Demi Lovato: Schrei nach Hilfe

"Wie konnte niemand denken: 'Lasst uns diesem Mädchen helfen'?!"

Demi Lovato, 27, hatte am Sonntagabend (26. Januar) bei der "Grammys"-Verleihung ihren ersten Auftritt seit ihrer lebensgefährlichen Überdosis vor zwei Jahren. Für das Comeback wählte die Sängerin nicht irgendeinen Song, sondern nutzte die große Bühne zur Premiere eines neuen Liedes. Warum die Musik des "Camp Rock"-Stars für Entsetzen und Tränen sorgte ...

Demi Lovato: Tränenausbruch bei den Grammys

Mit ihrer neuen Ballade "Anyone" zog Demi Lovato die gesamte Aufmerksamkeit des Publikums der "Grammys" auf sich. Die Qualen der vergangenen Jahre und der ständige Kampf gegen die eigenen Dämonen waren der Sängerin ins Gesicht geschrieben. Mit ihrem neusten Lied offenbarte die 27-Jährige ihre dunkelsten Gedanken. Kein einfacher Schritt, nachdem die ganze Welt ihr beim Scheitern zusehen musste. Auf der Bühne am Sonntag (26. Januar) überkamen sie erneut die Emotionen und so brauchte die US-Beauty einen zweiten Anlauf. Dieser hatte es allerdings in sich, denn nicht nur bei Demi selbst liefen einige Tränen über die Wangen.

Ich fühle mich dumm, wenn ich singe. Niemand hört mir zu. Niemand hört zu. (...) Ich brauche jemanden. Irgendjemanden, bitte schick mir irgendwen,

heißt es in dem emotionalen Liedtext. Laut der Songzeilen habe Demi ehrlich gemeinte Zuneigung und eine Person gebraucht, die ihr aufrichtig zuhöre, wenn sie jemanden zum Reden brauchte. Die Sängerin habe sich demnach zahlreichen Menschen anvertraut, doch niemand schien ihr helfen zu wollen. Zunächst wollte sie ihre Sorgen in der Musik verarbeiten, doch schließlich habe sie diese im Alkohol ertränkt. "Ich bin genervt von leeren Gesprächen, denn niemand hört mich mehr."

Für ihren Mut und das unfassbare Gesangstalent erntete Demi nicht nur im Staples Center in Los Angeles viel Lob. Auch im Netz häuften sich die Glückwünsche - darunter ihre einstige BFF Selena Gomez, die in ihrer "Instagram Story" ein Bild des Auftrittes teilte und dazu schrieb: "Ich wünschte, es gäbe Worte, um zu beschreiben, wie wunderschön, inspirierend und VERDIENT dieser Moment war. Demi, ich freue mich so sehr für dich."

Den emotionalsten Auftritt der 62. "Grammys"-Verleihung kannst du dir hier ansehen:

 

"Anyone" hätte ihr Abschiedsbrief werden können ...

Es war eindeutig eine Performance, die niemanden kalt ließ. Denn beinah hätte Demi es gar nicht bis auf die Bühne geschafft. Nach ihrer Überdosis im Sommer 2018 wäre die Sängerin fast gestorben. Eine Woche lang kämpfte sie im Krankenhaus ums Überleben. Den Song "Anyone" habe die "Sorry Not Sorry"-Interpretin, wie sie im Interview mit "Apple Music" verriet, nur wenige Tage vor diesem Schicksalsschlag geschrieben. Dies hätte ihr letzter Song werden können, der darüber aufgeklärt hätte, wieso es zu dieser Tragödie kam. 

Als sie im Krankenhaus endlich wieder zu sich kam, habe Demi erneut in den Song reingehört. Sie selbst würde die Musik, die sie vor der verhängnisvollen Überdosis aufgenommen hat, als einen "Schrei nach Hilfe" bezeichnen. 

Wie konnte niemand, der diesen Song hörte, denken: 'Lasst uns diesem Mädchen helfen'?!,

so der Ex-Disney-Star im Gespräch mit Zane Lowe. Der Popstar streute bereits via "Instagram" das Gerücht, dass sie sich an all den Menschen rächen wolle, die sie im Stich gelassen haben. Sie würde mit ihrer neusten Musik alles enthüllen. Wir dürfen also gespannt bleiben, welche Geheimnisse die 27-Jährige auf ihrem kommenden Album noch enthüllen wird.

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