Unglaubliche Wende im Rassismus-Eklat nach WM-Spiel: Paraguay-Politikerin fordert Entschuldigung von Kylian Mbappé

Frankreichs Einzug ins WM-Viertelfinale durch das Tor von Kapitän Kylian Mbappé wird von einem schweren Rassismus-Skandal überschattet. Nach dem paraguayischen WM-Aus ließ sich die Senatorin Celeste Amarilla de Boccia zu heftigen rassistischen Angriffen gegen den Weltstar hinreißen. Mbappé und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron reagierten umgehend mit einer klaren Ansage.

Kylian Mbappé beim WM-Spiel gegen Paraguay
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Rassistische Attacke auf Kylian Mbappé nach Frankreichs WM-Sieg gegen Paraguay

Während Frankreich noch immer vom WM-Titel 2026 träumen darf, ist der Traum für die paraguayische Nationalmannschaft geplatzt. Im Achtelfinale konnten sich die Franzosen dank des Elfmeter-Tors von Kapitän Kylian Mbappé (27) den Sieg und damit den Einzug ins Viertelfinale sichern. Während die französischen Fans jubelten, war die Enttäuschung bei den Paraguay-Fans riesig - und damit nicht genug: Die paraguayische Politikerin Celeste Amarilla de Boccialieß sich nach der Niederlage der Nationalmannschaft laut diverser Medienberichte zu einem rassistischen Angriff auf Mbappé hinreißen. So bezeichnete die Senatorin den Fußballer unter anderem als "Trottel","kolonisierter Kameruner" und als "neureich, arrogant und hässlich". 

Kylian Mbappé wehrt sich gegen Politikerin

Aber damit noch lange nicht genug. denn Celeste Amarilla de Boccia schrieb weiter: "Statt Muttermilch hat er Kokosnüsse ausgesaugt, und das Gebildetste, was er je gehört hat, waren Schimpansen." Ein heftiger und vor allem rassistischer Angriff auf den Fußballer, den auch er selbst nicht auf sich sitzen ließ. Er konterte im Netz, dass die Politikerin eine "verachtenswerte Frau", die "ihres Amtes unwürdig" sei. Der 27-Jährige stellte außerdem klar, dass er Menschen wie Amarilla de Boccia "niemals die Freiheit lassen" wird, "ihren Hass und ihren Rassismus in der Welt zu verbreiten." Im Detail schrieb er auf X:

Frau Celeste Amarilla, Sie sind eine verabscheuungswürdige Frau, die Ihrer Position unwürdig ist. Sie repräsentieren nicht Paraguay, ein Land, das während des gesamten Turniers Leidenschaft und Ehre ausstrahlte. Durch Ihre Rücksichtslosigkeit und Ihren unverhohlenen Rassismus hat die Welt die Leistung und den historischen Einsatz Ihrer Spielerinnen bei dieser Weltmeisterschaft bereits vergessen und sie durch eine inkompetente Frau ersetzt, die ein äußerst negatives Bild ihres Landes vermittelt. Ich werde niemals zulassen, dass Menschen wie Sie ihren Hass und Rassismus in der Welt verbreiten.

Rückendeckung bekam Mbappé auch vom französischen Fußballverband, der die Äußerungen der Senatorin als "verabscheuungswürdig und inakzeptabel", weshalb man nun sogar rechtliche Konsequenzen in Form einer Anzeige planen würde. Und sogar der französische Präsident Emmanuel Macron (48) sprang dem Fußballer zur Seite. Auf X schrieb er: "Ein weiteres Tor für Kylian Mbappé. Diesmal gegen Rassismus." Und selbst Paraguays Regierung distanzierte sich klar. In einem Statement des Außenministeriums heißt es, die Aussage von "spiegeln in keiner Weise die Haltung der Regierung der Republik Paraguay oder des paraguayischen Volkes wider". Die Äußerungen der Politikerin über Mbappé "stehen im Widerspruch zu den Werten und Prinzipien, die ein friedliches Zusammenleben und die Achtung der Menschenwürde fördern - Werte, für die sich unser Land einsetzt." 

Paraguay-Politikerin sieht sich als Opfer und fordert Entschuldigung 

Nach ihren verbalen Entgleisungen meldete sich Amarilla de Boccia nun per Brief zu Wort. Ihr Beschwichtigungsversuch: Die Angelegenheit betreffe nur sie und den Spieler, nicht die französische Nation. Ein wenig Reue schwang ebenfalls mit, da sie betonte, den Stürmer mit denselben Diskriminierungen konfrontiert zu haben, unter denen sie selbst als Latina leiden würde. Ein echter Friedensschluss ist das aber wohl eher nicht, denn: Im selben Atemzug forderte die Senatorin eine Entschuldigung von Mbappé, warf ihm verbale Gewalt gegen Frauen vor und drohte mit dem Anwalt:

Nun verlange ich, dass du deine Aussage ebenfalls zurückziehst und dich entschuldigst. (...) Ich werde weder deine Gewalt noch sonst etwas tolerieren. Du weißt nicht, wer ich bin, du hast keine Ahnung, wer ich bin, und du hast kein Recht zu sagen, dass ich eine verachtenswerte Frau bin, nicht würdig, die Position zu bekleiden, die ich innehabe.

Verwendete Quellen: X, Tagesspiegel, Dpa