Rapper, ihre Muskeln und der Fitnesswahn

Was steckt eigentlich dahinter?

Vor einigen Jahren zeichnete sich das erste Mal ein neuer Trend im deutschen Rap ab: Der Fitness-Wahn schlug um sich. Allen voran Rapper wie Kollegah und Farid Bang, die in ihren Texten über den Muskelsport rappten und das Bodybuilding sogar als eine der neuen Säulen des Hip-Hops deklarierten. 

Man debattierte und kritisierte. Allerdings scheinen viele zu vergessen, dass Rap und Muskeln schon immer nah beieinanderliegen und dass es dafür im Grunde auch recht simple Erklärungen oder zumindest nachvollziehbare Erklärungsversuche gibt. Hier widmen wir uns eben jenen Erklärungsversuchen, zudem gibt es einen Überblick über die deutschen Fitness-Rapper, ihre eigenen Sportprogramme sowie über die Steroid-Gerüchte, die über einige aus der Szene kursieren.

Der Fitnesswahn nimmt kein Ende

Die Körperorientierung im Rap ist eigentlich keine besondere Neuigkeit. Schon Melle Mel von Grandmaster Flash & the Furious Five galt als eine Art Fitness-Rapper, der noch zur Old School gehört. Er war einer der ersten, die als Mentor in der professionellen Fitnessszene auftauchten. Mittlerweile schießen hierzulande die vor Muskeln strotzenden Rapper nur so aus dem Boden. Bekanntester Urheber des neuen Bodybuilding-Raps in Deutschland ist Kollegah, der diese Ausrichtung nach wie vor lebt und mit der „Bosstransformation“ ein eigenes Fitnessprogramm anbietet. 

Ein voll austrainierter Körperbau in Kombination mit einem körperbezogenen Boss-Image erhebt körperliche Fitness und Muskeltraining zu einer wirklichen Maxime. Er hat Bodybuilding zwar nie zum Thema eines gesamten Albums gemacht, aber trotzdem eine Welle losgetreten, die sich im deutschen Hip-Hop mittlerweile fest verankert hat: Körperliche Fitness und ein muskelbepackter Körper zählen für einen Rapper mittlerweile geradezu als Statussymbol. Beispiele gibt es genug:

Farid Bang, der die Alben Jung, brutal, gutaussehend 1-3 zusammen mit Kollegah produziert hat und selbst einen muskelbepackten Body aufweist

Majoe, der den Bodybuilding-Rap mit Alben wie Breiter als der Türsteher 1-2 und Auge des Tigers stark lebt

Silla, der als „vermutlich stärkster Rapper Deutschlands“ mit Alben wie Audio Anabolika und Vom Alk zum Hulk von sich reden machte

Fler, ebenfalls mit einem gestählten Körper und einem eigenen Fitnessprogramm (Maskulin IP)

Massiv, der ebenfalls ein eigenes Fitnessprogramm aufgelegt hat (Prototyp-Programm)

Aktuell ist nach wie vor nicht anzunehmen, dass der Fitnesshype in der Rap- und Hip-Hop-Szene bald enden wird. Vor allem, weil sich dieser Trend in der gesamten Gesellschaft etabliert. Man darf gespannt sein, wie sich das Ganze weiterentwickelt und welchen Einfluss es generell noch auf die Musik haben wird.

Gründe für die Fitness-Fixierung im deutschen Rap

Die Gründe für den Fitnesswahn im Deutschen Rap lassen sich nicht mit absoluter Bestimmtheit festlegen, jedoch existieren verschiedene Erklärungsansätze:

Unterstützung der eigenen Realness

Echter Gangsta-Rap bringt natürlich entsprechende Texte rüber. Auch wenn die Ausprägungen und Punchlines variieren, ist eines der großen Themen Gewalt, Männlichkeit und Überlegenheit. Doch wer stets davon singt, sich im wahrsten Sinne des Wortes durchzuschlagen, muss dies auch durch seinen Look unterstützen. Einer Lauchgestalt mit Mini-Bizeps nimmt niemand ab, was in den Textzeilen typischen Gangsta-Raps postuliert wird. 

Da aber gerade Hip-Hop und Rap nicht nur eine pure Form der Kunst und Unterhaltung sind, sondern auch Erfahrungen und Lebensgefühl vermitteln sollen, ist die Realness oder Authentizität ein sehr wichtiges Kriterium. Durch einen entsprechenden Körperbau lässt sich das Image des männlichen „Kriegers“ wesentlich authentischer rüberbringen.

Deutscher Muskel-Rap als Abgrenzungsmaßnahme

Neben der „Realness“ in der eigenen Community geht es darüber hinaus beim Muskel-Rap auch um die Abgrenzung nach außen. In der heutigen Gesellschaft hat Fitness oftmals eine softe Ausprägung. Es geht oft um Ausdauertraining oder Yoga und somit um körperliche Aktivitäten, die zwar Gesundheit und allgemeine Fitness fördern, aber denen man nicht gerade das Attribut der Männlichkeit zuschreibt. Indem Muskel-Rapper stark auf Muskelaufbau und äußerst athletische Körper setzen, stellen sie den braven Fitness-Anhängern und Ernährungsoptimierern etwas entgegen. Dies sorgt für ein „wir“ (Die Rap-Community) und ein „die“ (der Rest der Gesellschaft). 

Zusätzlich lässt sich festhalten, dass der Fitness-Wahn mittlerweile auch kommerzielle Gründe hat. Nicht umsonst bieten mittlerweile einige namhafte Größen der deutschen Hip-Hop-Szene entsprechende Fitnessprogramme an, die sich angeblich als einträglich erwiesen haben.

Rapper und die Drogen: Wird auch im Sport nachgeholfen?

Dass Drogen im Bereich Gangsta-Rap lange Zeit irgendwie dazugehörten, ist keine Neuigkeit. Sowohl in den USA als auch in Deutschland gab es mehr als nur Gerüchte über bekannte Interpreten und ihre Drogenkarrieren. Doch wie sieht das Ganze eigentlich im Sportbereich aus? Helfen bekannte Deutsch-Rapper wie Fler, Farid Bang oder Kollegah mit Mittelchen nach, wenn es um den Muskelaufbau geht?

Das Testosteron-Thema im deutschen Rap

Ließe sich Gangsta-Rap in der aktuellen Ausprägung auf ein einziges Thema herunterbrechen, wäre dieses sicherlich Männlichkeit. Gerade Kollegah und Farid Bang schlagen stark in diese Kerbe und betonen nicht selten den Zusammenhang zwischen wachsendem Bizeps, tiefer Stimme und den weiteren wichtigen körperlichen Attributen als Mann. Natürlich ist dies bis zu einem gewissen Maße einfach Teil der Kunstform, aber trotzdem wird die Männlichkeit gerade bei Muskel-Rappern noch einmal auf eine besondere Stufe gestellt – der Körper als eigener Tempel.

Altmeister Melle Mel performt bei der Eröffnung des Brooklyn Bodybuilding & Fitness Grand Prix 2010. 

©YouTube: Altmeister Melle Mel performt bei der Eröffnung des Brooklyn Bodybuilding & Fitness Grand Prix 2010. 

Ist Testosteron spritzbare Männlichkeit?

Testosteron ist faktisch betrachtet das männliche Sexualhormon und damit an einer ganzen Reihe von Entwicklungen im menschlichen Körper beteiligt. Dabei sollte nicht außenvor gelassen werden, dass das Hormon auch für Frauen wichtig ist. Allerdings weisen Frauen in der Regel einen deutlich niedrigeren Testosteronspiegel auf als Männer. Es wird bei Männern vor allem in den Hoden und der Nebennierenrinde und bei Frauen in den Eierstöcken produziert. Doch was beeinflusst Testosteron bei der männlichen Entwicklung? Folgende Aspekte sind dabei wichtig:

• Testosteron beeinflusst tatsächlich das Wachstum von Muskeln 

• Es sorgt für die Geschlechtsbestimmung 

• Es bildet das männliche Geschlechtsorgan vor der Geburt aus

• Testosteron hat einen Einfluss auf das Längenwachstum eines Menschen

• Auch der Haarwuchs wird beeinflusst

• Zudem sorgt Testosteron für eine tiefere Stimmlage

• Das Hormon beeinflusst das Sozialverhalten 

Da Testosteron das Muskelwachstum also tatsächlich deutlich effektiver macht, stellt es eine beliebte Substanz dar, um schnell Muskeln aufzubauen, die auch über das natürliche Maß hinausgehen kann. Doch leider wird dies mit einer ganzen Reihe von Nachteilen erkauft:

• Dauerhafte Schädigung der natürlichen Testosteronproduktion

• Vergrößerte Talgdrüsen der Haut (auch im Gesicht)

• Schädigungen des Herzmuskels

• Erhöhung des Risikos für leber- und Nierentumoren

• Erhöhte Cholesterinwerte

• Abnahme des Hodenvolumens

Diese Aufzählung ist nicht abschließend und soll leidglich exemplarisch aufzeigen, was Doping mit anabolen Steroiden und Testosteron für Auswirkungen haben kann. Hierbei bleibt festzuhalten, dass solche Auswirkungen nur dann zu erwarten sind, wenn per Spritze oder Tablette nachgeholfen wird. Dabei lässt sich der Testosteronspiegel auch ganz natürlich bis zu einem gewissen Maß steigern, ohne dabei zu übertreiben.


©Fotolia, antondotsenko: Nicht nur Testosteron wird oft genutzt, um schneller zum muskelbepackten Körper zu kommen. 

Nutzen Rapper Steroide?

Das Thema anabole Steroide ist der deutschen Gangsta-Rap Szene seit vielen Jahren sehr präsent. Es gibt immer wieder Anschuldigungen und Dementis, aber auch Geständnisse. Hier ein Überblick der brisantesten Nachrichten in diesem Zusammenhang:

• Angeblich hat bereits im Jahr 2013 der Rapper Massiv zugegeben, Anabolika ausprobiert zu haben.

• Fler gab 2015 zu, mit Testosteron und Wachstumshormonen über ein Jahr lang trainiert zu haben. Allerdings soll das Ganze unter Aufsicht eines Sportmediziners passiert sein. 

Besonders brisant:

Fler hat in diesem Zusammenhang auch behauptet, dass Rapper wie Kollegah, Farid Bang und auch Majoe ebenfalls Steroide nehmen. Alle drei bestreiten dies jedoch mehr oder weniger vehement. 

Mit den zwei obigen Beichten zeigt sich jedoch: Auch im deutschen Muskel-Rap ist das Thema Doping und Steroide kein Fremdwort. Dabei sollte festgehalten werden, dass Doping (außerhalb von Sportveranstaltungen) nicht illegal ist, sondern eigentlich Privatsache. 

Ist der Körperkult einfach ein Teil der Rapkultur?

Der Körperkult spielt vor allem im Gangsta-Rap eine sehr wichtige Rolle. Hier ist Maskulinität ein entscheidendes Merkmal, was sich natürlich auch in den Texten widerspiegelt. Es geht darum, sich mit anderen zu messen, sein eigene Selbstvertrauen zu demonstrieren und auch die eigene Potenz lautstark kundzutun. All dies wirkt unglaubwürdig ohne die richtigen körperlichen Voraussetzungen. Somit lässt sich der Körperkult tatsächlich als Teil der Rapkultur verstehen. 

Rapper und ihre eigenen Fitnessprogramme

Mittlerweile haben einige Muskel-Rapper erkannt, dass es sich lohnen kann, die eigenen Erfolge beim Muskelaufbau an die Fans weiterzugeben. Viele Fans möchten ihren Vorbildern nacheifern – eine optimale Möglichkeit, eigene Fitnessprogramme zu vermarkten. Im Folgenden nehmen wir beispielhaft einige der Programme etwas genauer unter die Lupe:

Kollegah – die Bosstransformation

Kollegah ist für seinen muskulösen Body in Verbindung mit seiner Musik berühmt geworden. Mit der Bosstransformation hat er ein Trainings- und Ernährungsprogramm auf den Weg gebracht, mit dem es jedem gelingen soll, einen Körperfettanteil zu senken und zusätzlich etwas Muskelmasse aufzubauen. Testimonials wie Majoe oder Farid Bang bestätigen auf der Webseite in Video-Clips den Erfolg, den sie mit dem Trainingsprogramm haben. Doch was steckt eigentlich dahinter? 

Konzept der „Bosstransformation“ 

Das Trainingskonzept von zwölf Wochen ist in drei verschiedene Phasen eingeteilt, in denen jeweils unterschiedliche Zwischenziele verfolgt werden:

• Phase 1: Stoffwechselumstellung und Grundlage schaffen

Das Training ist in dieser Phase auf maximalen Kraft- und Konditionsaufbau ausgelegt. In Videos werden die einzelnen Übungen erklärt, um Muskelmasse aufzubauen. Zusätzlich soll durch die spezielle Art von Training der Stoffwechsel angeregt werden, um möglichst viele Wachstumshormone und Testosteron auszuschütten. In punkto Ernährung geht in dieser Phase hauptsächlich um Low-Carb-Konzepte. Das Ganze ist so aufgebaut, dass die Kohlenhydratzufuhr extrem zurückgefahren, um den Fettabbau zu fördern. Zusätzlich nimmt man mehr Protein und gesunde Fette zu sich, um trotzdem Muskelmasse aufbauen zu können.

• Phase 2: Masseaufbau

Die zweite Phase steht ganz im Zeichen des Aufbaus von Muskelmasse. Durch ein Hyperthrophie-Training soll der Muskelaufbau extrem forciert werden – die Intensität ist zudem laut Webseite als sehr hoch einzustufen. Die Ernährung wird von Low Carb auf Low Fat umgestellt, um die nötige Power für den Masseaufbau zu haben. Trotzdem verbleibt der Körper noch eine Zeit lang im Fettstoffwechsel von Phase 1. 

• Phase 3: Feinschliff

In dieser Phase geht um Definition der Muskeln. Sehr intensive Trainingseinheiten formen die Poser-Muskeln am Bauch (Sixpack) und der Brust extrem. Die Ernährung wird so gestaltet, dass die Kalorien nicht zu stark reduziert sind, um nicht „weich und schwammig“ zu wirken.

Inhalt und Konditionen der Bosstranformation

Das Programm enthält 96 Videos sowie Trainings- und Ernährungspläne für die nächsten zwei Jahre. Zusätzlich sind folgende Features enthalten:

• Persönliche Anleitungsvideos von Kollegah

• Rezepte und Ernährungspläne inklusive Einkaufslisten

• Support während der Kursdauer

• zwölf Monate Mitgliedschaft


©Fotolia, Parilov: In verschiedenen Trainingsphasen sollen Schritt für Schritt mehr Muskeln aufgebaut werden. 

Massiv – das Prototyp-Programm 

Auch das Prototypprogramm ist darauf ausgelegt, Muskelmasse aufzubauen und Körperfett zu reduzieren. Dabei wird ein sehr großer Fokus auf die Ernährung gelegt, denn die Rezeptdatenbank ist umfangreich und zudem auch auf Personen ausgelegt, die wenig Zeit haben, sich ein Essen zuzubereiten.

Konzept des Prototypprogramms

Das Konzept wird auf der Webseite nicht in Gänze vom Ablauf her beschrieben. Es ist über zwölf Wochen aufgebaut, in denen für jede Woche ein Trainingsplan existiert, der auch die einzelnen Ziele genau beschreibt. Diese dienen dabei entweder Kraftaufbau, Muskelmasse-Aufbau, Kraft-Ausdauer oder Definition. Die ausführlichen Ernährungspläne flankieren das Training und sind dabei auf jeden Geschmack anpassbar.

Inhalt und Konditionen des Prototypprogramms

Das Programm enthält laut Angaben auf der Webseite über 50 Videos sowie Trainings- und Ernährungspläne für den gesamten Zeitraum. Im Detail können sich Nutzer auf folgende Dinge freuen:

• Persönliche Tipps von Massiv, die sich vor allem auf den mentalen Bereich beziehen und dem Nutzer helfen, auch schwierige Zeiten zu überstehen

• Zahlreiche Rezepte, die eine ausreichende Nährstoffzufuhr bedacht sind und dem jeweiligen Trainingsziel entgegenkommen

• Die Rezepte sind so ausgewählt, dass jeder Ernährungstyp dabei abgedeckt wird

Das Prototyppaket von Massiv kostete lange Zeit 199 Euro, wird mittlerweile jedoch für 99 Euro angeboten.

Fler – Maskulin IP

Das Maskulin IP von Fler wird auf der Webseite schon zu Beginn nicht als Programm, sondern als System beschrieben. Dafür spricht die zeitliche Auslegung, denn Maskulin IP dauert nicht nur zwölf Wochen, sondern ganze sechs Monate. Auch wenn es keine Testimonial-Videos gibt, enthält die Webseite ein großes Angebot an Informationen.

Konzept des Maskulin IP Systems

Das System hat einen ähnlichen Ansatz wie die vorigen Programme, denn es geht darum, einen muskulösen Körper zu bekommen und dabei zudem möglichst viel Körperfett abzubauen. Auch hier werden drei Phasen erwähnt:

• Phase 1: Prepare Für Maskulin (fünf Wochen)

In dieser Phase geht es um die Grundlagen und den Aufbau des eigenen Leistungsniveaus. Ernährung und Training werden so umgestellt, dass sich der Nutzer auf die harte zweite Trainingsphase vorbereiten kann.

• Phase 2: Muskelaufbau (elf Wochen)

Hier wird das ganze Training sowie die Ernährung auf den Muskelaufbau konzentriert. Die Trainingsvideos zeigen Fler, der die Übungen ausführt und erklärt, wie das Training funktioniert. Neben der Unterstützung durch eine passgenaue Ernährung werden auch Vorschläge für passende Supplements gemacht, um den Trainingserfolg zu steigern.

• Phase 3: Definition (acht Wochen)

In der letzten Phase geht es darum, die aufgebauten Muskeln zu definieren, um den gewünschten Body zu bekommen. Auch in diesem Zeitabschnitt wird der Nutzer durch passende Ernährungspläne unterstützt.

Inhalt und Konditionen des Maskulin IP Systems

Das Trainingssystem besteht aus zahlreichen Videos, die sich sowohl dem Training selbst als auch der Ernährung und der Motivation widmen. Zusätzlich wird das Ganze laut Aussagen auf der Webseite über eine intelligente Software gesteuert, die sich den Trainingserfolgen des Nutzers anpasst und somit maßgeschneiderte Trainingspläne ausspuckt. Angeblich muss man für den Trainingserfolg nicht zwingend das Fitnessstudio aufsuchen, sondern das System bietet auch passende Übungen für zu Hause. 

Preislich liegt das Maskulin IP System bei einmalig 299 Euro und damit auf einem etwas höheren Niveau als die vorherigen Angebote. 

©YouTube: Majoe rappt mit Kollegah und Farid Bang über seinen Körperbau – Breiter als der Türsteher.  

Silla – Brust & Bizeps

Silla hat zusammen mit dem YouTuber und Berliner Fitnesstrainer Julian Zietlow im Jahr 2015 das Programm „Brust und Bizeps“ herausgebracht. Dieses wies eine veranschlagte Laufzeit von zehn Wochen auf und sollte durch Trainings- und Ernährungspläne sowie mit Nahrungsergänzungsmitteln dafür sorgen, dass interessierte Nutzer innerhalb der Dauer zum echten Poser-Body kommen. In den Videos haben Julian Zietlow und natürlich Silla erklärt, wie sich die Übungen fehlerfrei umsetzen lassen und wie man sich für die harte Trainingszeit entsprechend motivieren kann. Das Ganze kostete je nach Angebotszeit 179 oder 199 Euro. 

Da die Webseite des Programms „Brust & Bizeps“ jedoch anscheinend nicht mehr betreut wird, lässt sich Genaueres nicht sagen. Aktuell ist davon auszugehen, dass „Brust & Bizeps“ eingestellt wurde und somit nicht mehr verfügbar ist.

Die Programme des Who is Who der deutschen Rap-Szene ähneln sich alle und sind darauf ausgelegt, innerhalb relativ kurzer Zeit eine große Menge an Muskelmasse aufzubauen, die es danach zu definieren gilt. Zusätzlich werden alle Kurse durch entsprechende Ernährungspläne unterstützt. Welches Programm für wen geeignet ist, hängt sicherlich auch stark vom eigenen Geschmack ab.

Wenn sich alles nur noch um ein Thema dreht

Der Fitnesswahn im deutschen Rap mag seinen Höhepunkt eventuell schon überschritten haben. Fest steht jedoch, dass gerade im Bereich Gangsta-Rap ein Muskelbody heute fast schon Pflicht ist. Das Thema ist sowohl bei den Rapstars als auch bei den Fans nach wie vor in Aller Munde und wird durchaus kontrovers gesehen. Dies zeigt auch das rege Interesse an den Fitnessprogrammen, die Kollegah, Fler und Co. anbieten. Es bleibt abzuwarten, was uns diesbezüglich noch erwartet.