Kerstin Ott: Obdachlos & spielsüchtig!

"Ich habe drei Monate in einem Auto geschlafen"

Kerstin Ott, 37, gehört zu den erfolgreichsten Schlager-Sängerinnen Deutschlands! Doch die Musikerin blickt auf eine traurige Vergangenheit zurück ...

Kerstin Ott rutschte in die Armut

Mit dieser Beichte hätte vermutlich niemand gerechnet! Kerstin Ott schwebt aktuell über das berühmte "Let's Dance"-Parkett. Doch die "Die Immer Lacht"-Interpretin hatte nicht immer etwas zu lachen ... Denn mit Anfang 20 stand Kerstin ganz unten, wie sie jetzt offenbarte. Die heute 37-Jährige rutschte in die Spielsucht und Obdachlosigkeit ...

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"Süchte sind grausam"

Im Interview mit RTL verriet die Musikerin, wie alles begann:

Ich war eigentlich zum Billardspielen mit Freunden in einer Spielhalle und habe aus Spaß etwas in so einen Kasten reingeschmissen und direkt gewonnen, ich habe direkt 300 Mark gewonnen und habe nächsten Tag, als wir Billard spielen waren, gleich wieder etwas reingeworfen und leider wieder gewonnen. Und so fing das Ganze an, und es fing dann auch an, Adrenalin in mir auszuschütten und ehe ich mich versehen habe, habe ich wirklich drin gesteckt in dieser Spielsucht.

Eine traurige Beichte der "Let's Dance"-Kandidatin, mit der ihre Fans vermutlich niemals gerechnet hätten.

Spielsucht und alle Süchte, die man mit sich selbst ausmacht, sind einfach total grausam, weil man in vielen Dingen gar nicht mehr weiß, wohin man als Erstes laufen soll und was man als Erstes machen kann.

Kerstin arbeitete erst als Handwerkerin, dann als Azubi bei der Polizei. Dort habe sie dann das Handtuch geworfen - offenbar ohne sich den Konsequenzen bewusst zu sein.

Das war im Winter, als ich gekündigt habe und leider habe ich nicht direkt eine Wohnung gefunden und auch keinen festen Job zu dem Zeitpunkt. Und so war das, dass ich dann drei Monate mehr oder weniger im Auto geschlafen habe,

gestand sie. Freunde halfen ihr durch die schwere Zeit, doch die Spielsuch beherrschte ihren Alltag - bis Kerstin endlich einen Schlussstrich zog.

 

So besiegte Kerstin ihre Spielsucht

Nicht etwa eine Therapie sorgte dafür, dass Kerstin sich von der Spielerei abwandte ...

Ich habe irgendwann kleine Zettel in den Spielhallen verteilt, mit einem Passfoto von mir drauf und mir selbst Hausverbot erteilt. Auf diesem Zettel stand auch drauf, dass ich spielsüchtig bin und dass sie mir kein Geld mehr auszahlen dürfen, weil ich das halt selber nicht unter Kontrolle habe. 

Kerstin kämpfte und siegte - obwohl die Spielhallen-Besitzer ihre keine hohen Chancen ausgerechnet hatten. "Ach, die erste Spielhalle, in die ich gekommen bin, meinte: 'Wir sehen uns nächste Woche doch eh wieder!'" Von wegen!

Die heute 37-Jährige schaffte es alleine aus der Sucht heraus und findet heute Kraft bei ihrer Frau und Familie! 

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