Dietz-Werner Steck ist tot: Trauer um "Tatort"-Kommissar "Bienzle"

Von 1991 bis 2006 ermittelte der Zuschauerliebling für den SWR

Dietz-Werner Steck wurde als Bis 2006 ermittelte Dietz-Werner Steck (r.) an der Seite von Der Schauspieler verstarb bereits an Silvester, wie seine Ehefrau bestätigte.  Mit Hut und Mantel wurde Kommissar

Er galt als "schwäbischer Columbo": Dietz-Werner Steck (†80) wurde als Ermittler "Ernst Bienzle" zum Kult-Kommissar im "Tatort". Wie erst jetzt bekannt wurde, ist der beliebte Schauspieler an Silvester im Alter von 80 Jahren gestorben.

Paraderolle als "Tatort"-Kommissar Bienzle

Wir können alles - außer hochdeutsch: Das hätte auch das Motto von Dietz-Werner Steck sein können, der von 1991 bis 2006 in seiner Paraderolle als gemächlicher "Tatort"-Kommissar "Bienzle" die Herzen der Zuschauer eroberte. Seine Markenzeichen: Hut, Trenchcoat - und starker schwäbischer Akzent. Sein Ermittlungsstil in 25 Fällen: gucken, verstehen, verhaften. 

Ehefrau bestätigt Tod von Dietz-Werner Steck

Seinen Tod bestätigte Ehefrau Hanna Steck nun gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Zuvor hatten bereits die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten über den traurigen Todesfall berichtet. Die vergangenen zweieinhalb Jahre hatte der Schauspieler in einem Pflegeheim in Stuttgart-Birkach gelebt.

SWR-Intendant: "Er war ein Botschafter für den Südwesten und seine Eigenarten"

SWR-Intendant Peter Boudgoust zum Tod des Schauspielers:

Wir haben mit Dietz-Werner Steck einen großartigen Schauspieler und ein schwäbisches Original verloren. Als Tatort-Kommissar Ernst Bienzle hat er die Fernsehzuschauer im gesamten deutschsprachigen Raum begeistert. In 25 Bienzle-Folgen war Dietz-Werner Steck nicht nur ein Garant für spannende Unterhaltung, sondern auch ein Botschafter für den Südwesten und seine Eigenarten. Niemand konnte einen "Bruddler" besser spielen als er. Für den SWR stand er bis ins Alter vor der Kamera, zuletzt in "Die Kirche bleibt im Dorf".

Dietz-Werner Steck, geboren am 30. Juli 1936 in Waiblingen, absolvierte seine Schauspielausbildung von 1959 bis 1962 an der Staatlichen Hochschule in Stuttgart. Von 1962 bis 1996 war Steck Ensemblemitglied beim Württembergischen Staatstheater Stuttgart. Neben seinem Markenzeichen, dem "Bienzle", stand Steck in Fernsehfilmrollen wie "In Sachen Kaminski" oder in Serien wie "Laible und Frisch" oder "Ein Fall für B.A.R.Z." vor der Kamera.

Seine Heimat blieb jedoch immer das Theater, wo er mit Auftritten in den Titelrollen von der "Entaklemmer" oder Felix Hubys Stück "Grüß Gott, Herr Minischter" brillierte. 2002 ist Steck mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden.

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