"Tote Mädchen lügen nicht": Skandal um Selbstmord-Szene

"Die Szenen sind kaum zu ertragen, aber müssen unbedingt da sein"

Die "13 Reasons Why"-Fans gehen auf die Barrikaden! Am Ende der ersten Staffel schockten die Macher die Zuschauer vor zwei Jahren mit einer heftigen Suizid-Szene. Die Aufnahmen wurden kritisch beäugt, machten die Serie laut Zuschauern jedoch komplett. Jetzt wurde die Szene nachträglich entfernt!

"13 Reasons Why": Warum Hannahs Selbstmord nicht mehr zu sehen ist

"Tote Mädchen lügen nicht" (im Original "13 Reasons Why" war für viele Zuschauer nicht leicht zu verdauen. Die Serie erzählt die Leidensgeschichte von Hannah Baker. Bevor die Schülerin ihr Leben beendet, nimmt sie 13 Kassetten auf, auf denen sie detailliert berichtet, was und vor allem wer der Grund für ihren Selbstmord ist. In der allerletzten Folge setzt sich Hannah in eine Badewanne und schlitzt sich mit einer Rasierklinge die Pulsadern auf. Die Kamera hält bei den schrecklichen Szenen die ganze Zeit drauf.

Nach der Ausstrahlung wurde die Serie wegen der Suizid-Szene scharf kritisiert. Experten befürchteten, gerade junge Mädchen könnten sich Hannah zum Vorbild nehmen. Auch wenn die blutigen Aufnahmen für die Fans kaum zu ertragen waren, können sie die jüngste Netflix-Entscheidung nicht nachvollziehen: Die Verantwortlichen entfernten die krasse Szene. Die Begründung:

In Vorbereitung auf den Start der dritten Staffel im Spätsommer haben wir den fortlaufenden Diskurs über die Serie aufmerksam verfolgt. Auf den Rat unserer medizinischen Experten, unter ihnen Dr. Christine Moutier, Chief Medical Officer bei der American Foundation of Suicide Prevention, haben wir gemeinsam mit Serienschöpfer Brian Yorkey und den Produzenten entschieden, die Szene, in der sich Hannah das Leben nimmt, aus Staffel eins zu entfernen,

heißt es in einem Statement. Die Macher hätten ihr Ziel, auf das Thema Depression und Selbstmord aufmerksam zu machen, nach der ersten Staffel erreicht. Trotzdem können die Fans die Entscheidung nicht nachvollziehen.

 

 

"So schreckliche Dinge passieren auch im echten Leben“

Bei "Twitter" regen sich die Fans über die nachträgliche Bearbeitung auf. Warum die Verantwortlichen sich zwei Jahre nach der Erstausstrahlung dafür entschieden haben, geht vielen Usern nicht in den Kopf:

Ich kann das echt nicht verstehen. Die Geschichte verliert dadurch so viel,

Es ist echt blöd, dass anscheinend ein einziger Arzt entscheidet, die Szene rauszuschneiden. Ich meine, sowas passiert auch in der Realität!

Sie hätten nichts entfernen sollen. Die Zuschauer wussten vorher, worauf sie sich einlassen. Keiner wurde gezwungen, die Serie zu schauen und so schreckliche Dinge passieren nun mal auch im echten Leben.

 

 

Die Szenen sind kaum zu ertragen, aber müssen unbedingt da sein,

Es war gut, dass ‘13 Reasons Why‘ der Welt endlich mal die Realität gezeigt hat.

Die Szene löscht ihr, obwohl es in der zweiten Staffel noch krassere Szenen gab,

wettern die Zuschauer im Netz. Gerade die Tatsache, dass es in der zweiten Staffel wesentlich gewalttätiger zuging, macht die Fans stutzig. "Ihr schneidet die Selbstmord-Szene raus, aber nicht die Szene in der zweiten Staffel, in der Tyler mit einem Besen vergewaltigt wird? Die Aufnahmen haben mich mehr traumatisiert, als Hannahs Selbstmord es jemals gekonnt hätte", lautet nur ein kritischer Kommentar.

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