
Collien Fernandes: Deutliche Worte von ihrer Schwester
Identitätsdiebstahl, Körperverletzung, schwere Bedrohung, psychische Gewalt – diese Vorwürfe hat Collien Fernandes (44) gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) laut eines "Spiegel"-Berichts erhoben. Zahlreiche Stars zollen der Schauspielerin Solidarität. Ulmen selbst schweigt bislang zu den Anschuldigungen, für ihn gilt die Unschuldsvermutung. Dafür äußert sich nun auch die Schwester von Collien, die in ihrer Rolle als Psychotherapeutin einiges zu sagen hat. "Digitale Gewalt beginnt überall dort, wo digitale Technologien genutzt werden, um andere Menschen gezielt zu verletzen, zu kontrollieren oder einzuschüchtern", teilt Elaine Fernandes in einem schriftlichen Statement an RTL mit. Vor allem Frauen seien Opfer von digitaler Gewalt und die Folgen der Betroffenen seinen enorm, so Elaine.
"Die Anonymität macht die digitale Gewalt besonders belastend"
"Die Belastungen, die daraus entstehen, sind sehr vielfältig wie Angst, Stress, Schlafstörungen, Gefühle von Kontrollverlust und Ohnmacht, Rückzug aus sozialen Netzwerken oder der Öffentlichkeit und bei politischem Engagement, Selbstzweifel, Scham oder Schuldgefühle", zählt Elaine Fernandes die Folgen auf. Besonders belastend sei die Anonymität.
Die Anonymität macht die digitale Gewalt besonders belastend,
erklärt die Schwester von Collien Fernandes weiter. Viele Opfer fühlen sich besonders hilflos, da der Täter "unsichtbar" und nicht greifbar ist. Digitale Gewalt könne "jederzeit und überall" stattfinden. Für die Betroffenen gäbe es keinen "sichern Ort". Doch warum fällt es den Opfern so schwer, sich Hilfe zu holen? "Viele Betroffene sind eingeschüchtert durch die Täter und haben Angst vor einer zunehmenden Aggressivität der digitalen Gewalt", weiß die Schwester von Collien Fernandes. "Häufig spielen auch Scham und Selbstzweifel eine Rolle, beispielsweise, wenn Betroffene sich fragen, ob sie etwas falsch gemacht haben." Zudem hätten sie auch "mangelndes Vertrauen" in die Strafverfolgung. "Viele gehen davon aus, dass Anzeigen nichts bringen."
"Therapeutische Unterstützung suchen"
Deshalb rät Elaine Fernandes allen Opfern von digitaler Gewalt: "Alle Beweise zu sichern, wie zum Beispiel Screenshots einschließlich Datum, Username, URL zu machen und alle Nachrichten und Kommentare zu speichern. Auf vielen Plattformen können auch eine interne Meldefunktion genutzt oder Accounts blockiert werden." Neben der Anzeige sei es auch wichtig, sich jemanden anzuvertrauen. "Wichtig ist auch, Freunden und Familie miteinzubeziehen und sich gegebenenfalls auch therapeutische Unterstützung zu suchen", so Elaine.
Verwendete Quellen: RTL






