No-Angels-Star Nadja Benaissa: So schlecht geht es ihr wirklich

"Ich habe Tage und Stunden, die sehr dunkel sind"

07.09.2020 13:52 Uhr

Bis heute zählen die No Angels zu den absoluten Kultbands der 2000er – trotz ihrer endgültigen Trennung 2014 bleiben die Hits der Powerfrauen weiterhin unvergessen. Jetzt schockte Ex-Mitglied Nadja Benaissa, 38, ihre Fans mit einer traurigen Beichte ... 

No-Angels-Star Nadja Benaissa: Sie zog sich zurück 

Vor rund 20 Jahren gingen die No Angels als erste Gewinnergruppe aus der Castingshow "Popstars" hervor und feierten mit Hits wie "Daylight in Your Eyes" riesige Erfolge.

2003 folgte die erste Trennung von Vanessa Petruo, Lucy Diakovska, Sandy Mölling, Jessica Wahls und Nadja Benaissa. Nach ihrem Comeback im Jahre 2007 entschied sich die Gruppe 2014 für den finalen Schlussstrich der No Angels – ein Schock für unzählige Fans. 

Obwohl die Powerfrauen anschließend ihre eigenen Wege einschlugen und größtenteils ihre Solo-Karriere vorantrieben, zog sich eine Sängerin komplett aus dem Rampenlicht zurück – um Ex-Mitglied Nadja Benaissa wurde es nur kurze Zeit später ziemlich still.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Die Sängerin widmete sich damals ihrer Tochter Leila und holte einige Zeit später sogar noch ihr Abitur nach. 2009 schockte der Casting-Star dann die Musikwelt mit ihrer Verhaftung in Frankfurt. Der Grund: Der Künstlerin wurde gefährlichen Körperverletzung vorgeworfen – zwischen 2000 und 2004 soll sie ungeschützten Sex mit mehreren Personen gehabt haben, ohne diese auf ihre HIV-Erkrankung hinzuweisen. 

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Nach Verhaftung: So geht es ihr wirklich 

Nach dem Urteil sah es lange Zeit so aus, als wäre die Karriere von Nadja endgültig am Ende. 2019 überraschte sie ihre Fans allerdings mit einer freudigen Nachricht. Sie erzählte gegenüber der "Bild": 

Ich bin seit eineinhalb Jahren wieder aktiv am Singen. In Babyschrittchen geht's voran.

Demnach habe sie ihre Liebe zur Musik wieder aufleben lassen und sei nun Teil der Dresdener Acapella-Gruppe medlz. Auf Instagram veröffentlichte die 38-Jährige kürzlich ein emotionales Posting und verriet darin, wie es aktuell wirklich in ihrem Inneren aussieht.

Sie offenbarte: "Zur Zeit bin ich so dankbar dafür, wieder kreativ arbeiten zu können und nach so vielen Jahren wieder zu singen. Ich bin dankbar für meine tolle Band und unsere Arbeit. Ich denke nicht mehr so viel an die Vergangenheit, sie ist ein Teil von mir, aber vergangen. Ich denke nicht viel an die Zukunft, weil ich gelernt habe, dass es immer anders kommt, als man denkt und alles offen ist." 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ja, ich habe Tage und Stunden die sehr dunkel sind aber ich habe den Wunsch zu leben und glücklich zu sein, egal wie die Lebensumstände sind. Das Leben ist so kostbar und irgendwann schauen wir zurück und bedauern die Zeit die wir mit Sorgen, Angst und Wut vergeudet haben. Bitte versteht mich nicht falsch, alle Gefühle haben ihre Berechtigung und sollen gefühlt werden. Jedoch möchte ich nicht in ihnen ertrinken und ziehe mich immer wieder hoch. Es gab und gibt immer wieder Schwierigkeiten und Schicksalsschläge in meinem Leben. Ich lerne diese anzunehmen und im Hier und Jetzt das Schöne zu sehen. Ich habe gerade immer das Lied „Nobody knows the trouble I‘ve seen“ im Ohr. Ja, jeder von uns trägt ein Päckchen und die meisten versuchen es sich nicht anmerken zu lassen. Seid gut zueinander, passt aufeinander auf. Du weißt nie was eine andere Person gerade durchmacht, versuch etwas positives beizusteuern. Ein Lächeln, ein freundliches Wort, zuhören, ein „kann ich helfen?“ Das alles kostet nichts und macht uns soviel reicher. Je älter ich werde umso mehr schätze ich mein Leben. Ich fand früher sehr vieles selbstverständlich und habe gar nicht gesehen wieviele Geschenke ich in meinem Leben bekommen habe. Ja, ich hätte mit meinem jetzigen Wissen definitiv einiges anders machen aber wahrscheinlich hätte ich diese Erkenntnisse überhaupt gar nicht erst gewonnen.? Ich habe mir Routinen erarbeitet die mir helfen in schwierigen Zeiten zurecht zu kommen. Mit Freunden oder der Familie sprechen, spazieren gehen, Sport machen, meine Wohnung aufräumen, mich pflegen, beten, meditieren. Dies sind alles Tools die mich immer wieder raus bringen aus negativen Spiralen. Zur Zeit bin ich so dankbar dafür wieder kreativ arbeiten zu können und nach so vielen Jahren wieder zu singen. Ich bin dankbar für meine tolle Band und unsere Arbeit. Ich denke nicht mehr soviel an die Vergangenheit, sie ist ein Teil von mir aber vergangen. Ich denke nicht viel an die Zukunft, weil ich gelernt habe dass es immer anders kommt als man denkt und alles offen ist. Ich bin hier und jetzt. Und hier und jetzt geht es mir am Besten. Mein Leben ist jetzt. 🙏🏽❤️🙏🏽 Pic by @kevinlauderleinphotography

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Zusätzlich gab die Sängerin zu:

Es gab und gibt immer wieder Schwierigkeiten und Schicksalsschläge in meinem Leben. 

Dennoch blicke Nadja positiv in ihre Zukunft, wie sie abschließend erklärte: "Ich habe Tage und Stunden, die sehr dunkel sind, aber ich habe den Wunsch zu leben und glücklich zu sein, egal wie die Lebensumstände sind."

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