Selbstmord-Drama! 23-Jähriger imitierte offenbar „13 Reasons Why“

Franco Alonso Lazo Medrano nahm vor seinem Suizid Sprachnotizen auf

Es sind schockierende Nachrichten, die uns jetzt aus Peru erreichen: Bereits Anfang der Woche nahm sich Franco Alonso Lazo Medrano (✝23) vor den Augen seiner Mutter das Leben, als er sich aus seinem Apartment im vierten Stock stürzte. Als wäre diese Tatsache nicht schon tragisch genug, hinterließ der Südamerikaner zudem Sprachnotizen auf seinem Computer - offenbar ganz nach dem Vorbild der scharf kritisierten Netflix-Serie „13 Reasons Why“.

Aus Liebeskummer: 23-jähriger Peruaner nimmt sich das Leben

Auch wenn es noch keine offizielle Bestätigung gibt: Es sieht ganz danach aus, als hätte es den ersten Nachahmer der Serie „13 Reasons Why“ (in Deutschland "Tote Mädchen lügen nicht") gegeben. Wie der peruanische Nachrichtendienst „Diario Clarín“ jetzt berichtet, stürzte sich der erst 23-jährige Franco Alonso Lazo Medrano aus dem vierten Stock seiner Wohnung in den Tod. Seine Mutter musste die schreckliche Tat mit ansehen.

Zwar überlebte Franco den Sturz, er erlag jedoch wenig später seinen Verletzungen im Krankenhaus. Der Grund für den Suizid war vermutlich Liebeskummer, denn kurz bevor der junge Mann in die Tiefe sprang, schrie er laut: „Ich will mir nicht das Herz brechen lassen“.

Polizei findet Sprachnotizen auf dem Computer des Toten

Die Polizei fand in der Wohnung des Toten zwei Abschiedsbriefe, einer von ihnen richtete sich an eine gewisse Claudia, in die er offenbar unglücklich verliebt war. Der andere Brief lieferte Instruktionen für Personen, die nach seinem Tod Sprachnotizen erhalten sollten. Diese hatte er vor seinem Selbstmord auf seinem Computer aufgenommen. Offenbar handelt es sich bei den Empfängern um die Menschen, die Franco Alonso Lazo Medrano zu seiner Tat veranlasst haben.

Auch wenn noch nicht eindeutig geklärt werden konnte, ob sich der junge Peruaner tatsächlich von der Serie „13 Reasons Why“ hat inspirieren lassen, ist die Art und Weise, wie Franco seine Sprachnotizen hinterlassen hat, sehr ähnlich zu der Handlung des Netflix-Hits.

Heroisiert die Serie „13 Reasons Why“ Selbstmord-Handlungen?

Das Format, welches auf dem gleichnamigen Roman von Buchautor Jay Asher, 41, basiert, hatte schon in kürzester Zeit zahlreiche Kritiker aufschreien lassen. So äußerten unter anderem Psychologen, Schulen, Eltern und auch Promis auf der ganzen Welt ihre Bedenken. Die Frage, ob die Serie junge Menschen mit Suizid-Gedanken zu einer Tat motivieren könnte, stand lange im Raum.

Netflix reagiert auf die Kritik

Netflix reagierte schnell auf die Kritik und fügte zusätzliche Warnungen hinzu. In einem offiziellen Statement des Streaming-Dienstes hieß es:

Es gab eine gewaltige Menge an Diskussionen über unsere Serie ‚13 Reasons Why‘. Während viele unserer Nutzer die Serie als einen wertvollen Anstoß gesehen haben, um wichtige Diskussionen mit der eigenen Familie zu starten, gab es ebenso Bedenken von einigen Menschen, die das Gefühlt hatten, dass es zusätzliche Warnhinweise geben sollte. Als Weiterentwicklung werden wir eine zusätzliche Warnung zu Beginn der ersten Episode einblenden, als eine Extra-Vorsichtsmaßnahme, für diejenigen, die die Serie neu anfangen.

Diese Bemühungen waren offenbar bei Franco Alonso Lazo Medrano vergeblich.

Sind Sie selbst depressiv oder haben Sie Selbstmord-Gedanken? Dann kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.