaft bleiben.
Zu den schwerwiegendsten Punkten der Anklage zählen vier mutmaßliche Vergewaltigungen sowie Vorwürfe körperlicher und psychischer Gewalt gegen mehrere frühere Partnerinnen. Die Ermittlungsbehörden geben an, über Bild- und Videomaterial zu verfügen, das die Anschuldigungen stützen soll. Demnach sollen die Taten teilweise begangen worden sein, während die betroffenen Frauen schliefen oder alkoholisiert waren.
Öffentlich äußerte sich Marius Borg Høiby bislang nur einmal zu den Vorwürfen. Nach einer früheren Festnahme im Zusammenhang mit einem Vorfall in der Wohnung seiner damaligen Freundin räumte er ein, unter dem Einfluss von Alkohol und Kokain gehandelt zu haben. Zugleich sprach er von seit Langem bestehenden Drogenproblemen. In der Folge weiteten die Ermittler ihre Untersuchungen aus, was zu weiteren Vorwürfen führte.
Verwendete Quellen: NTB, Bild, VG





