Ari Behn (†47): Herzzerreißender Abschied seiner Tochter

"Es gibt immer einen Ausweg!"

Der tiefe Schmerz steht Maud, 16, Leah, 14, und Emma, 11, ins Gesicht geschrieben, als sie ihrem viel zu früh verstorbenen Vater Ari Behn ein letztes Mal "Lebewohl" sagen. Ihre emotionale Botschaft geht tief unter die Haut.

Bewegende Trauerfeier

Ein Meer aus Tränen und Blumen erstreckte sich über den Dom in Oslo. 600 Trauergäste haben sich versammelt, um Abschied vom beliebten Künstler Ari Behn zu nehmen, der sich am ersten Weihnachtsfeiertag für den Freitod entschied. Ganz Norwegen ist immer noch fassungslos. Doch vor allem für die Königsfamilie ist der schwere Verlust kaum zu ertragen. Die Lücke, die der Maler im Leben seiner Exfrau, Prinzessin Märtha Louise, 48, und der drei Töchter hinterlässt, wird für immer wie eine schmerzende Wunde an den schrecklichen Tag erinnern, an dem Ari Behns Depressionen stärker waren als sein Lebensmut. Wie sehr Aris Suizid seine Kinder getroffen hat, macht die herzzerreißende Trauer-Rede seiner ältesten Tochter Maud klar. Unter Tränen richtete sie ihre letzten Worte an den verstorbenen Vater, während sie auf die Zeichnung für das Programmheft zeigte:

Lieber Papa! Das habe ich dir gezeichnet. Ich wollte dir die Zeichnung zu Weihnachten schenken. Ich habe mich so darauf gefreut, mit dir Weihnachten zu feiern und dein Gesicht zu sehen … Ich hoffe, du hast gewusst, wie sehr wir dich lieben. Du warst unser Held. Wir hatten gedacht, du wirst hier sein, wenn wir heiraten, und uns zum Altar führen. Aber nein, so wurde es nicht.

 

Emotionaler Appell

Die tapfere Teenagerin ging auch auf die Krankheit ihres Papas ein, die ihm viele Jahre lang die Lebensfreude geraubt hatte. Mit seiner Depression ging Ari Behn stets offen um. Doch wie düster es hinter seiner lächelnden Fassade wirklich aussah, ahnten nicht einmal seine engsten Vertrauten. Mit erstickter Stimme appellierte Maud an alle Menschen, die gegen das gleiche Problem kämpfen:

Du warst viele Jahre psychisch krank, für uns Kinder war das schwer. Du hast gesagt, dass es dir besser geht, aber die Wahrheit hast du uns verschwiegen. Es ist nicht unser Fehler, nein, wir können nichts dafür. Ich will hier allen in der gleichen Situation sagen: Es gibt immer einen Ausweg! Du kannst Hilfe bekommen. Ich bitte euch mit meinem ganzen Herzen, sucht Hilfe! Es gibt immer so viele Menschen, denen du etwas bedeutest.

Starke Worte, die unter die Haut gehen – und hoffentlich dabei helfen, dass vielen anderen Familien eine solche Tragödie erspart bleibt!

 

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