Hat Roland Kaiser eine Beinprothese?

Hat Roland Kaiser eine Beinprothese?

Seit einem Sportunfall hat Roland Kaiser Probleme mit seinem Bein. Hier erfährst du alles um den Unfall, seine Auswirkungen und die Antwort auf die große Frage, ob der Schlagerstar eine Beinprothese tragen muss. 

Roland Kaiser: Sein langer Leidensweg um eine neue Lunge

Schlagerlegende Roland Kaiser ist schon lange ein fester Bestandteil der deutschen Schlager-Welt. Doch auf dem Weg in den Schlager-Olymp hatte er es nicht immer leicht, denn sein Körper spielt nicht immer mit.

So erleidet Roland Kaiser einen Sportunfall, dessen Folgen ihn sein restliches Leben begleiten und seinen Gang für immer einschränken werden. Doch von vorne: Alles beginnt mit COPD, einer chronischen Lungenerkrankung, an der die Schlagerikone leidet. Aufgrund der Krankheit benötigt Roland Kaiser eine neue Lunge. Ohne die Transplantation im Jahr 2010 hätte er nicht überlebt. "Ich hatte ein Stadium erreicht, das ein bedrohliches Ausmaß angenommen hatte. Dann blieb nur die Ultima Ratio, wenn ich leben wollte. Mir blieb keine andere Wahl als eine Transplantation", gesteht der Schlagerstar 2011 im Interview mit "SHZ". 

Atemnot, bläulich bis lila gefärbte Lippen, Finger und Zehen und rote Augen gehören zu den typischen äußerlichen Erscheinungen des Krankheitsbildes. Nach der OP ist davon nichts mehr zu sehen. Für Roland Kaiser und seine Tochter Annalena ein äußert emotionaler Moment, wie er gegenüber "Bild" erzählt:

Sie sagte zu mir: 'Papa, du siehst so schön aus. Du hast so schöne Augen.' Da musste ich um Fassung ringen. Zum ersten Mal sah mich meine Tochter nicht wie ein Alien mit bläulicher Haut, lila Lippen und roten Augen, sondern als ganz normalen Mann.

Die OP verändert Roland Kaisers Leben. "Ich bin durch die neue Lunge von COPD geheilt und gesund. Meine Lebenserwartung ist wie bei jedem anderen auch", freut er sich. Doch nach der Transplantation steht die Reha an. Und die verändert die Art, wie Roland Kaiser sich bewegt und geht, für immer.

Roland Kaiser: Sportunfall in der Reha

Denn in der Reha bricht er sich beim Sport zwei Wirbel. "Die Langzeittherapie mit Cortison zur Behandlung der COPD hatte meine Knochen porös werden lassen", erklärt er in seiner Autobiografie "Sonnenseite". Doch damit nicht genug, während der Reha reißt er sich auch noch die Achillessehne. Autsch! Roland Kaiser kann aber darüber lachen: "Durch die Wirbelbrüche wurde ich kleiner und durch den Riss ist mein Gang nicht mehr so elegant. Aber damit kann ich leben." 

Damit leben kann der Schlagerstar zwar, jedoch immer mit der Gefahr, dass eine weitere Verletzung fatale Folgen haben könnte. Denn bei einer weiteren Verletzung muss er mit schweren neurologischen Schäden rechnen. Im schlimmsten Fall muss der "Kaisermania"-Star dann sogar im Rollstuhl sitzen! Zum Glück geht es Roland Kaiser bisher bestens, auch auf große "Kaisermania"-Tour kann er gehen. Trotz des Risikos kann er normal laufen und sich bewegen. Eine Beinprothese braucht und hat Roland Kaiser nicht.

Roland Kaiser wollte seine gesundheitlichen Beschwerden geheimhalten 

Doch seine Gesundheit und die Erwartungen der Fans übt dennoch mächtig Druck auf Roland Kaiser aus. Anfangs hat er seine Krankheit und die daraus resultierende Transplantation geheim gehalten, bis es seiner Frau schließlich zu viel geworden ist. Im Gespräch bei "Maischberger. Die Woche" erzählt er:

Man will in diesem Business einfach der Hero sein und unverletzlich sein. Aber irgendwann hat meine Frau entsprechend Druck gemacht und zu mir gesagt: 'Ich halte das nicht mehr aus, immer für dich lügen zu müssen.' Indem man es den Menschen sagt, entgeht man Spekulationen.

Heute weiß er, dass es ein Fehler war, sein Umfeld zur Geheimhaltung zu verdonnern. "Das war ein Riesenfehler. Mein größter Fehler, nicht da rüber zu reden. Man bringt sich dadurch in Höllenschwierigkeiten", resümiert er 2011 gegenüber "SHZ". 

Mittlerweile steht Roland Kaiser zu seiner Gesundheit und seiner Vergangenheit. Ein Karriere-Ende und Aus der Kaisermania ist für ihn damit noch lange nicht in Sicht. "Ich sehe noch kein Land in Sicht bei mir", stellt er klar. Darüber nachgedacht hat er dennoch schon einmal, wie er im exklusiven Interview mit OKmag.de verrät:

Also richtig zur Ruhe setzen, daran habe ich noch nicht gedacht, nein. Man denkt aber schon darüber nach, das Tempo rauszunehmen, um ein bisschen Zeit für sich und für seine Familie zu haben. Aber das ist noch weit weg.

Bis es so weit ist, genießt Roland Kaiser seine Zeit auf der Bühne als Schlagerikone. Wenngleich er dabei seinem Bein zuliebe auf das Tanzen verzichtet. Nicht, dass er eines Tages doch noch eine Beinprothese braucht.

Verwendete Quellen: Schlager.de, Bild, stadlpost.de, tag24.de, ARD/ "Maischberger. Die Woche", merkur.de

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