Claude-Oliver Rudolph: Sein Werdegang und seine Karriere
Claude-Oliver Rudolph kam am 30. November 1956 in Frankfurt am Main zur Welt. Sein Vater war ein deutscher Pelzhändler, seine Mutter Französin. Die ersten Jahre verbrachte er bei seiner Großmutter in Frankreich, bevor er zur Einschulung nach Deutschland zurückkehrte. Dort wurde er wegen seines französischen Namens und seiner schmächtigen Statur von Mitschülern gehänselt. Statt sich zurückzuziehen, begann er mit Selbstverteidigung, Judo und Karate - damit setzte er auch dem Mobbing durch seine Mitschüler ein Ende.
Am Gymnasium am Ostring in Bochum freundete er sich mit Herbert Grönemeyer an. Beide starteten ihre Laufbahn am Schauspielhaus Bochum. Mit 15 Jahren stand Rudolph erstmals auf einer Theaterbühne. 1980 arbeiteten die beiden gemeinsam am Kinofilm "Das Bott" - zusammen mit weiteren Schauspielgrößen wie Heinz Hoenig, Uwe Ochsenknecht, Martin Semmelrogge, Jan Fedder oder Jürgen Prochnow. Nach "Das Boot" übernahm Claude-Oliver Rudolph Rollen in "Rote Erde", "Alpha City - Abgerechnet wird nachts", "Derrick", "Ex und hopp - Ein böses Spiel um Liebe, Geld und Bier" oder "Der König von St. Pauli". Einer seiner größten Erfolge war aber wohl sein Engagement im Hollywood-Streifen "James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug", in der er an der Seite von Pierce Brosnan Bond-Gegner Colonel Akakievich spielte. Generell übernahm der Mime während seiner Karriere oftmals markante Charakterrollen, wie Bösewichte, Kriminelle, Schläger oder andere eher zwielichtige Figuren.
Neben der Schauspielerei machte sich Rudolph auch als Regisseur einen Namen. Seit 1977 inszenierte er verschiedene Projekte, darunter "Ebbies Bluff", durch den Til Schweiger mit dem Max-Ophüls-Preis als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus leitete er die "Jules Verne Experience" als Theaterdirektor und war Intendant der Theaterfestspiele Braunfels - dieses Engagement endete jedoch wegen unüberbrückbarer Differenzen. Er gründete eine eigene Produktionsfirma, produzierte über ein Dutzend Filme und schrieb für acht Projekte die Drehbücher. Zudem arbeitete er als Hörbuch- und Synchronsprecher. 2021 veröffentlichte er den Roman "Nakam - oder der 91. Tag: Geschichte einer irrwitzigen Flucht", der von der Kritik gefeiert und teilweise als "Quentin-Tarantino-Literatur" bezeichnet wurde.
Nachdem er 2023 mit "Die Verräter - Vertraue Niemandem!" an einer Fernseh-Show teilgenommen hatte, wagte er 2026 den Schritt ins Reality-TV und war Kandidat der Sat.1-Show "Promis unter Palmen".
Claude-Oliver Rudolph privat: Das ist über die Frauen in seinem Leben und seine Kinder bekannt
Über das Privatleben von Claude-Oliver Rudolph gibt es wenige offizielle Informationen. Von 1984 bis 2014 war er mit Schauspielerin Sabine von Maydell verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Tochter Oona (*1985) und Sohn Davide-Lino (*1994), die beide ebenfalls im künstlerischen Bereich tätig sind. Obwohl es in den darauffolgenden Jahren auch viele Negativ-Schlagzeilen über das Privatleben des Schauspielers gab, erklärte Tochter Oona 2015 im Interview mit "BZ": "Klar hätte ich lieber einen Nobelpreisträger zum Vater gehabt als einen Lebemann. Aber er war privat ein toller Vater."
Claude-Oliver Rudolph: Rätsel um seine markante Nase
Zu seinem unverwechselbaren Erscheinungsbild trägt vor allem seine breite, von Narben geprägte Nase bei. Immer wieder wurde laut "Bunte" oder "Joyn.de" darüber spekuliert, ob dahinter eine Krankheit wie eine knollenartige Verdickung der Nase - Nasale Rosacea - stecken könnte. Anderen Berichten zufolge soll die markante Form jedoch auf einen verlorenen Boxkampf zurückgehen. So schrieb "Welt.de" 2016: "Sein Leben war ein Auf und Ab, das spiegelt sich im Delta der Furchen und Narben wider. Die Nase ist platt und schief zusammengewachsen – das Souvenir an eine Niederlage im Boxring." Was wirklich hinter der markanten Nase steckt, ist aber nicht offiziell bekannt. Dennoch dürfte sie in den Augen einiger Menschen sicherlich längst zu einem besten Bestandteil seines charakteristischen Auftretens geworden sein - ähnlich wie seine Sonnenbrille.
Verwendete Quellen: BZ, Bunte, Welt.de, Bild, Joyn.de


















