
Exklusiv-Interview: Kate Hudson über ihren neuen Film, die Liebe und Ruhm
In ihrem jüngsten Film "Song Sung Blue" schlüpft die Schauspielerin in die Rolle einer Sängerin, die nach einem Unfall ein Bein verliert. Im Interview verrät Kate Hudson (46), wie diese Geschichte sie nachhaltig berührt hat.
Man spürt die Chemie zwischen Ihnen und Hugh Jackman. Wann haben Sie gemerkt: Das funktioniert zwischen uns?
Das war tatsächlich bei unserem ersten gemeinsamen Song. Wir hatten uns gerade erst kennengelernt – und plötzlich saßen wir nebeneinander im Studio, haben gesungen und uns dabei in die Augen geschaut. Das war unglaublich intim. Ein Tonstudio verzeiht nichts. Jede Unsicherheit, jeder Atemzug wird hörbar. Und genau das macht es so verletzlich. Man muss bereit sein, Kontrolle abzugeben, sich zu zeigen – auch mit allem, was nicht perfekt ist. Genau das hat zwischen Hugh und mir sofort etwas geöffnet. Da war Vertrauen. Und wenn das da ist, entsteht etwas Echtes, etwas, das man nicht spielen kann.
In Ihrem Film geht es auch um dieses Wiederfinden der Liebe nach einem Bruch. Was bedeutet Liebe für Sie heute?
Liebe ist nicht immer leicht. Sie beginnt oft mit Unsicherheit, mit Angst, sich wieder zu öffnen. Aber genau darin liegt auch ihre Kraft. Was mich berührt, ist diese bewusste Entscheidung füreinander: zu bleiben, nicht wegzulaufen, nur, weil es schwierig wird. Und genau deshalb berühren mich Beziehungen, in denen Menschen füreinander kämpfen. Nicht perfekt. Nicht immer leicht. Aber ehrlich. Und mit ganzem Herzen. Das ist für mich eine sehr erwachsene Form von Liebe.
Hat diese Arbeit Ihren Blick auf das Leben oder auf Beziehungen verändert?
Ja, sehr. Vor allem im Gefühl von Verantwortung. Mir war bewusst, dass ich mich in etwas hineingebe, das ich selbst nie erlebt habe – und dem man mit großem Respekt begegnen muss. Ich habe viel gelernt – über Schmerz, über körperliche und seelische Grenzen, und darüber, was Menschen aushalten können, wenn sich ihr Leben plötzlich verändert.
Sie sind in einer sehr berühmten Familie aufgewachsen. War Ruhm jemals ein Ziel – oder eher etwas, das Sie gelernt haben, einzuordnen?
Ruhm war nie das Ziel, eher die Begleiterscheinung – und ehrlich gesagt oft sogar die Störung. In unserer Familie ging es immer darum, zusammen zu sein, normal zu leben. Wenn plötzlich Aufmerksamkeit oder Trubel entstand, war das nichts, was wir gesucht haben. Wir wussten nur, dass es dazugehört. Unser Familienmotto war immer: Mach deine Arbeit gut, hör nicht auf den Lärm und bleib verwurzelt.
Dieser Artikel von Rachel Kasuch erschien zuerst in der Printausgabe von OK!. Weitere spannende Star-News liest du in der aktuellen OK! – Jeden zweiten Mittwoch neu am Kiosk.






