Natascha Kampusch: Schwere Vorwürfe gegen die Polizei

Die 29-Jährige äußert sich kritisch zu den damaligen Ermittlungen

Mehr als elf Jahre ist es mittlerweile her, dass Natascha Kampusch, 29, die Flucht aus der Gefangenschaft ihres Entführers gelang. Obwohl sie heute versucht ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, sitzt der Schmerz immer noch tief. Der Polizei macht die Österreicherin schwere Vorwürfe …

Natascha Kampusch: 8 Jahre in Gefangenschaft

2006 gelang Natascha Kampusch nach 3096 Tagen Gefangenschaft die Flucht aus dem Verlies ihres Entführers. Als Wolfgang Přiklopil (✝44) am 23. August die heute 29-Jährige für einen kurzen Moment aus den Augen verlor, nutzte sie die einmalige Gelegenheit.

Ihre Flucht sorgte weltweit für Aufsehen. Nach ihrem Entkommen gab Natascha Kampusch diverse Interviews, schrieb ein Buch über ihre Geschichte und ließ ihr Schicksal verflimen. Heute, selbst elf Jahre später, fällt es ihr schwer über ihre Vergangenheit zu sprechen – stattdessen konzentriert sie sich lieber auf das Hier und Jetzt. Im September 2017 kam ihre erste, eigene Schmuckkollektion auf den Markt.

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Natascha Kampusch: "Die Polizei hat nicht gut genug gesucht"

Doch ihre Vergangenheit will sie einfach nicht loslassen. Im Interview mit "Bunte" sprach die Österreicherin jetzt über ihr neues Leben, aber auch über die Zeit nach ihrer Befreiung und wie sie gelernt hat, mit ihrer Situation zu leben. "Ich kann nicht ändern wie andere Leute damit umgegangen sind", so Natascha.

Ich kann nicht ändern, dass die Polizei nicht gut genug gesucht hat oder dass diverse Ermittlungsspannen passiert sind

Sie wisse nicht um die exakten Motive eines jeden Einzelnen, aber sie habe gelernt, sie zu akzeptieren. Besonders absurd: Für ihre Aussagen wird Natascha von Facebook-Usern angefeindet. Manche werfen ihr sogar vor, nur in den Medien erscheinen zu wollen.

Jetzt auf einmal nach so langer Zeit diese Vorwürfe. Dass sie sich nicht schämt. Manche wollen halt unbedingt in den Medien bleiben,

schreibt ein empörter Nutzer via Facebook. Viele nehmen die Wienerin jedoch in Schutz und vermuten, dass sie das Trauma ihr Leben lang begleiten wird.

"Die Mutter des Entführers trifft absolut keine Schuld"

Der Mutter des Entführers macht Natascha keine Vorwürfe. „Es ist ja so, dass man sich seine Kinder nicht aussuchen kann. Sie kommen so zur Welt. Man kann sie erziehen, aber die äußeren Umstände kann man häufig nicht beeinflussen", erklärt die Schmuckdesignerin.

Somit trifft die Mutter des Entführers absolut keine Schuld

In ihre Zukunft blickt Natascha Kampusch jedoch optimistisch: „Ich möchte mich auf jeden Fall mein ganzes Leben für andere Menschen einsetzen und ich werde sehen, wohin es mich verschlägt.“

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