Anna Hofbauer über sexuelle Belästigung: „Fühlte mich schmutzig“

Die Ex-Bachelorette teilte unter dem Hashtag #metoo eine erschreckende Anekdote

Nach dem Sex-Skandal in Hollywood brechen jetzt auch immer mehr deutsche Promi-Damen ihr Schweigen und berichten über ihre persönlichen Erfahrungen mit sexueller Belästigung. Unter anderem teilte Ex-Bachelorette Anna Hofbauer, 29, eine erschütternde Geschichte aus ihrer Vergangenheit via Instagram.

Anna Hofbauer: „Ich wünschte, ich wäre damals stärker gewesen“

Damals mit gerade mal 20 stand ich vor ihm und wusste überhaupt nicht wie mir geschieht. Ich fühlte mich aber irgendwie schmutzig – habe bis heute mit niemandem wirklich drüber geredet. Ich wünschte, ich wäre damals stärker gewesen und hätte deutlich gemacht, dass das absolut inakzeptabel ist,

schreibt Anna Hofbauer über ein Erlebnis, das sie zu Beginn ihrer Karriere als Schauspielerin und Sängerin machen mussten. Anhand ihrer Geschichte und vielen anderen wird deutlich, wie viele Frauen tatsächlich Opfer von sexueller Belästigung werden

Die wenigsten sprechen allerdings über die Vorfälle. Auch Hofbauer haderte mit sich: „Lange habe ich überlegt, ob ich zu dem Thema auch etwas sagen soll, oder nicht.“ Am Ende kam die 29-Jährige aber zu dem Entschluss, ein Erlebnis mit ihren Fans zu teilen.

Sexuelle Belästigung in der deutschen Filmbranche

Als ich 2010 meinen Abschluss gemacht habe, bin ich noch relativ grün hinter den Ohren von einem Job in den nächsten – einer davon in einer tollen, großen Produktion. Show und Cast waren der Hammer. Allerdings wurden wir immer zu spät oder sogar gar nicht bezahlt.
Eines Abends vor der Vorstellung ist mir der Produzent über den Weg gelaufen. Ich hab ihn gefragt, wann ich mit meiner Gage rechnen kann. Da kam er einen Schritt auf mich zu, strich mir über die Wange und meinte, ich soll nach der Show zu ihm auf den Parkplatz in sein Auto kommen, da bekomm ich dann alles! Allerdings nur dann, wenn er mir das Geld ins Dekolleté stecken darf,

schildert die TV-Blondine.

 

 

#metoo Lange habe ich überlegt, ob ich zu dem Thema auch etwas sagen soll oder nicht. Seit Über 10 Jahren arbeite ich als Sängerin und Schauspielerin und habe in dieser Zeit das ein oder andere erlebt! Zwar Gott sei dank nie etwas richtig Schlimmes, allerdings gab es ein Erlebnis, das mich als junge Künstlerin frisch von der Uni sehr verstört hat. Ich glaube jede Geschichte hilft, zu zeigen, dass das Problem größer ist, als viele denken. Als ich 2010 meinen Abschluss gemacht habe, bin ich noch relativ grün hinter den Ohren von einem Job in den nächsten – einer davon in einer tollen, großen Produktion. Show und Cast waren der Hammer. Allerdings wurden wir immer zu spät oder sogar gar nicht bezahlt. Eines Abends vor der Vorstellung ist mir der Produzent über den Weg gelaufen. Ich hab ihn gefragt, wann ich mit meiner Gage rechnen kann. Da kam er einen Schritt auf mich zu, strich mir über die Wange und meinte, ich soll nach der Show zu ihm auf den Parkplatz in sein Auto kommen, da bekomm ich dann alles! Allerdings nur dann, wenn er mir das Geld ins Dekolleté stecken darf. Damals mit gerade mal 20 stand ich vor ihm und wusste überhaupt nicht wie mir geschieht. Ich fühlte mich aber irgendwie schmutzig – habe bis heute mit niemandem wirklich drüber geredet. Ich wünschte, ich wäre damals stärker gewesen und hätte deutlich gemacht, dass das absolut inakzeptabel ist. Heute würde ich wahrscheinlich mit irgendeinem Spruch kontern, damals hatte ich einfach nicht das Selbstbewusstsein. Viele Frauen haben schlimmeres erlebt als ich – keine Frage – aber so etwas beginnt im Kleinen und sexuelle Belästigung ist niemals ein Kavaliersdelikt. Ich hoffe, dass #metoo so viel mehr ist als einfach "nur" ein Hashtag! Ich hoffe es ist ein Statement für Courage und sagt: es ist jetzt wirklich genug! Wir dürfen nicht mehr wegsehen und geschehen lassen, sondern wir müssen zuhören und handeln.

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Anna Hofbauer möchte mit ihrer Geschichte ein wichtiges Statement setzen, nämlich dass „sexuelle Belästigung niemals ein Kavaliersdelikt ist“. Sie appelliert an ihre Follower:

Ich hoffe, dass #metoo so viel mehr ist als einfach ‚nur‘ ein Hashtag! Ich hoffe es ist ein Statement für Courage und sagt: es ist jetzt wirklich genug! Wir dürfen nicht mehr wegsehen und geschehen lassen, sondern wir müssen zuhören und handeln.

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