
Christin Stark: Warum sie so offen über ihre Fehlgeburt spricht
Im Februar gab Christin Stark (36) via Instagram bekannt, dass sie ihr zweites gemeinsames Kind mit Ehemann Matthias Reim (68) verloren hat. Als sie die traurige Nachricht teilte, lag der Verlust erst wenige Stunden zurück. Die Schlagersängerin befand sich zu diesem Zeitpunkt noch im Krankenhaus. "Es geht bei diesem Post nicht um mich", erklärte die Mutter einer Tochter nun im MDR-Format "Riverboat". Mit ihrem Beitrag wolle sie vor allem anderen Frauen, die Ähnliches durchmachen, Mut machen. Christin erinnert sich noch genau an ihre Gefühle kurz nach der Fehlgeburt: "Ich habe diese Einsamkeit gespürt, diese Verletzlichkeit, dieses Gefühl von Hilflosigkeit."
Die 36-Jährige möchte mit ihrer Offenheit erreichen, dass Fehlgeburten kein Tabuthema mehr sind: "Wenn wir einen Schicksalsschlag erleiden wie eine Fehlgeburt, rutscht das ganz oft in eine Stille." Aus diesem Grund habe sie sich für Transparenz entschieden und den Verlust öffentlich gemacht. Christin ist überzeugt: "Wenn ich schweige, tun es vielleicht auch andere. Das möchte ich verhindern. Jeder darf jedes Gefühl fühlen." In der TV-Show betonte sie zudem, dass es ihr nicht um einen gesellschaftlichen "Rachefeldzug" gehe. Vielmehr bitte sie um Verständnis dafür, "dass wir keine Maschinerie sind, die alles irgendwie wegstecken und jeden Tag aufs Neue funktionieren".
Christin Stark: Ein Tabuthema, das Sprache braucht
Bereits in dem Video, mit dem sie die Fehlgeburt öffentlich machte, erklärte Christin ihre Beweggründe: "Ich glaube, der Grund dieses Video aufzunehmen, ist einfach, weil ich der Meinung bin, dass ich als Frau damit nicht alleine bin. Ich glaube es gibt so viele Seelen da draußen, die was Kinderwünsche angeht oder ungeplante Schwangerschaften, bis hin zu Fehlgeburten, Abbrüchen ... es ist ein mega Thema, wahrscheinlich auch ein Tabuthema, über das man meiner Meinung nach sprechen sollte […] Was wir Ladys da erleben und durchmachen müssen, ist einfach schwierig und hart. Ich möchte starke Frauen kennenlernen, die das auch durchgemacht haben."
Verwendete Quellen: MDR, Instagram
Ich finde es sehr stark von Christin Stark, dass sie so offen über ihre Fehlgeburt spricht. Obwohl leider sehr viele Frauen davon betroffen sind, handelt es sich, wie sie selbst sagt, noch immer häufig um ein Tabuthema. Indem sie ihre Verletzlichkeit so unmittelbar teilt, bricht sie das Schweigen und bietet anderen Betroffenen die wichtige Erkenntnis, mit ihrem Schmerz nicht allein zu sein. Solche Offenheit hilft dabei, Empathie in der Gesellschaft zu fördern und den Druck zu nehmen, in schweren Zeiten sofort wieder funktionieren zu müssen.







