Maddie McCann: Neuer Verdacht gegen ihre Eltern

Wurde die Entführung des kleinen Mädchens nur simuliert?

Seit 14 Jahren ist das Rätsel um die kleine Maddie McCann ungelöst. Nun geraten erneut ihre Eltern Kate, 53, und Gerry McCann, 52, in das Visier von Ex-Ermittlungschef Goncalo Amaral, 61 …

Amaral: "Ich habe keine Zweifel, dass eine Entführung nur simuliert wurde"

Ist Maddie McCann doch einem tragischen Unfall zum Opfer gefallen? Bereits 2007, kurz nach dem Verschwinden der damals Vierjährigen, war sich Goncalo Amaral, der ehemalige Kripochef in Portugal, bereits sicher, dass ausgerechnet Maddies Eltern Kate und Gerry etwas mit dem Vorfall zu tun haben müssen. Von Mai bis Oktober leitete er die Ermittlungen, bis er schließlich nach fünf Monaten von dem Fall abgezogen und aus dem Polizeidienst entlassen worden war.

Kurz danach veröffentlichte er im Juli 2008 das Buch "Maddie — Die Wahrheit über die Lüge", in dem er die Theorie aufstellt, dass Maddie bei einem Unfall starb und ihre Eltern versuchten diesen zu vertuschen, indem sie ihre Leiche verschwinden ließen.

Im Interview mit der "Bild" erhebt er nun erneut schwere Vorwürfe:

Ich habe bis heute keine Zweifel, dass eine Entführung nur simuliert wurde. Die Anzeichen dafür: ein Fenster, von dem niemand sicher sagen konnte, ob es offen oder geschlossen war. Man hat uns erzählt, dass der angebliche Entführer dort hinein- und hinausgeklettert ist. Es gab Fingerabdrücke der Mutter, die zeigten, dass sie das Fenster geöffnet hat. Es waren die einzigen, die gefunden wurden.

Darüber hinaus hätten sich Kate und Gerry mit ihrem Verhalten bei Amaral verdächtig gemacht: "Es wirkte fast so, als wäre nichts passiert. (…) Es war keine normale Reaktion."

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Neue Beweise gegen Christina B. machen Hoffnung

Staatsanwalt Christian Wolters geht hingegen davon aus, dass Maddies Eltern unschuldig sind. Sein Hauptverdächtiger ist nach wie vor der 44-jährige Christian B., der aktuell wegen eines anderen Verbrechens im Gefängnis sitzt. Seit 2013 steht B. in Verdacht etwas mit dem Verschwinden von Maddie zu tun zu haben, seit letztem Sommer gilt er als Hauptverdächtiger.

Mein Team hat neue Beweise gefunden, die zum Fall beitragen, den wir gegen unseren Hauptverdächtigen aufbauen. Ich kann nicht sagen, was es ist, aber es bestärkt unsere Arbeit. Wir bauen den Fall noch auf und werden irgendwann in der Zukunft die Details mit dem Verdächtigen und seinem Anwalt teilen,

offenbarte Wolters noch im Mai gegenüber der britischen Zeitung "The Sun".

Es handle sich dabei zum keine forensischen Beweise, sondern "Indizienbeweise, die alle zur Theorie beitragen, dass er der verantwortliche Mann ist." Es bleibt zu hoffen, dass der mysteriöse Fall Maddie nach fast 15 Jahren endlich gelöst und der wahre Täter gefasst wird.

 

Verwendete Quellen: Bild, Sun

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