Stefan Mross: "Der Gebärmutterhals wurde entfernt" – Krebsdiagnose bei Eva Luginger

Für Stefan Mross waren die vergangenen Monate alles andere als leicht. Nun bricht auch seine Partnerin Eva Luginger ihr Schweigen und gesteht, dass sie eine Vorstufe von Krebs hatte …

Stefan Mross mit Eva Luginger
Bei Eva Luginger wurde eine Krebsvorstufe entdeckt.© Getty Images

Stefan Mross: "Eva ist mein wichtigster Mensch"

Anfang des Jahres wurde bekannt, dass die ARD-Show "Immer wieder sonntags" mit Stefan Mross (50) nach dem Sommer eingestellt wird. Für den Schlagerstar ein echter Schock, wie er im Interview mit der "Bild"-Zeitung enthüllt. "Die Sendung war mein Leben", gab Mross offen zu. "Natürlich sind an diesem Tag Tränen geflossen." Halt fand er bei seiner Partnerin Eva Luginger (38). "Eva ist mein wichtigster Mensch. Ohne sie würde ich das Aus meiner Sendung nicht verkraften", so der Moderator weiter. Doch nun muss Stefan Mross auch für seine Partnerin da sein. In der "Bild" enthüllte die Sängerin: "Bei mir wurde eine Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs festgestellt. Ich war längere Zeit in der Klinik."

"Kann keine Kinder bekommen"

Bereits im Herbst 2025 bekam Eva Luginger die Diagnose. Unter einer Krebsvorstufe verstehen Mediziner Zellveränderungen, die sich ohne Behandlung zu Krebs entwickeln können. Die Lebensgefährtin von Stefan Mross musste sich daher einem Eingriff unterziehen: "Der Gebärmutterhals wurde entfernt", sagte sie. Das bedeutet:

Damit steht fest, dass ich keine Kinder bekommen kann.

Eine Schwangerschaft sei für sie ausgeschlossen. Die Nachricht habe allerdings keine Auswirkungen auf ihre Lebensplanung. "Es war für mich nie ein Thema, dass ich eigene Kinder möchte", erklärte sie weiter. Stefan Mross war in dieser schweren Zeit stets an ihrer Seite und habe im vergangenen Jahr daher auch kurzfristig mehrere Termine abgesagt. "Evas Krankheit hat den Blick aufs Wesentliche geschärft. Tausend Krankheiten, eine Gesundheit", stellte der Musiker fest. Der Schicksalsschlag habe ihre Beziehung nur noch mehr gefestigt. "Unsere Liebe wird immer mehr und stärker, muss man wirklich sagen. Durch die ganzen Herausforderungen. Was das Leben alles so mit sich bringt und wie wir viele Sachen gemeinsam bewältigen."

Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs (Zervikale Intraepitheliale Neoplasie – CIN)

Was bedeutet der Befund?

Eine Vorstufe ist kein Krebs. Es handelt sich um veränderte Zellen auf der Schleimhaut des Gebärmutterhalses. Medizinisch werden diese Gewebeveränderungen als Dysplasien oder CIN (Zervikale Intraepitheliale Neoplasie) bezeichnet.

Die Hauptursache

Fast alle Vorstufen entstehen durch eine chronische Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV), insbesondere den sogenannten High-Risk-Typen (wie HPV 16 und 18). Die Viren werden meist durch intime Hautkontakte übertragen. Die Infektion selbst ist extrem häufig und heilt in den allermeisten Fällen (ca. 90 %) innerhalb von ein bis zwei Jahren von ganz alleine ab. Erst wenn das Immunsystem das Virus über Jahre nicht bekämpfen kann, können chronische Zellveränderungen entstehen.

Die Schweregrade (CIN-Klassifikation)

Je nachdem, wie tief die veränderten Zellen in der Schleimhaut sitzen, unterscheidet man drei Stufen:

Stufe

Medizinische Bezeichnung

Bedeutung

Typisches Vorgehen

CIN 1

Leichte Dysplasie

Nur das untere Drittel der Schleimhaut ist verändert.

Abwarten & Beobachten: Sehr hohe Wahrscheinlichkeit (ca. 50-70 %), dass es sich von alleine zurückbildet.

CIN 2

Mittelschwere Dysplasie

Die Veränderungen betreffen bis zu zwei Drittel der Schleimhaut.

Individuell: Engmaschige Kontrolle oder kleiner Eingriff, je nach Alter und Familienplanung.

CIN 3

Schwere Dysplasie / Carcinoma in situ

Die gesamte Schleimhautdicke ist verändert.

Behandlung empfohlen: Das Risiko für Krebs ist erhöht, daher wird das Gewebe meist entfernt.

Symptome

Das Tückische: Vorstufen verursachen keinerlei Schmerzen oder Symptome. Sie bluten nicht und fallen im Alltag überhaupt nicht auf. Sie werden ausschließlich durch die gynäkologische Vorsorge entdeckt.

Diagnose & Früherkennung

  • Pap-Abstrich: Zellen werden vom Gebärmutterhals abgestrichen und im Labor auf Veränderungen untersucht.
  • HPV-Test: Prüft, ob Hochrisiko-Viren vorhanden sind.
  • Kolposkopie (Abklärung): Bei auffälligen Befunden schaut sich die Ärztin oder der Arzt den Gebärmutterhals mit einer Lupe genau an und nimmt eventuell eine winzige Gewebeprobe (Biopsie).

Behandlung

Wenn eine CIN 3 vorliegt oder eine CIN 2 über längere Zeit bestehen bleibt, wird meist eine Konisation durchgeführt. Das ist ein kurzer, meist ambulanter Eingriff, bei dem ein kleiner, kegelförmiger Gewebeteil aus dem Gebärmutterhals (meist per Laser oder elektrischer Schlinge) herausgeschnitten wird. Die Heilungschancen liegen danach bei fast 100 %.

Das Wichtigste zum Mitnehmen: Zwischen einer leichten Vorstufe (CIN 1) und echtem Krebs vergehen in der Regel viele Jahre (oft 5 bis 10 Jahre). Es besteht also fast immer genügend Zeit, die Veränderungen engmaschig zu überwachen oder völlig stressfrei zu behandeln.

Verwendete Quellen: Bild