Welche Schmerzmittel helfen am besten?

Aspirin, Ibuprofen, Paracetamol & Co.: Die Substanzen sind keineswegs identisch

Der Kopf pocht, das Fieber steigt, die Muskeln brennen: Bei solchen Beschwerden greifen die meisten von uns automatisch zur Schmerztablette. Doch wie wirken die Pillen und wogegen? OK! klärt auf.

Aspirin, Ibuprofen, Paracetamol ... Vielleicht liegt es an der gemeinsamen Rezeptfreiheit, dass diese Präparate von vielen Patienten als mehr oder weniger ähnlich angesehen werden. Oft entscheiden die persönlichen Erfahrungen und Vorlieben, zu welchem Mittel man greift. Dabei sind die Substanzen keineswegs identisch!

Was sind Schmerzmittel?

Die Tabletten sind dafür zustänig, die Bildung von Schmerzbotenstoffen zu verhindern, damit diese kein Signal im Gehirn auslösen – so wird der Körper quasi ausgetrickst. Beheben kann ein solches Mittel die Ursache aber nicht. Wer die Medikamente über einen längeren Zeitraum schluckt, sollte dies immer in Absprache mit einem Arzt oder Apotheker tun. Für die Einnahme gilt: so kurz wie möglich und so wenig wie nötig. Denn: Je nach Arznei können bei einer Überdosis heftige Nebenwirkungen auftreten. Paracetamol zum Beispiel kann bei Missbrauch zu schweren Schädigungen der Leber führen – bis hin zum Leberversagen. Ibuprofen dagegen kann die Magenschleimhaut reizen und Blutungen auslösen!

Wie oft darf ich Schmerzmittel nehmen?

Das kommt immer auf das Schmerzmittel, die körperliche Konstitution und auf die Stärke der Erkrankung an. Vor der Einnahme also immer den Beipackzettel lesen und gegebenenfalls mit dem behandelnden Arzt absprechen. Die maximale Tageshöchstdosis an Paracetamol für Erwachsene liegt bei acht Tabletten à 500 mg, also insgesamt höchstens 4000 mg. Bei Aspirin gilt: Erwachsene können eine bis zwei Tabletten als Einzeldosis einnehmen (0,5 bis ein Gramm) und bei Bedarf am Tag bis zu sechs Tabletten (drei Gramm) in einem Abstand von jeweils mindestens vier Stunden. Bei Ibuprofen gilt es zu beachten, dass die Arznei – je nach Dosierung – gegen verschiedene Beschwerden wirkt. Geringere Mengen zwischen 200 und 800 mg wirken bei erwachsenen Patienten fiebersenkend und schmerzlindernd. Die entzündungshemmende Wirkung tritt meist erst bei deutlich höheren Dosierungen wie etwa 2400 mg pro Tag ein.

Welches Medikament bei welchem Leiden?

Die Acetylsalicylsäure (Aspirin) ist die Kopfschmerztablette Nummer eins. Wegen ihrer fiebersenkenden Wirkung hilft sie auch bei Erkältungsbeschwerden. Da ASS die Blutgerinnung stark beeinträchtigt, ist es bei Regelschmerzen jedoch nicht zu empfehlen. Ibuprofen kommt aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften bei Schmerzen im Bereich der Muskeln, Knochen und Gelenke zum Einsatz. Im Gegensatz dazu hat Paracetamol keinen entzündungshemmenden Effekt. Es hilft dagegen bei Zahnschmerzen, Regelschmerzen und Kopfschmerzen und ist grundsätzlich für den Magen leichter verträglich.

Was ist die sogenannte Bioverfügbarkeit?

Darunter versteht man, wie schnell und in welcher Menge der Wirkstoff den Schmerzort erreicht – hierbei unterscheidet man, welche Form von Schmerzmittel man einnimmt. Flüssige Mittel wirken schneller (20 Minuten) als beispielsweise eine Tablette mit magensaftresistentem Überzug (die wirkt oft erst nach einer Stunde, weil sie sich im Dünndarm auflöst). Hier ist also Geduld gefragt, bevor man panisch nachdosiert.

Diclofenac

Vor allem Sportler sollten die Schmerzsalbe für Gelenke und Sportverletzungen kennen: Tabletten mit 25 Milligramm sind frei verkäuflich, höhere Dosierungen gibt es nur auf Rezept. Dabei entsprechen die 25 Milligramm einer Ibuprofen 400. Im Gegensatz zu den anderen Schmerzmitteln wirkt es mit bis zu 20 Stunden enorm lang.

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