Stefan Mross: "Ich witzelte noch: Das schaut nach Kündigung aus"
"Als mir die Entscheidung des Senders mitgeteilt wurde, nur wenige Stunden, bevor die Öffentlichkeit davon erfuhr, hat mir das den Boden unter den Füßen weggezogen", erinnert sich Stefan Mross (50) in der "Bild"-Zeitung an die Verkündung, dass "Immer wieder sonntags" eingestellt wird. Es sei ein "schlimmer Tag" gewesen. "Ich dachte eigentlich, mein Produzent und ich würden uns mit den Senderverantwortlichen zu Gesprächen darüber treffen, wie wir für die Zukunft der Sendung planen wollen. Ich hatte beste Laune", so Mross. Doch damit war schnell Schluss. "Bis mir auffiel, dass am Tisch nur zwei Personen vom SWR saßen, meine Unterhaltungschefin und ein Mann. Ganz förmlich. Ich witzelte noch: 'Oha, das schaut ja nach Kündigung aus'. Dann sagte einer der beiden: 'Ja, damit wären wir schon beim Thema. Das Format wird eingestellt'."
"Natürlich sind an diesem Tag Tränen geflossen"
Wie ihm das "Immer wieder sonntags"-Aus mitgeteilt wurde, lässt Stefan Mross nicht los. "Er sagte mir knallhart ins Gesicht, dass nach dieser Staffel Schluss ist. Sie hätten mir bereits eine Erklärung für die Öffentlichkeit vorbereitet, die ich nur noch unterschreiben müsse. Das war eiskalt",sagt Mross. "Die beiden haben allen Ernstes von mir verlangt, dass ich innerhalb von zehn Minuten Zitate freigeben soll, die sie für mich formuliert hatten. Als wäre das Aus meiner Show in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt." Für den Schlagerstar zu viel.
Ich stand unter Schock, weigerte mich, irgendwas zu unterschreiben. Ich sagte meiner Partnerin Eva, die beim Gespräch dabei war: Lass uns hinausgehen an die frische Luft. Damit ich einen klaren Kopf bekomme.
Dass das ARD-Format nach 21 Jahren eingestellt wird, brach ihm das Herz. "Natürlich sind an diesem Tag Tränen geflossen. Bei Eva und mir. Aber auch bei allen Mitarbeitern, die ihre Jobs verlieren. Die Sendung war mein Leben. Unser aller Leben", macht Stefan Mross deutlich. Die Gründe für das Aus seien unter anderem "Verjüngung, kommerzwirtschaftliche Gründe und Digitalisierung." Unter dieser Entscheidung würde vor allem eine Gruppe leiden: "Man muss die älteren Menschen doch auch weiterhin teilhaben lassen an der Fernsehunterhaltung in der ARD", findet Mross.
Mross: "Ohne sie würde ich das Aus nicht verkraften"
Ab dem 31. Mai laufen noch 13 Sendungen von "Immer wieder sonntags". Ob Stefan Mross nun Angst vor der Zukunft hat? "Natürlich. Darum habe ich immer einen Plan B gehabt." Er habe aktuell Vorgespräche mit verschiedenen Sendern, doch noch sei nichts in trockenen Tüchern. Allerdings weiß er eins: Reality-TV kommt für ihn nicht infrage. "Obwohl es Angebote gab", sagt Mross. "Aber ins Dschungelcamp oder 'Sommerhaus der Stars' würde ich niemals gehen," macht er deutlich. Dafür zieht es ihn wieder auf die Bühne: 2027 geht er auf die "Immer wieder Stefan"-Tour. 60 Termine seien bereits geplant.
Halt findet Mross in seiner Partnerin Eva Luginger (38). Die beiden sind "rund um die Uhr und jeden Tag" zusammen. "Und es funktioniert super", sagt sie. Er stimmt zu. "Eva ist mein wichtigster Mensch. Ohne sie würde ich das Aus meiner Sendung nicht verkraften."
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