Prinz Harry: Dieses Statement wirft Fragen auf

Prinz Harry: Dieses Statement wirft Fragen auf

Prinz Harry, 38, hat bei einer Veranstaltung offen über psychische Gesundheit gesprochen. Doch eine Aussage des Herzogs von Sussex wirft Fragen auf.

Prinz Harry: Großer Auftritt

Prinz Harry nutzt seine neugewonnen Freiheiten, die ihm das Leben fernab des britischen Königshauses bietet. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Herzogin Meghan hat er lukrative Deals mit Netflix, Spotify und dem Verlag Penguin-Randomhouse abgeschlossen. Zwar hat Harry selbst noch für keinen der beiden Content-Anbieter etwas produziert und auch ein genaues Datum für seine lange erwartete Biografie steht noch nicht fest - weswegen es immer wieder Gerüchte gibt, dass Harry sie nach dem Tod von Queen Elizabeth II. gerade hektisch noch einmal ändern würde.

Doch Harry will sich nun auch noch stärker auf Projekte konzentrieren, die ihm schon lange am Herzen liegen. Kurz vor dem Tod seiner Großmutter war er im Rahmen einer Veranstaltung der "Invictus Games" in Düsseldorf zu Gast, bei der nachgeholten Verleihung des "Well Child"-Awards enthüllte er kürzlich einem Gewinner gegenüber süße Details über seine beiden Kinder.

Nun ist Harry wieder einmal bei einer Veranstaltung aufgetreten. Und eine Aussage, die der jüngste Sohn von König Charles und Prinzessin Diana dort machte, sorgt für Verwunderung.

Statement sorgt für Verwirrung

Bei einer Konferenz in San Francisco war Harry gemeinsam mit Alexi Robichaux und Reid Hoffman zu einer Diskussionsrunde eingeladen. Robichaux ist einer der Gründer von "Better Up", einer Firma, die Unternehmen verschiedene Dienstleistungen rund um mentale Gesundheit anbietet. Harry ist seit einiger Zeit offiziell "Chief Impact Officer" von "Better Up". 

In dem Gespräch ging Harry sehr offen mit den mentalen Herausforderungen um, vor denen er selbst auch immer wieder steht. "Ich habe einen Coach. Ich wünschte, ich hätte zwei", so der Herzog von Sussex. Doch es ist eine andere Aussage von Harry, die nun einige irritiert. Doron Weber, Vizepräsident der Sloan-Stiftung, berichtete auf Twitter: Harry habe gesagt, dass er, während er in der Königsfamilie aufgewachsen sei und danach zehn Jahre beim Militär verbrachte, die Worte "Therapie" und "Coaching" nie gehört habe.

Die Aussage passt zwar zu früheren Statements von Harry, dass ihm lange nicht bewusst gewesen sei, welch großen Einfluss etwa der Tod seiner Mutter auf seine mentale Gesundheit gehabt habe. Und auch Meghans Behauptung sei sei von der Königsfamilie nicht unterstützt worden, als sie schwanger gewesen sei und Suizidgedanken gehabt habe, scheint in dieses Bild zu passen. Das einzige Problem: Wirklich Sinn macht Harrys Behauptung nicht

Denn schon im Februar 2016 gründete Harry gemeinsam mit Prinz William und Prinzessin Kate "Heads Up", eine Initiative, die verschiedene Organisationen rund um mentale Gesundheit zusammenbringt, um eine bessere Unterstützung für Menschen zu ermöglichen.

Dass Harry in all dieser Zeit nie von Therapie oder Coaching gehört haben soll, wie es seine Aussage laut des Tweets nahelegt, ist extrem unwahrscheinlich. Und: Harry hat sich für "Heads Up" eine Zeit lang sehr engagiert. Er nahm an verschiedenen Veranstaltungen der Initiative teil, gab Interviews und trat gemeinsam mit William und Kate auf, um Werbung für "Heads Up" zu machen. Dass das Thema für Harry also schon lange vor seinem Engagement für "Better Up" relevant war, lässt sich eindrücklich belegen.

Alles nur ein Missverständnis?

Nun bleibt die Frage, warum Harry dann bei dem Gespräch mit Robichaux und Hoffman etwas anderes behauptet. Natürlich ist es möglich, dass Harry in dem Tweet einfach falsch zitiert wurde und seine Aussage nun in einem anderen Kontext erscheint, als sie eigentlich gemeint war. Und man könnte Harrys Aussage auch so interpretieren, dass er erst nach seiner Zeit beim Militär, also Anfang 2015 begann, sich mit mentaler Gesundheit zu beschäftigen. Doch das würde das Statement natürlich wesentlich weniger dramatisch erscheinen lassen, als es das nun tut. Denn: Mit der Unterstützung für "Heads Together" hat auch das Königshaus bewiesen, dass es sich mit Themen wie mentaler Gesundheit beschäftigt - auch wenn Harry ihnen das immer wieder öffentlich abspricht.

Vielleicht wollte Harry mit dem Statement auch nur klarstellen, dass er sich selbst lange nicht so intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat, wie er es gerne gewollt hätte oder es selbst sinnvoll finden würde. Doch die Frage, warum Harry so eine Aussage macht, die seinem Verhalten von vor wenigen Jahren vollkommen widerspricht, bleibt. Und es ist nicht das erste Mal, dass sich auch bei Harry eine Behauptung im Nachhinein als nicht ganz der Wahrheit entsprechend herausstellt. Ob sich all das wohl noch aufklären wird? Das bleibt abzuwarten. 

Verwendete Quelle: The Independent, Twitter, royal.uk

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