Prinz Harry: Klatsche Vor Gericht - Richter weist Klage ab
Bittere Zeiten für Prinz Harry (41): Der jüngere Bruder von Thronfolger Prinz William (44) muss eine Niederlage vor Gericht verkraften, am 7. Juli fällte der Richter das Urteil im Prozess gegen das britische Medienunternehmen Associated Newspapers Ltd. (ANL), zu dem die Nachrichtenportale "Daily Mail" und "The Mail on Sunday" gehören - und das fiel nicht zugunsten des Royal-Aussteigers aus: die Klage wurde abgewiesen. In Bezug auf Harrys Vorwurf, dem sich weitere Stars wie Elton John (79) oder Liz Hurley (61) wegen fragwürdiger Recherchemethoden angeschlossen hatten, erklärte der Richter: "Ich erkenne an, dass er den Artikel als übergriffig empfand und ernsthaft besorgt darüber war, wie Journalisten offenbar von privaten Informationen über seine Beziehungen wussten. Doch ein Verdacht – selbst ein verständlicher Verdacht – ist kein Beweis." Einige beanstandete Punkte hätten sich außerdem bereits vor 20 bis 30 Jahren zugetragen, außerdem hätten die Kläger die Vorwürfe nicht ausreichend beweisen können, weshalb die Forderungen vollständig zurückgewiesen würden.
Prozesskosten in Millionenhöhe
Für Prinz Harry könnte das Ganze weitreichende Konsequenzen haben - vor allem finanziell, denn laut "Guardian" könnte dem 41-jährigen Zweifachvater und den weiteren Klägerinnen und Klägern drohen, dass sie die Prozesskosten in Höhe von knapp 50 Millionen Pfund (ca. 58,5 Millionen Euro) selbst tragen müssen. Dabei wurde in den letzten Monaten immer wieder gemunkelt, dass sich Harry und seine Ehefrau Herzogin Meghan (44) in einer finanziellen Misere befinden könnten, denn kaum ein Projekt der Sussexes versprach bislang langfristigen Erfolg.
Prinz Harry selbst soll nach dem Urteil den Tränen nah gewesen sein. In einer gemeinsamen Stellungnahme mit Mitklägerin Baroness Doreen Lawrence beteuerte der 41-Jährige, dass man vor Gericht gezogen sei, "um Gerechtigkeit und Rechenschaft zu suchen. Doch wir haben weder das eine noch das andere erhalten." Auch von einer "Vertuschung" sei die Rede, die in den Augen der Kläger nicht unerwartet kam: "Der Aufwand, den das Gericht jedoch betrieben hat, um die 'Mail' zu entlasten, ist ebenso schockierend wie völlig ungerechtfertigt." Die vorgelegten Dokumente hätten genügend Beweise geliefert, heißt es im Statement und: "Man fragt sich, wie der Gerechtigkeit überhaupt Genüge getan werden sollte."

König Charles III. erteilte Harry öffentliche Abfuhr
Auf Hilfe der Royals können die beiden wohl nicht hoffen: Nur kurz bevor Prinz Harry vor wenigen Tagen in seiner Heimat London landete, gab der Palast offiziell bekannt, dass der 41-Jährige während seiner Zeit in der Hauptstadt nicht - wie vorher geplant - im Buckingham Palast bleiben könne. Grund für die kurzfristige Abfuhr sei Harrys zu späte Rückmeldung gewesen, was eine ausreichende Vorbereitung unmöglich gemacht haben soll. Über einen Sprecher ließ der Royal-Aussteiger kurze Zeit später mitteilen, wie enttäuscht er von der öffentlichen Zurückweisung sei.
Eine Versöhnung zwischen Harry und Meghan, die zeitnah mit den beiden Kindern Archie (7) und Lilibet (5) hinterher reisen sollte, ist damit erneut in weite Ferne gerückt ...
Verwendete Quellen: Guardian, BBC






