Royal-Experte schießt gegen Prinz William
Es war wieder ein Terminmarathon, den König Charles (77) vor wenigen Tagen absolvierte: Bei 35 Grad Hitze traf er sich vormittags im Clarence House mit einer Cricket-Mannschaft afghanischer Flüchtlingsfrauen. Dann stand ein Besuch in einer Kampfsportschule auf dem Programm. Und nachmittags ging es weiter zum St. James’s Palast, wo der König gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und der internationalen Klimadiplomatie an einem Umweltempfang teilnahm. Ein Mitarbeiter hielt ihm einen kleinen Ventilator ans Gesicht. Die Räume des Palasts sind nicht klimatisiert, und die Hitze war unerträglich. Zwar standen überall Ventilatoren, und es gab gekühltes Wasser. Doch dem König rann trotzdem der Schweiß von der Stirn. Er arbeitet bis zum Umfallen! Und das, obwohl er immer noch wegen seiner Krebserkrankung behandelt wird und die Hitze ihm zu schaffen machen dürfte.
Aber König Charles gibt alles! Sei Wahlspruch lautet: Ich dien! Und daran hält er sich. Egal wie widrig die Umstände sind. Ganz England lobt den Monarchen! Aber gerade unter diesen Umständen fällt die Abwesenheit eines anderen Royals ganz besonders auf. Man fragt sich: Warum hilft sein Sohn und Thronfolger William (44) ihm nicht? Königshaus-Experte Norman Baker erklärt das so:
Im Jahr 2024 absolvierte Prinzessin Anne 474 öffentliche Termine und König Charles 372 – beide mehr als einen pro Tag.
William lag mit nur 166 deutlich zurück – weniger als einer alle zwei Tage. Vom 1. Januar dieses Jahres bis zum 15. Juni habe der Prinz lediglich 57 öffentliche Termine absolviert – während sein Vater auf 76 kommt. "Wenn man nach einem Mitglied des Königshauses sucht, das ein Band durchschneiden soll, ist es unwahrscheinlich, dass Prinz William dabei sein wird." Der Autor fügte hinzu: "William hat nachdrücklich erklärt, dass seine Familie an erster Stelle stehen muss, und obwohl das in gewisser Weise lobenswert ist: Ist es für den Thronfolger wirklich möglich, sich so sehr von seinen königlichen Pflichten fernzuhalten, wie er es tut?"

Lediglich bei einem Thema lege sich William ins Zeug: Der Verwaltung seines Herzogtums Cornwall. Angeblich versendet er sogar am Wochenende Mitteilungen an die Mitarbeiter. William erhält aus dem riesigen Land- und Immobilienimperium 26 Millionen Euro private Einkünfte pro Jahr. Das erklärt wohl seine Motivation. Norman Baker hält ihn trotzdem für arbeitsscheu, wenn es darum geht, königliche Pflichten zu erfüllen. Nur nicht dann, "wenn es darum geht, sein ohnehin schon prall gefülltes Bankkonto weiter aufzustocken."
Dieser Artikel von Eve Myers erschien zuerst in der aktuellen Ausgabe von "7 Tage" - jede Woche neu am Kiosk!






