Andrew Mountbatten-Windsor: Nach Festnahme - Ihm könnte lebenslange Haft drohen

Andrew Mountbatten-Windsor wurde vor wenigen Stunden festgenommen und befindet sich in Polizeigewahrsam. Dem Ex-Royal wird unter anderem Amtsmissbrauch vorgeworfen - ein Vergehen, dass in Großbritannien sogar mit lebenslanger Haft bestraft werden könnte. 

Andrew Mountbatten-Windsor wurde am 19. Februar verhaftet
Andrew Mountbatten-Windsor wurde wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch am 19. Februar verhaftet - ein schwerwiegendes Vergehen, das in Großbritannien offenbar mit lebenslanger Haft bestraft werden kann. © Getty Images

Andrew Mountbatten-Windsor: Im schlimmsten Fall droht ihm lebenslange Haft

Andrew Mountbatten-Windsor muss sich jetzt warm anziehen: Vor wenigen Stunden wurde der jüngste Sohn von Queen Elizabeth II. (†96) auf einem Anwesen in der britischen Grafschaft Norfolk von der Polizei verhaftet - und das ausgerechnet am Tag seines 66. Geburtstages. Wie die britische Polizei laut übereinstimmender Medienberichte erklärte, werde dem Bruder von König Charles III. (77) unter anderem Amtsmissbrauch vorgeworfen: "Im Rahmen der Ermittlungen haben wir heute (19.2.) einen Mann in den Sechzigern aus Norfolk wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen und führen Durchsuchungen an Adressen in Berkshire und Norfolk durch. Der Mann befindet sich derzeit weiterhin in Polizeigewahrsam." Obwohl die Behörden Andrews Namen bewusst nicht veröffentlichten, war schnell klar, dass es sich um den zweifachen Vater handelt. Und: Auch König Charles brach mittlerweile sein Schweigen und bestätigte die Schlagzeilen um seinen Bruder. Er betonte: "Ich habe mit großer Besorgnis die Nachrichten über Andrew Mountbatten-Windsor und den Verdacht auf Amtsmissbrauch zur Kenntnis genommen. Was nun folgt, ist ein umfassender, fairer und ordnungsgemäßer Prozess, in dessen Rahmen diese Angelegenheit von den zuständigen Behörden in angemessener Weise untersucht wird." Außerdem sprach er den Behörden - erneut - seine volle Unterstützung bei den Ermittlungen aus.

Für Andrew Mountbatten-Windsor könnte es nach der Festnahme aber besonders dick kommen, denn wie unter anderem "New York Times" unter Berufung auf "Britain’s Crown Prosecution Service", die offizielle Strafverfolgungsbehörde, berichtet, gilt Amtsmissbrauch in England und Wales als ein "schwerwiegendes Verbrechen", das in schweren Fällen sogar mit einer Höchststrafe von lebenslanger Haft bestraft werden könnte. Heißt: Sollten sich die Anschuldigungen gegen den 66-Jährigen erhärten, könnte er nie wieder frei kommen. 

Prüfung auf weitere Ermittlungen wegen Menschenhandels und sexuellem Missbrauchs

Und: Amtsmissbrauch könnte auch nicht das einzige Vergehen bleiben, für das sich Andrew verantworten muss. Der britische Premierminister Keir Starmer (63) betonte gegenüber BBC, dass derzeit auch weitere Ermittlungen geprüft würden - vor allem nach der Veröffentlichung der neueren Epstein-Akten. Der 63-Jährige betonte: "Jeder, der Informationen hat, sollte aussagen. Ob es nun Andrew ist oder jemand anderes, jeder, der über relevante Informationen verfügt, sollte sich an die zuständigen Stellen wenden. In diesem speziellen Fall geht es um Epstein, aber es gibt noch viele andere Fälle. Jeder, der Informationen zu irgendeinem Aspekt von Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat, hat meiner Meinung nach die Pflicht, sich zu melden, egal, wer er ist." Derzeit sollen insgesamt neun Polizeibehörden prüfen, ob sie Ermittlungen zu den Epstein-bezogenen Vorwürfen, darunter Menschenhandel und sexueller Missbrauch, gegen Andrew einleiten sollen.

Verwendete Quellen: Daily Mail, BBC, Buckingham Palast, New York Times