Gua Sha: Die natürliche Botox-Alternative

Dieses chinesische Beauty-Ritual verbessert dein Hautbild

Kleine Fältchen, dunkle Ringe unter den Augen – auf all das können wir getrost verzichten. Mithilfe des sogenannten Gua-Sha-Treatments sollst du dir binnen kürzester Zeit einen jugendlich-frischen und makellosen Teint zaubern können. Und das Beste: Für diese Anti-Aging-Anwendung wird kein Botox benötigt. 

Was ist Gua Sha? 

In Süd- und Ostasien wird Gua Sha als Heilmethode verstanden. Dabei wird die Haut mithilfe eines Schabers – der zumeist aus Rosenquarz oder Jade gefertigt wurde – beansprucht und gereizt. Dadurch soll die Blutzirkulation, der Lymphfluss und die Haut-Elastizität verbessert werden. So hätten Akne, Falten und schlaffe Haut keine Chance mehr, heißt es. 

Im Prinzip kann Gua Sha als Anti-Aging-Behandlung verstanden werden, da das Hautbild deutlich straffer, frischer und makelloser wirken soll. Das Tolle: Statt sich Botox spritzen zu lassen, ist diese Reizmassage ganz natürlich. 

 

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Wofür ist Gua Sha gut? 

Je nach Anwendung kann Gua Sha für vielerlei Linderungen sorgen. Massierst du beispielsweise deine Kehrseite mit den Schabern, sollen Rücken-, Schulter- und Nackenschmerzen gelindert werden. Selbst leichte Blockaden könnten gelockert werden, heißt es. Selbst Stoffwechselerkrankungen, Kopfschmerzen, Migräne, Verdauungsprobleme sollen dank der chinesischen Heilmethode bekämpft werden. 

Für Beauty-Junkies ist aber vor allem der Anti-Aging-Aspekt interessant. Da die Gua-Sha-Massage im Gesicht für einen jugendlich-frischen Teint sorgen soll. An den Beinen angewandt können Cellulite-Dellen gemindert werden, da du mithilfe der Reizmassage die Bindegewebsschwäche in den Griff bekommen sollst. 

Wie funktioniert Gua Sha? 

Bevor du mit der Reizmassage beginnst, solltest du dein Gesicht gut einölen. Während die einen auf Tigerbalm schwören, greifen andere auf Öle mit Johanniskraut zurück. Wofür dieser Schritt gut ist? Das Öl soll eine Belüftung der Meridiane bewirken, das Blut erfrischen und Blockaden lockern. 

Schnappe dir nun den Schaber und drücke die abgerundete Kante auf die Haut und ziehe damit über die Muskeln und Meridiane. Das machst du so lange, bis deine Haut von der Reibung leicht gerötet ist. So sollen die Lymphe aktiviert und die Schlacke aus dem Körper befördert werden.

Durch die Gua-Sha-Massage können tiefrote, blutgerinnselartige Knötchen entstehen. Dabei handelt es sich lediglich um Verhärtungen und Verklebungen im Gewebe sowie punktuelle oder fleckenartige Blutungen. Diese Stellen werden schließlich ausmassiert, damit das Qi (Energie) im Körper wieder fließen kann. 

 

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Gua-Sha-Therapie kann Wechseljahresbeschwerden lindern 

Im Alter zwischen 40 und 60 Jahren treten die Wechseljahre auf. Die hormonelle Umstellung in die unfruchtbare Lebensphase dauert zwischen 3 bis 10 Jahre und bringt viele Symptome mit. Menstruationsbeschwerden, Hitzeschübe, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Scheidentrockenheit, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr etc. können bei rund 40 Prozent der Frauen so massiv sein, dass ihre Lebensqualität stark eingeschränkt ist und sie medizinische Hilfe suchen.

In einer Studie hat ein chinesisches Wissenschaftlerteam untersucht, ob eine Behandlung mit Gua Sha die Wechseljahresbeschwerden lindern kann. Während die einen Probandinnen lediglich einen Heilkräutersud namens Qingxin Zishen Tang zu sich nahmen, bekamen die anderen Teilnehmerinnen eine 15-minütige Gua-Sha-Behandlung. Dabei wurden die Blasen-, Nieren- und Herzmeridianen und acht ausgewählte Akupunkturpunkte auf Rücken, Armen und Beinen mit einem Hornschaber und einem Gleitgel behandelt. 

Nach acht Wochen kamen die Forscher zu einem Fazit: Die Frauen, die mit Gua Sha behandelt wurden, hätten laut Studie deutlich bessere Werte erreicht, als die Kontrollgruppe. Demnach seien die Hitzeschübe, Schlafstörungen, Nervosität, Erschöpfung und Co. weniger gewesen.