Regisseur der Avicii-Doku: Trauriger Abschied von seinem Freund

Levan Tsikurishvili trauert um den DJ

Noch immer ist der Tod von Star-DJ Avicii, der mit bürgerlichem Namen Tim Bergling hieß, nicht zu fassen. Fans und Kollegen trauern und zeigen auf ihren Social-Media-Kanälen Anteilnahme. Nachdem bereits Tims Familie und seine geheime Freundin ein Statement abgaben, meldet sich nun auch der Regisseur seiner Dokumentation „Avicii: True Stories“ zu Wort.

Regisseur Levan Tsikurishvili: Trauriger Abschied von Freund Avicii

Monatelang hatte Levan Tsikurishvili Avicii für seine Dokumentation „Avicii: True Stories“ begleitet. Daraus war mehr als nur eine Geschäftsbeziehung entstanden. Levan und Tim waren dicke Freunde. Während der Dreharbeiten konnte der Regisseur hinter die Fassade des Künstlers blicken und enttarnte dabei eine sensible und zerbrechliche Seite. Das geht nun auch aus seinen Worten hervor, die er auf Instagram teilt:

Es fühlt sich unwirklich an, dir das zu schreiben; wie ein nie endender Albtraum oder ein furchtbarer Witz. Du warst und wirst immer die intelligenteste und loyalste Person sein, die ich je in dieser oberflächlichen Branche kennengelernt habe. Eine Branche, die nicht klug genug für dich war und die nie wirklich verstanden hat, wer du bist.

 

Writing this to you feels unreal; like a never-ending nightmare or a terrible joke. You were, and always will be the most intelligent and loyal person I’ve ever got to know in this superficial industry. An industry that was not smart enough for you and that never really understood who you were. I admire and will severely miss your genuine and humble behavior, which I’ve never seen in any other person. Never did I see you judge a person based on the opinion of others, and never did you let others judge someone that wasn’t there in person to defend themselves. These are few of many things that always pops up in my head when I'm thinking of you. Never forgetting moments like when a Lemur bit your finger in Madagascar in the middle of the jungle, and you almost passed away of pain while you were plaster your finger with the leaves. But you still wanted to protect the Lemur and argued with me; "brysh, he is not aggressive, he just thought my finger was a part of the food I gave him, it's not his fault." I'm so thankful for everything we went through together, everything you did for me, everything you taught me by your actions, every single work we did together, all the WEEK-long creative conversations we used to have and fights that always used to end up in something great, epic nights, endless laughs, the documentary we did that didn’t left a single person emotionally untouched, ALL the night long music sessions I was fortunate to film, your best friends that meant the whole world to you, who also quickly became my close friends, silly jokes, popcorn evenings and all the places we went to together. You introduced me to a world that did not exist for me before our paths crossed again and I have you to thank for many things I still do today. I will always stay loyal to you and your spirit, nothing has changed in our loyalty, and I will forever carry you deep down in my heart until the day I die and hopefully meet you again in a better place, where you are right now. Thank you "Brysh" Tim for everything! I Love you and miss you so much🖤🖤🖤

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War es wirklich Selbstmord?

Diese Worte des Regisseurs erinnern stark an die von Tims Familie, aus denen schnell Spekulationen um einen Selbstmord hervorgingen. Offiziell bestätigt ist das aber bisher nicht.

Tsikurishvili schreibt in seinem Abschiedsbrief weiterhin, dass er noch nie eine so bescheidene Person getroffen habe, die niemals aufgrund anderer Meinungen über jemanden urteilte. Tim habe es nie zugelassen, dass andere Leute eine Person verurteilten, die nicht da war um sich selbst zu verteidigen.

Ich bin so dankbar für alles, das wir gemeinsam erlebt und durchgemacht haben, für alles, das du für mich getan hast. Ich bin dankbar für die Lektionen die du mir durch deine Handlungen gelehrt hast und für jede Arbeit, die wir gemeinsam gemacht haben. All diese wochenlangen kreativen Gespräche und die Kämpfe, die immer in etwas Großartigem, in epischen Nächten und endlosem Lachen endeten,

schreibt Levan.

Seinen Brief beendet er mit wahnsinnig emotionalen und traurigen Worten:

Ich werde dir und deinem Geist immer treu bleiben, an unserer Treue hat sich nichts geändert. Und ich werde dich für immer tief in meinem Herzen tragen, bis zu dem Tag, an dem ich sterbe und dich hoffentlich an einem besseren Ort wiedertreffe, wo du jetzt bist.

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