Hitzewelle: Was tun, wenn der Kreislauf schlappmacht?

Diese Tipps bringen dich durch die tropischen Temperaturen

Uff, ist das heiß! Dieser Super-Sommer ist eine echte Belastung für unseren Körper. Warum uns Temperaturen über 30 Grad zu schaden machen und was im Notfall zu tun ist - hier gibt's die besten Tipps!

Frauen leiden stärker unter Hitze

Frauen leiden mehr! Zumindest unter der Hitzewelle. Laut einer aktuellen „Fit for Fun“-Umfrage halten 54 Prozent die tropischen Temperaturen ganz schlecht aus. Männer dagegen beklagen nur zu 36 Prozent wetterbedingte Beschwerden wie Kopfweh, Schwindel, Schlafstörungen und Unkonzentriertheit. Das kommt womöglich daher, dass die Kerle weniger Connection zu ihrem Körper haben und Alarmsignale einfach ignorieren (schließlich 
geht das starke Geschlecht ja auch nie zum Arzt). Wir klären auf, was die Ursache von Kreislaufproblemen ist und wie man vorbeugen kann.

Was ist der Kreislauf?

Vereinfacht gesagt, ein Zusammenspiel von Herz und Blutgefäßen. Unser Blutkreislauf besteht aus zwei Systemen: dem Netz von Arterien und dem Netz von Venen. Die Arterien transportieren sauerstoffreiches Blut mit vielen Nährstoffen zu den Zellen und Organen. Die Venen sind für den Abtransport des verbrauchten Blutes zurück zum Herzen verantwortlich.

Bei einer Hitzewelle wie momentan steht das Herz unter Dauerstress, weil die Gefäße mehr Blut brauchen, um Wärme abzugeben und uns somit abzukühlen. Damit sinkt automatisch der Blutdruck. Kreislaufprobleme entstehen dann, wenn das Gehirn aufgrund des geschwächten Blutdrucks nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Typische Symptome sind: Übelkeit, Schwäche, Kopfschmerzen, Schwindel, Migräne, Müdigkeit. 

 

Das sind die besten Sofortmaßnahmen

Hinlegen, Beine hoch, trinken! Sie sich (oder den Patienten) unbedingt in den Schatten bringen und für Abkühlung sorgen, am besten Unterarme oder Füße in kaltes Wasser halten. Auch nasse Haare können die Körpertemperatur senken und den Kreislauf wieder auf Vordermann bringen. Unbedingt ruhig angehen lassen! Wer allerdings unter starken und immer wiederkehrenden Kreislaufproblemen leidet, sollte einen Arzt aufsuchen und eine 24-Stunden-Blutdruckmessung durchführen lassen. Auch der sogenannte Schellong-Test (der die Kreislaubelastung beim Treppensteigen checkt), ein Elektrokardiogramm (EKG) oder ein Belastungs-EKG gibt Aufklärung. 

Vorbeugende Maßnahmen gegen Kreislaufprobleme

1. Ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen

Aber bitte keinen Alkohol. Ideal für den Kreislauf sind lauwarme Getränke, weil der Körper dann nicht zusätzlich „arbeiten“ muss, um den Kälteschock auszugleichen. Solange keine Herz- oder Nierenprobleme bestehen, gilt die Faustregel: drei Liter mindestens! 

2. Eine Tasse Bouillon trinken oder eine Salzbrezel essen

Denn durchs Schwitzen verlieren wir lebenswichtige Mineralien, die wir unbedingt durch unsere Nahrung wieder reinholen müssen.

3. Eine Handvoll Walnüsse essen

Aktuelle Studien belegen, dass die Nährstoffzusammensetzung der Walnuss in der Lage ist, unseren Blutdruck zu regulieren

4. Wechselduschen

Die bringen den Kreislauf so richtig in Schwung. Zwei- bis dreimal im Wechsel an den Waden beginnen und sich dann hocharbeiten. Es empfiehlt sich, den „Kreis“ an den Waden wieder zu schließen. Auch ein Armbad hilft – oder kaltes Wasser über den Puls beider Hände fließen lassen. Eine Minute reicht, um dem Körper einen Frischekick zu geben.

5. Die „Wadenpumpe“ machen

Klingt schräg, ist aber ein bewährtes Mittel, den Kreislauf wieder hochzufahren. So funktioniert es: Aufstehen, auf die Zehenspitzen gehen (dabei ruhig abstützen) und beim Ausatmen die Ferse nach unten drücken. Gerne ein Dutzend Mal wiederholen.

6. Traubenzucker naschen

Die Süßigkeit lässt – seinen einfachen chemischen Strukturen sei Dank – unseren Insulinspiegel blitzschnell ansteigen. Langfristig und dauerhaft macht dieser Energiekick dick. Aber im Notfall sorgt ein Stückchen Traubenzucker dafür, dass das Schwächegefühl verschwindet

Text: Vivienne Herbst 

 

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