"Dschungelcamp" in der Kritik: Jetzt spricht Sonja Zietlow!

"Unsere australischen Kollegen sind mehr als dankbar"

RTL steht in diesem Jahr unter enormen Druck! "Das Dschungelcamp" geht am 10. Januar in die 14. Runde. Zwölf mehr oder weniger Prominente ziehen in den australischen Busch. Doch die Show wird von den verheerenden Bränden im Land überschattet. Kritiker fordern jetzt die Show-Absage - RTL reagiert exklusiv gegenüber "OKmag.de" und auch Moderatorin Sonja Zietlow, 51, bezieht Stellung.

Australien in Flammen - wird das "Dschungelcamp" abgesagt?

Was aktuell in Australien passiert, bricht uns das Herz! Kaum vorstellbar, dass zwölf deutsche Promis in den kommenden zwei Wochen nur hunderte Kilometer von den dramatischen Bränden entfernt für Entertainment sorgen sollen. Zahlreiche Politiker und Stars gehen nun auf die Barrikaden. 

Kritische Stimmen vor dem "Dschungelcamp"-Start

1. CDU-Medienexperte Johannes Selle erklärt gegenüber "Bild": "Die Geschmacklosigkeit, im Dschungel um Kochstellen zu lümmeln und rauchende Gestalten rumlaufen zu sehen, wird nur noch vom Titel der Sendung 'Holt mich hier raus' an Sarkasmus übertroffen." 

2. Margit Stumpp, medienpolitische Sprecherin der Grünen findetdass es der falsche Zeitpunkt sei, um "für den Dreh leichter Unterhaltung in das gebeutelte Australien zu fliegen, das die Krise noch lange nicht bewältigt hat und wo täglich Leben in Gefahr sind". 

3. SPD-Medienexperte Martin Rabanus wünscht sich einen Ortswechsel, keine Absage! "Fakt ist doch, dass das Format in einer Kulisse stattfindet, die überall stehen könnte, und es ist auch ziemlich egal, wo lebende Insekten verspeist werden müssen. Ich finde es daher besonders geschmacklos, trotzdem in Australien zu drehen, wo Menschen zu Schaden kommen." 

4. FDP-Medienexperte Thomas Hacker findet, eine "gewisse Sensibilität" sei im Hinblick auf die Katastrophe zu erwarten, RTL solle seiner Meinung nach dieses Jahr aussetzen. 

 

"Das Dschungelcamp muss abgesagt werden"

Ex-"Dschungelcamp"-Gewinner Peer Kusmagk blickt mit gemischten Gefühlen auf den Start der Show. Er ist davon überzeugt, dass die Sendung stattfinden soll, wünscht sich aber:

Dass der Sender RTL Sensibilität beweist, hinsichtlich der Sachen, die zusammengeschnitten werden. Ich weiß, dass Raul Richter sich vorgenommen hat, über die Zustände in Australien zu reden. Wenn man das sendet, auch wenn es vielleicht nicht 100 Prozent Unterhaltungswert hat. Einfach, weil es wichtig ist, das auf so einer großen Bühne zu kommunizieren. Das würde mich am meisten freuen und dafür würde ich, wenn ich in Australien vor Ort wäre, kämpfen und mit den Produzenten reden,

so der TV-Star gegenüber "Bild". Schauspielerin Ingrid van Bergen fasst ihre Meinung deutlich zusammen:

Das Dschungelcamp muss abgesagt und verschoben werden! In Australien ist im Moment die Hölle los.

Damit steht die ehemalige Dschungelcamperin nicht alleine da. Viele weitere Stars wie Carsten Spengemann, Peter Bond und sogar die Dschungel-Kandidaten Elena Miras und Raul Richten haben sich inzwischen kritisch dazu geäußert ... doch was plant RTL?  


© Instagram/elena_miras

RTL reagiert exklusiv

Der Sender hält offiziell nach wie vor daran fest, wie geplant, am 10. Januar mit der Show an den Start zu gehen!

Im exklusiven "OKmag.de"-Interview heißt es:

Wir verfolgen die dramatische Situation in Australien genau. Das Areal, auf dem das Dschungelcamp in Australien liegt, ist von den Buschbränden nicht betroffen. Es ist auch nahezu ausgeschlossen, dass die Brände das Gebiet des Dschungelcamps erreichen können. Die Show wird ab dem 10. Januar daher wie geplant stattfinden können.

Weiter erklärt ein RTL-Sprecher:

In der Umgebung besteht keinerlei Gefahr. Die Brände sind hunderte Kilometer weit weg. Viele Kollegen, die hier für die Show arbeiten, kommen jedoch aus allen Teilen Australiens. Und für die, die von den Feuern direkt betroffen sind, ist es umso wichtiger, dass ihnen nicht auch noch ihre Jobs wegbrechen.

Der Sender hat also triftige Gründe, das "Dschungelcamp" zu senden! Doch der Druck auf RTL steigt von Tag zu Tag. Jetzt hat sich auch Sonja Zietlow geäußert.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Sonja Zietlow: "Unsere australischen Kollegen sind mehr als dankbar"

Sonja moderiert das Ekel-Format von Anfang an (2004) und sieht es wie ihr RTL-Kollege:

Unsere australischen Kollegen sind mehr als dankbar, ihren Job bei IBES nicht (auch noch) zu verlieren! Diese Arbeit sichert ihnen nicht nur im Januar gutes Einkommen. Hotels aber auch Privatvermieter bitten ihre Gäste NICHT zu stornieren, da gerade die Sommerzeit ihre Existenz sichert! Also kann ich nur sagen: Wer wirklich helfen möchte, der kann spenden (auch wenn es nur 5 oder 10€ sind) oder noch besser Urlaub in einer nicht oder nicht mehr gefährdeten Region zu machen und somit Geld hier zu lassen. Davon werden unter anderem die ganzen freiwilligen Feuerwehrleute unterstützt, denn die sind es, die tagtäglich ihr Leben riskieren,

erklärte Sonja Zietlow bei "Facebook".

"Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" läuft ab dem 10. Januar auf RTL und auf TVNOW.

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