Collien Fernandes beendet "Traumschiff"-Dreh in Asien - Wichtige Pläne in Deutschland

Inmitten der Schlagzeilen rund um sich und ihre Anzeige gegen Ex-Mann Christian Ulmen befand sich Collien Fernandes zuletzt für einen "Traumschiff"-Dreh in Vietnam. Nun teilte sie ihren Fans mit, dass sie auf dem Weg zurück nach Deutschland ist - aus einem wichtigen Grund. 

Collien Fernandes bei der Tarzan Premiere
Collien Fernandes plant für diese Woche ein Treffen mit Politikern in Berlin.© Imago

Collien Fernandes: Nach "Traumschiff"-Dreh plant sie Politik-Treffen

Seit Jahren setzt sich Collien Fernandes (44) nach ihren eigenen Erfahrungen mit digitaler Gewalt für strengere Gesetze und Regeln im Netz ein, nachdem sie 2023 erfahren hatte, dass zahlreiche Deepfakes von ihr auf Social Media und Co. kursieren. Jahrelang suchte sie außerdem den Täter, bis sie nach eigenen Angaben erfahren musste, dass es sich bei diesem um Ex-Mann Christian Ulmen (50) handeln soll. Jahrelang soll er die Identität der Schauspielerin missbraucht haben, um über gefälschte Profile mit fremden Männern zu schreiben und KI-generierte Nacktaufnahmen zu versenden, Collien erstattete Anzeige. Der Fall löste deutschlandweit Fassungslosigkeit aus, stieß aber auch eine neue, wichtige Debatte an - und offenbar kommt auch auf politischer Ebene immer mehr Bewegung in das Ganze.

Collien Fernandes fordert: "Jetzt MUSS etwas passieren"

Noch am Sonntag (22. März) hatten zahlreiche Menschen in Berlin gegen digitale sexuelle Gewalt demonstriert. Collien Fernandes selbst war nicht vor Ort, weil sie sich laut diverser Medien für Dreharbeiten zu neuen "Traumschiff"-Folgen in Vietnam befand. Doch nun ist sie auf dem Weg zurück nach Deutschland. Auf Instagram meldete sich die 44-Jährige mit einem Foto aus dem Flugzeug und machte parallel eine besondere Ankündigung: "Auf dem Weg zurück zu Euch nach Deutschland, denn jetzt MUSS sich etwas ändern! Jetzt MÜSSEN bessere Gesetze her! Aus diesem Grund treffe ich mich diese Woche in Berlin mit PolitikerInnen!", so Collien. Und weiter: "Jetzt MUSS etwas passieren! Deutschland darf kein TÄTERPARADIES mehr bleiben!"

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hatte im Vorfeld signalisiert, dass ein Gesetzentwurf geplant ist, um bestehende Lücken in der Strafbarkeit innerhalb des Strafgesetzbuchs zeitnah zu schließen. Ziel ist es, Menschen, die von digitaler Gewalt betroffen sind, endlich effektive rechtliche Instrumente zur strafrechtlichen Ahndung an die Hand zu geben.

Die Solidarität mit Collien Fernandes ist enorm - und das bewegt auch die Schauspielerin selbst. Nach der Demonstration in Berlin schrieb sie selbst im Netz: "Ich weiß gar nicht, was ich sagen, beziehungsweise schreiben soll, so überwältigt bin ich. Seit Jahren kämpfe ich für einen besseren SCHUTZ VOR DIGITALER GEWALT! Ich hatte im letzten Jahr Phasen, in denen ich sehr unter die Räder kam (wie ihr euch vielleicht denken könnt), in denen ich nicht mehr aufstehen konnte und wollte, in denen es mir schlecht ging, ich keine Kraft mehr hatte. Keine Kraft mehr für diesen Kampf", so die ehrlichen Worte der "Traumschiff"-Darstellerin. Doch: "Nun steht ihr an meiner Seite und kämpft mit und ich fühle mich nicht mehr alleine auf diesem harten und steinigen Weg, hin zu einem BESSEREN OPFERSCHUTZ. 
Das bedeutet mir wirklich unendlich viel!"

Was sind "Deepfakes"?

Als "Deepfakes" bezeichnet man mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellte oder manipulierte Medieninhalte, insbesondere Videos, Bilder oder Audioaufnahmen, die täuschend echt wirken. Dabei werden Gesichter, Stimmen oder Handlungen von Personen so verändert oder neu erzeugt, dass sie für Außenstehende kaum von echten Aufnahmen zu unterscheiden sind.

Deepfakes können für harmlose Zwecke wie Unterhaltung oder Filmproduktionen eingesetzt werden, bergen jedoch auch erhebliche Risiken. Insbesondere im Kontext von Desinformation, Betrug oder digitaler Gewalt können sie missbraucht werden, um Personen falsche Aussagen oder Handlungen zuzuschreiben.

Verwendete Quellen: Instagram