"Stranger Things": Die Geheimnisse hinter der Netflix-Serie
Die Geburtsstunde der Erfolgsserie verlief alles andere als reibungslos, da die Serienschöpfer ihr Projekt anfangs unter dem Arbeitstitel "Montauk" führten. Bevor die Plattform Netflix grünes Licht gab, kassierten die Duffer-Brüder von etwa 20 verschiedenen TV-Sendern Absagen für ihre Idee. Ein wichtiger Meilenstein war die Verpflichtung der Hollywood-Größe Winona Ryder, die in der Rolle der Joyce Byers glänzt; sie war vom Skript derart gefesselt, dass sie den Vertrag unterschrieb, ohne jemals eine fertige Szene gesehen zu haben.
Der Casting-Prozess für die jungen Helden war gigantisch, da die Produktion insgesamt 1.213 Kinder sichtete, um die perfekte Chemie zwischen den Freunden zu garantieren. Um Millie Bobby Brown die Angst vor der radikalen optischen Veränderung für ihre Rolle als Eleven zu nehmen, nutzten die Produzenten Charlize Therons Look in „Mad Max“ als Inspiration. Das enge Band zwischen ihr und ihren Kollegen Finn Wolfhard, Gaten Matarazzo, Caleb McLaughlinund Noah Schnapp ist dabei keineswegs gespielt; die Gruppe ist auch privat unzertrennlich und tauscht sich kontinuierlich über einen gemeinsamen Nachrichten-Chat aus.
Während der Dreharbeiten stießen die Schauspieler jedoch auf sensorische Herausforderungen, insbesondere in den düsteren Szenen des Upside Down. Die dort getragenen Spezialanzüge verströmten einen derart penetranten Gestank, dass die Arbeit für die Darsteller zur Geduldsprobe wurde. Zudem herrschten am Set strikte Regeln zum Schutz der Requisiten, die jeglichen Verzehr von Speisen in der Nähe der Technik verboten. Ein biologisches Hindernis gab es bei Gaten Matarazzo: Da seine Stimme mitten in der Produktion der ersten Staffel deutlich tiefer wurde, ließen sich einige Dialoge im Nachhinein nicht mehr originalgetreu synchronisieren.
Das gesamte visuelle Konzept der Serie dient als eine große Hommage an die literarische Welt von Stephen King. Die düstere Grundstimmung und zahlreiche optische Details sind eine bewusste Referenz an die Klassiker des Horror-Autors, was den nostalgischen Charme der Produktion maßgeblich prägt. So schließt sich der Kreis zwischen der Vision der Macher und den schauspielerischen Leistungen des jungen Ensembles um Finn Wolfhard und seine Mitstreiter.

















