Nina Bott spricht zum ersten Mal über ihre traurige Kindheit

Die ehemalige GZSZ-Darstellerin kämpft noch heute gegen schmerzhafte Erinnerungen

Nina Bott enthüllte erstmals, wie schwer ihre Kindheit war - aus gutem Grund! Heute ist die Schauspielerin glücklich mit Freund Benjamin Baarz, Sohn Lennox und der kleinen Luna.  Seit 2012 ist der ehemalige Soap-Star mit dem Unternehmensberater liiert. 

Nina Bott, 38, hatte eine schwierige Kindheit. Die ehemalige Soap-Darstellerin (GZSZ, Verbotene Liebe) wuchs mit einer depressiven, magersüchtigen und alkoholkranken Mutter auf und hat mit ihrem Schicksal noch heute zu kämpfen. In einem RTL-Interview sprach sie nun ganz offen über ihre frühen Jahre.

"Ich hab miterlebt, wie es ist, mit jemandem zu leben, der keine Lebensfreude hat"

Nina Bott ist inzwischen glückliche Mutter ihrer zwei Kinder Lennox, 12, und Luna, die im Dezember 2015 das Licht der Welt erblickte. Gemeinsam mit ihrem Freund Benjamin Baarz geht die Schauspielerin in ihrem Familienglück auf.
 
Ihre eigene Kindheit war allerdings von großer Angst und Unsicherheit geprägt, wie sie jetzt enthüllt. Ninas Mutter Gundi Bott (†51) litt an Depressionen und Magersucht und war alkoholkrank.
 
Ich glaube, ich war so 10, 11 Jahre alt, da hab ich gemerkt, dass meine Mutter phasenweise sehr unglücklich ist. Tatsächlich habe ich als Kind nie gedacht: 'Meine Mutter hat Depressionen.' Ich hab' miterlebt, wie es ist, mit jemandem zu leben, der keine Lebensfreude hat, dem die eigenen Kinder nicht reichen, um sich so am Schopf zu packen und einfach das Leben zu genießen,
zitiert "VIP.de" die 38-Jährige. 
 

Nina Bott musste früh erwachsen werden

Und schon in diesem jungen Alter musste Nina Bott Verantwortung übernehmen. Sie versuchte oft, die Situation zuhause zu entspannen, indem sie half, ihrem Vater die Probleme zu verheimlichen. Der TV-Star erinnert sich:
 
Wenn ich wusste, sie hat wieder getrunken, oder ich habe was gefunden, dann habe ich das weggekippt, damit das mein Vater nicht sieht, damit es nicht wieder Ärger gibt. Ich glaube, Kinder werden häufig unbewusst in so eine Situation gebracht. Das konnte sie sich vielleicht auch nicht verzeihen, was sie uns damit angetan hat. Sie hat ja auch gesehen, dass es nicht normal ist, dass man als Kind diese Verantwortung tragen muss.
 
Leider gab es kein Happy End in der Mutter-Tochter-Beziehung: Die Mutter verstarb an Ninas 27. Geburtstag im Alter von 51 Jahren. Seitdem fällt es der zweifachen Mama schwer, sich alte Familienfotos anzusehen, denn der Schmerz sitzt tief.
 
Allerdings hat Bott aus ihren Erfahrungen auch gelernt: Sie ist Schirmherrin der Online-Plattform "Selfapy", auf der sich Menschen mit Depressionen Hilfe suchen können, und spricht offen über ihre Erlebnisse, um das Stigma Depression endlich abzuschaffen.