Collien Fernandes: Anzeige gegen Ex Christian Ulmen - Zahlreiche Frauen verkünden "volle Solidarität"

Es sind schwerwiegende Anschuldigungen: Collien Fernandes soll ihren Ex Christian Ulmen angezeigt haben. Der Vorwurf: Er soll in ihrem Namen über Social Media gefälschte Erotikaufnahmen von ihr versendet haben. Viele Frauen berichten im Netz nun von ähnlichen Geschichten und sprechen Collien ihre volle Solidarität aus. 

Collien Fernandes: Vorwurf des Identitätsdiebstahls - Anzeige gegen Ex Christian Ulmen

Im Herbst letzten Jahres wurde bekannt, dass sich Collien Fernandes (44) und Christian Ulmen (50) nach 14 gemeinsamen Ehe-Jahren getrennt haben. In einem gemeinsamen Statement hieß es damals, die Trennung sei bereits einige Zeit her: "Wir informieren hiermit darüber, dass wir uns bereits vor einiger Zeit getrennt haben. Als Paar gehen wir fortan getrennte Wege, doch als Eltern werden wir weiterhin gemeinsam für unsere Tochter da sein. Wir bitten darum, von Anfragen in dieser Angelegenheit Abstand zu nehmen", hieß es damals. Und nun die schockierende Wendung: Wie "Spiegel" berichtet, soll die Schauspielerin ihren Ex angezeigt haben. Im Detail heißt es, die 44-Jährige sei Opfer eines "Identitätsdiebstahls über soziale Netzwerke" geworden und gefälschte "erotische Bilder und Videos" seien unter ihrem Namen an andere Männer versendet worden. 

Auf Social Media wird Collien Fernandes von zahlreichen Frauen für ihren Mut gefeiert
Collien Fernandes soll ihren Ex Christian Ulmen angezeigt haben. Im Netz zeigen sich zahlreiche Frauen solidarisch mit der Schauspielerin. © Getty Images

"Volle Solidarität": Frauen stellen sich hinter Collien Fernandes

Dabei waren schon 2024 gefälschte, KI-generierte Erotikaufnahmen von Collien im Netz im Umlauf. Im November desselben Jahres hatte die 44-Jährige sogar Anzeige gegen Unbekannt erstattet und in einer ZDF-Doku nach den Verantwortlichen gesucht. Zu "Bild" sagte sie damals: "Wir entdeckten ein Porno-Bild von mir mit meinem Mann. Es ist schon heftig, wie echt die Bilder teilweise aussehen." Laut "Spiegel" soll Christian Ulmen nur wenige Wochen später zugeben haben, dass er hinter all dem steckte. Bislang hat sich der 50-Jährige selbst nicht zu dem Thema geäußert, es gilt die Unschuldsvermutung. 

Bei einem Blick auf den Instagram-Account von Collien Fernandes fällt aber auf, dass sich viele Frauen in den Kommentarspalten unter ihren Fotos bei ihr bedanken - dafür, das Ganze öffentlich gemacht zu haben und für ihren Mut: "Ich finde es sehr stark, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Absoluten Respekt dafür!", "Bin schockiert. Aber danke, dass du es öffentlich machst. Volle Solidarität!", "Danke! Solidarität von Herzen", "Danke für deinen Mut, mit dieser Situation umzugehen. Hut ab und viel Kraft!", "Bin sprachlos". Fühle dich umarmt" oder "Danke für diesen wichtigen Beitrag! Volle Solidarität", heißt es beispielsweise unter einem Posting, das Collien damals passend zur ZDF-Doku über die sogenannten Deepfakes geteilt hatte. 

Doch auf Social Media fühlen sich einige Frauen durch die aktuellen Medienberichte rund um Collien Fernandes offenbar auch ermutigt, über ihre eigenen, schrecklichen Erfahrungen zu berichten: "Mir ist dasselbe passiert. Eine der schrecklichsten Erfahrungen meines Lebens. Es hat viel Geld, Zeit, Tränen und Nerven gekostet, einen teil der Bilder aus dem Netz zu bekommen. Er hat meinen Namen verwendet und irgendwann sind die Nachrichten von den Plattformen auf meine sonstigen Social Media Kanäle rübergeschwappt", schreibt eine Userin beispielsweise. Eine andere Frau schreibt: "Der gefährlichste Ort für eine Frau ist leider ihr direktes Umfeld Zuhause ..." Eine weitere fasst zusammen: "Sie kämpft nicht nur für sich - sondern für alle Frauen! Es ist schlimm, wenn eine Person, der man mehr als alles andere vertraut, so etwas Schlimmes macht."

Tatsächlich nehmen "Deepfakes" in den letzten Jahren immer mehr zu. Dabei handelt es sich laut "Bundeszentrale für politische Bildung" um "nicht einvernehmliche pornografische oder sexualisierende Videos oder Fotos, die mittels künstlicher Intelligenz so manipuliert wurden, dass die gezeigte Person nackt zu sein oder sexuelle Handlungen vorzunehmen scheint." Dank diverser Fotobearbeitungsprogrammen und Künstlicher Intelligenz werden die Fakes immer besser und sehen entsprechend immer echter aus. Nicht nur Prominente werden Opfer solcher Deefakes, sondern auch zahlreiche normale Menschen sahen sich schon einmal mit solchen Themen konfrontiert. Oftmals sind Frauen die Opfer.

Verwendete Quellen: Spiegel, Bild, Instagram, Bundeszentrale für politische Bildung