Nach Kandidaten-Tod -TV-Arzt in Dschungelshow bringt sich um

Erst starb bei 'Koh-Lanta' Gerald Babin, dann beging Dr. Thierry Costa Selbstmord

Die Dschungelsendung "Koh-Lanta" des französischen Senders TF1 endete für zwei Beteiligte in Kambodscha tödlich. Zuerst starb Mitspieler Gerald Babin (†25) an einem Herzinfarkt, danach beging sein Arzt Dr. Thierry Costa, 38, Selbstmord.

Es ist bereits die 16. Staffel der erfolgreichen Reality-Show „Koh Lanta“, die nun nicht nur in Frankreich für Schlagzeilen sorgt. Die Serien ähnelt dem bekannten Format „Survivor“ und dem "Dschungelcamp". Hier war bereits am ersten Drehtag der 25-Jährige an einem Herzstillstand gestorben - die Produktion wurde daraufhin eingestellt.

Etwa eine Woche nach der Tragödie jetzt der nächste Schock: Dr. Thierry Costa, der die Kandidaten der Show - ähnlich wie "Dr. Bob" im "Dschungelcamp" - medizinisch betreute, nahm sich das Leben.

Der 38-Jährige wurde tot in Kambodscha entdeckt, er hinterließ einen kurzen handschriftlichen Abschiedsbrief. Darin ist zu lesen: „In den letzten Tagen wurde mein Name in den Medien beschmutzt“. Er beschwerte sich über „unfaire Beschuldigungen“ gegen ihn, halte den Druck nicht mehr aus.

„Jeder schätzte seine große Professionalität im Umgang mit den Kandidaten und den Produktions-Mitarbeitern“, teilte die Produktionsfirma ALP mit.

Französische Behörden hatten vor Coastas Freitod eine Untersuchung eingeleitet, wollten wissen, ob fahrlässige Tötung vorlag.

Nach Angaben von ALP erlitt Babin nach dem ersten Spiel einen Krampfanfall. Costa unternahm Erste-Hilfe-Maßnahmen, dann wurde Babin ins Krankenhaus gebracht, wo er später starb. 

In der Berichterstattung der letzten Tage war immer wieder der Name des Mediziners genannt worden - etwas, mit dem er nicht mehr leben konnte und wollte.