Ganz normales Gehen verbraucht etliche Kalorien. Und du läufst dabei auch noch Demenz, Stress und Diabetes locker davon. Hier erfährst du, warum du ab sofort auf den Gesund-Spaziergang setzen solltest.
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Laut Studie: Spazierengehen schützt für schweren Krankheiten
Kurze Frage vorab: Wie lange warst du heute schon zu Fuß unterwegs? Forschungen zeigen, dass du mit nur einer halben Stunde Bewegung am Tag dein Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko um bis zu 30 Prozent senken kannst. Das sind je nach Schrittlänge nur etwa 1,5 Kilometer oder 2.400 Schritte. Und eine Analyse von 17 Studien belegt: Je mehr Schritte wir gehen, desto mehr sinkt das Risiko für schwere Krankheiten. Jeder noch so kurze Fußweg macht uns also gesünder, fitter und jünger. Hast du da nicht sofort Lust auf einen Gesund-Spaziergang?
Besonders anstrengend ist diese Art der Bewegung auch nicht. Anders als zum Beispiel Ausdauertraining gehört Spazierengehen zu den Aktivitäten, die nicht als Sportart zählen – aber dennoch den Kalorienverbrauch in die Höhe treiben. Ein Beispiel: Eine 65 Kilo schwere Frau verbraucht während eines gemächlichen Spaziergangs in 30 Minuten rund 110 Kalorien. Auf einen Monat hochgerechnet ist es ein halbes Kilo reines Körperfett, das da einfach mal wegspaziert wird. Auch das hilft, Krankheiten zu vermeiden – etwa Diabetes.
Gehen ist gut für den Geist
Ebenso ist Gehen gut fürs Oberstübchen: Laut den Ergebnissen einer dänischen Universität reduziert sich bei einem zügigen Spaziergang von täglich 30 Minuten (mit mindestens 110 Schritten pro Minute) das Demenzrisiko um bis zu 60 Prozent. Wie positiv sich ein Fußmarsch insgesamt auf unseren Körper auswirkt, liest du unten im Infokasten.
Ein weiterer Vorteil: Im Gehen kann man zur Ruhe kommen, auf andere Gedanken kommen – ideal für nervöse Menschen. Dazu solltest du bewusst deine Schritte und deine Atmung in Gleichklang bringen. Versuche, mit jedem Tritt den Boden zu spüren – bis dein Sorgenkarussell stoppt. Oder setze den Fokus auf die Atmung, wie beim "Breath-Walk" (engl. für Atem-Spaziergang). Diese Technik hat einen wunderbar belebenden und ausgleichenden Effekt. Einfacher können wir kaum etwas für unsere Gesundheit tun!
So geht der Breath-Walk
Wir atmen im Alltag oft zu flach, bekommen dadurch zu wenig Sauerstoff, sodass die Konzentration leidet oder Muskeln sich verhärten. Beim Breath-Walk (engl. für Atem-Spaziergang) vertieft sich der Atem, regeneriert und vitalisiert den Körper. Lust, es auszuprobieren? Dann raus in die Natur. 15 Minuten genügen fürs Erste.
AKTIVIEREN: Zunächst aufrecht hinstellen, Augen schließen, tief ein- und ausatmen. Beim Einatmen die Arme ausgestreckt nach oben, beim Ausatmen die Arme nach unten bewegen – einige Male wiederholen.
LOSGEHEN: Fange langsam an. Nimm dir einige Minuten Zeit, um eine angenehme Schrittgeschwindigkeit zu finden. Spüre bewusst in deinen Körper.
MIT ATMUNG KOMBINIEREN: Etwa 30 Sekunden lang bei einem Schritt durch die Nase ein- und beim nächsten Schritt durch den Mund ausatmen. Jetzt wechseln, und dieses Mal eine halbe Minute durch den Mund ein- und durch die Nase ausatmen. Das Ganze je dreimal. Danach für fünf Minuten normal weiteratmen und die Übung von Neuem beginnen. Insgesamt drei Durchgänge.
ABSCHLIESSEN: Und zwar mit Dehnübungen. Dazu hüftbreit stehen, tief in den Bauch einatmen und beide Arme über den Kopf ausstrecken. Zieh nun den Oberkörper samt Armen erst weit zur linken Seite – dabei ausatmen. Wieder einatmen und zur rechten Seite beugen, ausatmen. Zehnmal.
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Breathwalk(R) Schritt für Schritt. Praxisbuch Yoga-Walking
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