
Patrice Aminati: 3 Jahre Krebs – Ihr mutiger Weg in die Öffentlichkeit
Patrice Aminati (31) hat wahrlich kein leichtes Päckchen zu tragen, denn bereits seit drei Jahren muss sie mit der schweren Diagnose schwarzer Hautkrebs leben. Die Noch-Ehefrau von Moderator Daniel Aminati (52) musste sich seither schon allerlei kräftezehrenden Therapien unterziehen, von denen manche erfolgreich verliefen und manche weniger. Dennoch steht für die junge Frau traurigerweise fest: Zum aktuellen Zeitpunkt ist ihre Krankheit nicht heilbar, weshalb sie mittlerweile palliativ betreut wird. Mit ihrer persönlichen Leidensgeschichte an die Öffentlichkeit zu gehen, war für die Mutter sicher nicht leicht, dennoch stand es für sie nie zur Debatte, sich vor der Welt zu verstecken. Gerade für Menschen, die ein ähnliches Schicksal erleiden müssen, möchte sie ein Vorbild sein und Stärke beweisen. Sie betont, es gebe "so viele Menschen da draußen, die mit chronischen Erkrankungen leben. Und auch die Menschen sollen Teil in der Gesellschaft sein und sich nicht verstecken und weiter am Leben teilhaben". Für all jene, die sich in einer vergleichbaren Lage befinden, hat Patrice einen Rat parat: Man darf durchaus wütend über die eigene Situation sein und dies auch lautstark kundtun. Nur sollte man sich gerade in dieser schweren Zeit professionelle Unterstützung suchen, "das ist nämlich wirklich eine Stärke".
Patrice Aminati: Einsamkeit und Seelenschmerz – Wenn die Krankheit die Psyche beherrscht
Nicht nur körperlich ist Patrice Aminatis Krebserkrankung eine Herausforderung, sondern vor allem auch psychisch hinterlässt der tägliche Kampf tiefe Spuren. Im "WDR 5 Morgenecho" ließ sie kürzlich tief in ihre Seele blicken und erklärte, wie sie sich in schwachen Momenten fühlt:
Ich will mich einfach ins Bett legen und will das einfach alles vergessen, will niemand sehen.
Doch gerade in diesen Phasen sei es von Bedeutung, aktiv gegen dieses lähmende Gefühl anzugehen und sich selbst dazu zu zwingen, rauszugehen und am sozialen Leben teilzunehmen. Auch das Gefühl der Isolation spielt in solchen Zeiten eine große Rolle, wie Patrice offenbart: "An einem Tag ist man kämpferisch. Am nächsten Tag denkt man: 'Ich bin so einsam und ich bin der einzige Mensch, dem es so geht.'". Um diesen Kreislauf aus Angst und Einsamkeit zu durchbrechen, ist es für die 29-Jährige essenziell, sich nicht von wichtigen Bezugspersonen wie der eigenen Familie oder engen Freunden abzukapseln. Ihr Appell an alle Leidtragenden lautet daher:"Niemand darf in dieser Zeit allein sein".
Verwendete Quellen: WDR 5 Morgenecho
In der modernen Krebsforschung wird die Bedeutung der Psyche immer stärker betont. Die Palliativmedizin zielt nicht nur auf die Linderung körperlicher Schmerzen ab, sondern umfasst die ganzheitliche Begleitung des Patienten. Experten raten dazu, Phasen der Wut und Trauer bewusst zuzulassen, da das Unterdrücken dieser Emotionen den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen kann. Patrice Aminatis Offenheit hilft dabei, das Tabu der psychischen Erschöpfung bei Schwerkranken zu brechen. Das soziale Netz aus Familie und Freunden fungiert dabei als wichtigster Resilienzfaktor, um dem Gefühl der „krankheitsbedingten Isolation“ entgegenzuwirken.







