Louwen Diät soll die Geburt erleichtern

Louwen Diät: Diese Ernährung soll die Geburt erleichtern

Die Vorfreude auf das Baby ist riesig, aber beim Gedanken an die Geburt brichst du vermutlich eher weniger in Begeisterung aus. Mit der sogenannten Louwen Diät soll die Entbindung allerdings erleichtert werden. Wie das gehen soll, erfährst du hier. 

© Pexels/Matilda Wormwood
Die Louwen Diät ist vor allem für Schwangere gedacht. 
  • Mit der Louwen Diät kannst du die Geburt erleichtern 
  • Bei dieser Ernährungsumstellung wird auf Zucker weitgehend verzicht 
  • Das soll unter anderem die Geburt beschleunigen und für wenige Schmerzen sorgen

Was ist die Louwen Diät? 

Die Louwen Diät wurde nach Prof. Dr. Frank Louwen, Arzt und Leiter des selbstständigen Funktionsbereichs Geburtshilfe und Pränatal Medizin der Uni Frankfurt, benannt und wird Schwangeren in den letzten 6 bis 8 Wochen der Schwangerschaft empfohlen. Demnach sollen die werdenden Mütter zwischen der 32. und 34. SSW auf bestimmte Kohlenhydrate und Zucker verzichten. Genau genommen, handelt es sich auch um keine klassische Diät, sondern vielmehr eine Ernährungsumstellung. 

Wie funktioniert die Louwen Diät? 

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei der Louwen Diät um keinen klassischen Abnehm-Trend, sondern viel mehr eine Ernährungsumstellung, die vom Glyx-Prinzip inspiriert ist. Bei dieser Ernährung verzichtet man nach dem glykämischen Index auf Lebensmittel, die den Insulinspiegel stark ansteigen lassen.

Demnach lassen bestimmte Lebensmittel wie Zucker und kohlenhydratreiche Lebensmittel den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen und führen so zu einer verstärkten Insulinausschüttung. Erfolgt dies auf Dauer, besteht die Gefahr, Übergewicht zu bekommen und im schlimmsten Falle sogar an Diabetes Typ 2 zu erkranken. 

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So wirkt sich die Louwen Diät auf die Geburt aus

Die Louwen Diät bringt viele Vorteile für Schwangere und soll sogar die Geburt erleichtern. Was genau die Ernährungsumstellung in der Schwangerschaft bewirken soll, zeigt die Übersicht:

  • rechtzeitige Geburt zum Entbindungstermin
  • leichtere Geburt 
  • schnellere Geburt 
  • weniger Schmerzen 

Wie das funktionieren soll? In den Wochen vor der Geburt produziert der Körper verstärkt das Hormon namens Prostaglandin. Das ist unter anderem an Entzündungs- und Schmerzreaktion beteiligt und spielt auch eine wichtige Rolle beim Auslösen der Wehen. 

Sobald sich das Prostaglandin an die Rezeptoren im Gewebe des Gebärmutterhalses festgesetzt hat, wird der Muttermund weicher und kann besser reifen – vorausgesetzt, es kommt kein Insulin in die Quere. Denn das hat die gleichen Rezeptoren wie Prostaglandin. Isst du also zu viele zucker- und kohlenhydratreiche Lebensmittel, kann es passieren, dass Insulin die Rezeptoren besetzt und das Schmerzhormon sich nicht mehr andocken kann. Die Folge: Der natürliche Geburtsvorgang kann sich verzögern und die Schmerzen können stärker ausfallen.

Louwen Diät: Lebensmittel-Tabelle 

Nun fragst du dich sicher, welche Lebensmittel du im Rahmen der Louwen Diät zu dir nehmen kannst? Hier findest du eine kleine Übersicht an Nahrungsmitteln, die dich optimal auf die Geburt vorbereiten. Hier eine Übersicht.

Diese Nahrungsmittel sind erlaubt:

  • Pseudo-Getreide wie: Buchweizen, Quinoa, Hafer, Roggen, Vollkorn 
  • Gemüse wie: Zucchini, Blattsalate, Aubergine, Brokkoli, Gurke, rohe Möhren, Tomaten, Paprika
  • Obst wie: Beeren, Kirschen, Pfirsiche, Äpfel, Orangen 
  • Sonstiges: Fleisch, Eier, Fisch, Milchprodukte, Tofu, Linsen, Nüsse, Samen, Kräuter  

Diese Nahrungsmittel sind tabu:

  • Getreide wie: Produkte aus Weißmehl, Reis, Süßigkeiten, Kuchen
  • Gemüse wie: Kartoffeln, gekochte Möhren, Mais, Erbsen, Kürbis 
  • Obst wie: Trockenobst, Ananas, Melone, Banane, Weintrauben

Der Dattel-Trick für eine bessere Geburt 

Hebammen haben noch einen weiteren Ernährungstipp vor der Geburt: Demnach sollst du vier Wochen vor der Geburt ca. 6 Datteln täglich naschen. Dieser Trick soll die Entbindung ebenfalls erleichtern. 

Hier die Vorteile im Überblick:

  • intakte Fruchtblase bei der Geburt 
  • verkürzte Latenzphase 
  • kürzere Austreibungsphase 
  • schnellere Nachgeburt 
  • weniger Gabe von wehenfördernden Hormonen 

Dass sich Datteln tatsächlich positiv auf die Geburt auswirken können, haben zwei Studien feststellen können. Demnach konnten sowohl die Latenzphase als auch Austreibungsphase sowie Nachgeburtsphase verkürzt werden. 

Verwendete Quellen: Familie, Hebammen-Blog

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