Ex-DSDS-Kandidat Dominik Münch: "Ich arbeite jetzt in einem Imbiss"

Der Sänger über seinen Plan B(urger)

09.05.2016 14:03 Uhr

Gerade wurde der neue Superstar Prince Damien gekürt, da gibt es News von einem ehemaligen Teilnehmer: 2008 wurde Dominik Münch, 30, bei der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" als Rüpel-Kandidat bekannt. Seitdem versuchte er, in der Musikwelt Fuß zu fassen. Jetzt hat er sich ein neues Standbein in einem Imbiss gesucht. Warum – und was sein verstorbener Sohn damit zu tun hat, verriet er im OK!-Interview. 

Dominik Münch warnt "DSDS"-Kandidaten: "Setzt nicht nur auf ein Pferd"

Die 13. "DSDS"-Staffel ist beendet, und viele Teilnehmer hoffen jetzt wohl auf den großen Durchbruch. Genauso ging es einst Dominik Münch, der mit seinen Rüpel-Auftritten 2008 und 2009 Bekanntheit erlangte. Bei dem gelernten Friseur hat sich inzwischen jedoch Ernüchterung breit gemacht: 

Die Leute denken an die große Karriere, aber im Endeffekt passiert nach der Show nicht viel. Ich habe das lange auch nicht verstanden. Doch jetzt möchte ich allen sagen: Leute, schmeißt nicht Eure Ausbildung oder Euren Job hin und setzt nicht nur auf ein Pferd! Macht noch nebenbei was! 

"Man kann nicht nur den ganzen Tag zuhause sitzen und auf Angebote warten"

Er selbst hat sich gerade ein zweites Standbein neben der Musik gesucht: 

Ich habe erkannt, dass es nicht klappt, nur von der Musik zu leben. Deshalb arbeite ich jetzt halbtags noch in einem Imbiss, brate und kreiere dort Burger. Man kann nicht nur den ganzen Tag zuhause sitzen und auf Angebote warten. 

Dominik Münch knabert noch immer an dem Krebstod seines Sohnes

Mit seinem neuen Nebenjob will sich Dominik auch endlich aus dem tiefen Tal herausarbeiten, in das ihn der Tod seines Sohnes, †5, im Januar 2014 riss. Der Kleine starb an Knochenkrebs.

Das war ein großer Schicksalsschlag, der mich runtergerissen hat. Ich habe zu viel Alkohol getrunken, habe mein ganzes Geld auf den Kopp gehauen. Ich hatte einen Absturz nach dem anderen, inklusive Angstzuständen und Klinik. Ich habe wirklich am Abgrund gestanden.

Er will mit seiner Geschichte anderen Betroffenen Mut machen und appelliert: 

Verrennt euch nicht in Drogen. Das macht alles noch schlimmer! Sucht euch schnell Unterstützung, sei es im privaten Umfeld oder professionelle Hilfe. Und bleibt standhaft, meidet Partys und Alkohol!

Ein Ratschlag, der ihm selbst gerade zum Verhängnis geworden ist. Denn an dem Tag, als sein Sohn acht Jahre alt geworden wäre, versackte der Ex-"DSDS"-Kandidat noch einmal auf einem Stuttgarter Volksfest, griff sogar zu Kokain.

Ich bin total abgestürzt und musste in die Klinik. Ich bin so enttäuscht von mir, denn ich bin sonst doch gerade auf einem guten Weg. Aber wenn besondere Tage anstehen, ist es einfach sehr schwer.