Manuel Neuer teilt nach WM-Pleite bewegende Worte
Es war ein viel zu frühes und besonders bitteres Aus: Im Sechzehntelfinale der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft musste sich die deutsche Nationalmannschaft nach der Verlängerung einem Elfmeterschießen gegen den Underdog Paraguay geschlagen geben. Seither ist die Kritik am DFB-Team und an Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) enorm, Stars wie Oliver Pocher (48) oder Heidi Klum (52) fanden nach dem WM-Aus bereits deutliche Worte, viele Fußball-Fans fordern außerdem einen Trainerwechsel und wünschen sich Jürgen Klopp (59) an Nagelsmanns Position. Doch das frühe Ausscheiden aus dem Turnier besiegelt auch ein weiteres Aus - nämlich das von Manuel Neuer (40) in der Nationalmannschaft.
Der Torwart über sein DFB-Aus: "Ich bereue diesen Schritt keine Sekunde"
Schon kurz nach der WM-Pleite wurde der Torhüter von Journalisten gefragt, ob das Match gegen Paraguay sein letztes Länderspiel gewesen sei, was der 40-Jährige sichtlich geknickt bejahte. Und nun meldete sich Manuel Neuer via Instagram noch einmal zu dem Thema zu Wort und verabschiedete sich mit einem emotionalen Statement aus der National-Elf: "Es war mir immer eine Ehre!", schrieb der baldige Zweifach-Papa zunächst und fügte passenderweise eine kleine Deutschlandflagge hinzu. Weiter schrieb er: "Das frühe Ausscheiden bei der WM ist extrem ernüchternd. Wir sind klar hinter den Erwartungen zurückgeblieben und hätten in diesem Turnier weiter kommen müssen. Dieses Ende tut sehr weh."
Zu seiner Entscheidung, für die Weltmeisterschaft doch noch einmal in die Nationalmannschaft zurückzukehren, schrieb er: "Ich hatte mich ganz bewusst dafür entschieden, noch einmal für Deutschland zu spielen. Zum einen, weil es mich immer mit tiefem Stolz erfüllt hat, das Trikot der Nationalmannschaft zu tragen. Zum anderen, weil ich mit meinen 40 Jahren und den Erfahrungen aus 4 WM-Turnieren auch die jungen Spieler sowohl auf als auch neben dem Platz bestmöglich unterstützen und Fußball-Deutschland helfen wollte." Und:
Trotz des bitteren Endes bereue ich diesen Schritt keine Sekunde.
Abschließend betonte Neuer: "Meine Enttäuschung ist nicht zu beschreiben, dennoch bleibt große Dankbarkeit. Danke für eure Unterstützung über all die Jahre und bei diesem Turnier." Auch andere Spieler, wie beispielsweise Deniz Undav (29) äußerten sich nach der Paraguay-Klatsche im Netz. Der 29-Jährige schrieb: "Wir haben Deutschland enttäuscht. Das sitzt. Mehr gibt es gerade nicht zu sagen. Danke für diese Chance."
Verwendete Quellen: Instagram
Ja, das WM-Aus gegen Paraguay war eine absolute Enttäuschung und sportlich ein Desaster – darüber müssen wir nicht diskutieren. Aber wie die deutsche Presse und Teile der Fan-Community in den letzten Tagen über die Nationalmannschaft und Bundestrainer Julian Nagelsmann herfallen, ist einfach nur noch schmerzhaft mit anzusehen. Es ist eine Sache, Taktik und Leistung sachlich zu kritisieren, aber das, was hier gerade stattfindet, gleicht einer medialen Treibjagd. Prominente wie Heidi Klum oder Oliver Pocher teilen öffentlich krass aus, und im Netz wird jeder Funke Respekt über Bord geworfen. Wir vergessen in diesem Land viel zu schnell, dass dort Menschen auf dem Platz stehen, die alles gegeben haben und selbst am tiefsten am Boden zerstört sind – wie man an den Statements von Manuel Neuer oder Deniz Undav sieht. Dieses sofortige Zerfleischen der eigenen Mannschaft, sobald der Erfolg ausbleibt, ist beschämend. In guten Zeiten lassen wir uns als 'Turniermannschaft‘ feiern, in schlechten Zeiten jagen wir die Spieler mit der Mistgabel aus dem Stadion. Ein bisschen mehr Anstand und Empathie in der Niederlage würden uns als Sportnation verdammt gut zu Gesicht stehen.







