König Charles III.: Abschied auf Raten? Warum die USA-Reise seine letzte große Tour gewesen sein könnte

Der jüngste USA-Besuch von König Charles III. und Königin Camilla glich einem kräftezehrenden Marathon, der das Monarchenpaar an seine physischen Grenzen brachte. Trotz positiver Nachrichten zu seiner Krebserkrankung wirkte der König oft erschöpft. Es verdichten sich die Anzeichen, dass Charles dem Beispiel seiner Mutter Queen Elizabeth II. folgen könnte und Fernreisen künftig vermehrt an Prinz William und Prinzessin Kate delegiert ...

König Charles III. schaut US-Präsident Donald Trump skeptisch an
Gezwungenes Lächeln oder diplomatisches Meisterstück? König Charles III. und Donald Trump trafen kürzlich in Washington aufeinander. © Getty Images

König Charles III.: Wird er nach dem USA-Besuch kürzertreten? 

Es war ein echter Marathon: Der USA-Besuch von König Charles III. (77) und Königin Camilla (78). Ein Termin jagte den nächsten, Zeit zum Verschnaufen gab es so gut wie keine. Und besonders dem britischen Monarchen sah man an, dass er manchmal an seine Grenzen stieß. Eine müde Geste hier, ein gequältes Lächeln dort – nein, diese Tour war für Charles, aber auch für Camilla, alles andere als ein Zuckerschlecken, und viele fragen sich jetzt, ob dies ihre letzte weite Reise war! Dafür sprechen viele Faktoren. 

Seit 2025 kämpft der Monarch gegen Krebs

König Charles wird seit 2024 wegen einer Krebserkrankung behandelt, Zwar wurde vor wenigen Monaten verkündet, dass es ihm besser geht und er nur noch wenige Therapien braucht, vollkommen gesund ist er aber immer noch nicht. Ende 2025 erklärte er: "Ich darf heute die gute Nachricht mit euch teilen, dass meine eigene Krebsbehandlung dank frühzeitiger Diagnose, wirkungsvoller Behandlung und der Befolgung der Anweisungen meiner Ärzte im neuen Jahr reduziert werden kann."

Königin Camilla waren Reisen in die weite Ferne schon immer ein Graus, sie liebt die Vertrautheit Schon der Flug von über acht Stunden ist eine Strapaze, dann die Zeitverschiebung! Schon junge Menschen haben Probleme mit dem sogenannten Jetlag. Aber kaum gelandet, ging es für Charles und Camilla gleich weiter. Am Nachmittag Treffen mit Handelsvertreten, Politikern, am Abend der Empfang im Weißen Haus bei Donald (79) und Melania Trump (56). Auffällig: Der König trank dabei nur Wasser und verzichtete auf Champagner und Wein. Weil sich die mit seinen Medikamenten nicht vertragen?

Schon Queen Elizabeth II. (†96), immer für ihren Fleiß und Disziplin bekannt, verzichtete irgendwann auf lange Flugreisen. Im Jahr 2014 schickte sie Prinz William (43) und Prinzessin Kate (44) nach Australien. Solche Besuche waren ihr dann doch zu anstrengend – was ihr niemand übel nahm. Und wenn das Kronprinzenpaar zukünftig nun auch mehr Auslandsbesuche auf anderen Kontinenten für Charles und Camilla übernehmen wird, hätte dafür wohl auch jeder großes Verständnis …

Dieser Artikel von Joerg Turcer erschien zuerst in der aktuellen Ausgabe von "7 Tage" - jede Woche neu am Kiosk!

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Man möchte Charles und Camilla zurufen: Es ist genug! Die Bilder aus den USA zeigen zwei Menschen, die mit bewundernswerter Disziplin ihre Pflicht erfüllen, dabei aber ihre eigene Gesundheit riskieren. Ein König, der mitten in einer Krebsbehandlung über acht Stunden fliegt, Zeitverschiebungen trotzt und Termine im Akkord absolviert, setzt ein Zeichen der Stärke – doch zu welchem Preis? Camillas bekannte Abneigung gegen Fernreisen und Charles' Verzicht auf das Glas Wein beim Staatsbankett sprechen Bände. Es wäre kein Zeichen von Schwäche, sondern von Vernunft, wenn William und Kate nun dauerhaft in die Bresche springen. Die Ära der großen Fernreisen für Charles III. sollte mit diesem US-Besuch ihr würdiges, aber auch endgültiges Ende gefunden haben.