Gil Ofarim: Nach Antisemitismus-Skandal – Ist seine Dschungelcamp-Teilnahme in Gefahr?

Gil Ofarims Teilnahme am Dschungelcamp sorgt bereits vor dem Start für heftige Diskussionen unter den Zuschauern. Doch wird der Musiker überhaupt australischen Boden betreten dürfen? Aufgrund seiner Verurteilung wegen der Antisemitismus-Lüge könnten die strengen Einreisebehörden ihm das notwendige Visum verweigern.

Gil Ofarim: Nach Antisemitismus-Skandal – Australische Behörden könnten ihm die Einreise verweigern

Muss Gil Ofarim (43) nun um seine Teilnahme am Dschungelcamp bangen? Vor wenigen Tagen verkündete RTL, dass der Musiker am 23. Januar in den australischen Busch ziehen wird – und löste damit eine Welle des Entsetzens unter den Fans aus. Der Grund für die Kritik: Der Musiker hatte 2021 behauptet, ein Hotelangestellter habe ihn nur einchecken wollen, wenn er seine Kette mit dem Davidstern ablegt. Eine Geschichte, die sich später als Lüge herausstellte, und für die Gil 10.000 Euro Strafe zahlen musste. Genau diese Falschaussage könnte ihm nun erneut zum Verhängnis werden, da die australischen Behörden ihm die Einreise verweigern könnten. Auf der offiziellen Webseite des australischen Innenministeriums heißt es dazu: "Wir können Ihnen die Einreise nach Australien verweigern, wenn Sie in Australien oder im Ausland strafrechtlich verurteilt wurden oder Anklagen gegen Sie vorliegen." Die Aussichten auf eine positive Entscheidung sind bei "schweren Straftaten"eher schlecht, dennoch findet stets eine Bewertung im "Einzelfall" statt, heißt es weiter.

Droht Gil Ofarim das vorzeitige Dschungelcamp-Aus?

Gil Ofarim wäre nicht der erste deutsche Promi, der an den strengen australischen Grenzregeln scheitert. So durfte Bert Wollersheim seine damalige Frau Sophia im Jahr 2016 nicht begleiten. Martin Semmelrogge musste seine Teilnahme vor zwei Jahren aufgrund diverser Delikte – darunter Urkundenfälschung, Drogenbesitz und Diebstahl – sogar komplett absagen. Ob Gil Ofarim nun das gleiche Schicksal ereilt? Wahrscheinlich eher nicht. Es ist davon auszugehen, dass seine Verleumdung im Visumsprozess nicht als schwere Straftat eingestuft wird. Bei einem Visumantrag müssen Reisende zwar Fragen zu laufenden Verfahren, Vorstrafen oder Mitgliedschaften in kriminellen Vereinigungen beantworten. Da das Verfahren gegen Ofarim jedoch bereits abgeschlossen ist und er verurteilt wurde, dürfte seinem Flug nach Down Under rein rechtlich wenig im Weg stehen. Sollte die Einreise glücken, wird er im Camp unter anderem auf Promis wie Samira Yavuz, Eva Benetatou, Patrick Romer und Stephen Dürr treffen.

Verwendete Quelle: immi.homeaffairs.gov.au