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Nach Millionen Klicks auf TikTok: Warum jetzt alle nach "Milch" riechen wollen – und was 2026 kommt
Mehr als süß: Warum moderne Gourmand-Düfte wie "Milk" gerade boomen – und was uns Duft-Creator Emma im OKmag.de-Interview über den nächsten großen Trend verrät.

Duft-Creator Emma: "Wie ich mir meinen perfekten 'milchigen' Duft vorstellte"
OKmag.de: Wie hat sich deine Sicht auf Düfte verändert, seit dein TikTok-Video über "Milk" viral gegangen ist?
Duft-Creatorin Emma: "Ich glaube, ich habe ein tieferes Verständnis für Düfte als Kunstform entwickelt. Ich konzentriere mich weniger nur auf die einzelnen Duftnoten, sondern vielmehr auf die Textur, die Komposition und darauf, wie sich ein Duft tatsächlich anfühlt, wenn man ihn trägt."
Was unterscheidet "Milk" von klassischen Gourmand-Düften?
"Milk" ist keine eindimensionale Sache. Es kann auf so viele verschiedene Arten in Erscheinung treten ... in deinem Kaffee, in deinen Cerealien, als etwas Süßes oder auch als etwas Subtileres. Bei einem Duft geht es weniger darum, essbar zu wirken, als vielmehr darum, ein bestimmtes Gefühl zu erzeugen. Es verleiht dem Duft eine Art Weichheit und Rundung, die man bei traditionellen Gourmand-Düften nicht immer findet.
Welche Rolle spielen Nostalgie und Geborgenheit derzeit in der Welt der Düfte?
Wenn Menschen einen Duft kaufen, kaufen sie eigentlich ein Gefühl – sei es Geborgenheit, Selbstvertrauen oder eine Form des Eskapismus. Ich glaube, dass es momentan eine starke Hinwendung zu Düften gibt, die erdend und vertraut wirken; und "Milk" fügt sich da ganz natürlich ein.
Woran erkennst du, ob ein Duft wirklich Potenzial hat – oder ob es sich lediglich um einen kurzlebigen Hype handelt?
Für mich kommt es dabei vor allem auf das Konzept und die dahinterstehende Absicht an. Es gibt derzeit so viele Neuerscheinungen, dass es sich fast schon wie "Fast Fashion" anfühlt. Die Düfte, die Bestand haben, sind jene, die eine klare Perspektive mitbringen und nicht bloß um des Neu-Seins willen existieren.
Wie kam die Zusammenarbeit mit Commodity zustande?
Ich war bereits ein Fan der Marke; als meine "Milk"-Reihe dann immer mehr an Fahrt aufnahm, war Commodity die erste Marke, an die ich dachte. Ich habe ein umfassendes Konzept dafür ausgearbeitet, wie ich mir meinen perfekten "milchigen" Duft vorstellte – und das Team von Commodity hat meine Vision auf Anhieb verstanden.
"Ich halte Lavendel derzeit für besonders interessant"
Was war dir bei der Entwicklung von "Milk Orchid" besonders wichtig?
Ich wollte, dass der Duft eine milchige Anmutung hat, aber nicht buchstäblich nach Milch riecht. Es ging vielmehr darum, diese cremige Textur durch Noten wie Sandelholz, Feige und Kokosnuss aufzubauen – und dabei dennoch etwas zu kreieren, das sich wie ein echtes, hochwertiges Parfüm anfühlt: etwas Tragbares, Vielseitiges und Unverwechselbares.
Was kommt nach "Milk" – wohin steuert die Duftbranche als Nächstes?
Ich glaube, wir werden weiterhin vermehrt Interpretationen des Themas „Milch“ sehen. Reismilch, Getreide-Akkorde und Ähnliches – jedoch auf eine eher konzeptionelle Art und Weise. In diesem "Neo-Gourmand"-Bereich geht es vor allem um Textur und Gefühl, nicht bloß um Süße.
Glaubst du, dass der Trend hin zu "Wohlfühldüften" weiter an Bedeutung gewinnen wird?
Definitiv – wobei das Gefühl von Geborgenheit je nach Person sehr unterschiedlich ausfallen kann. Für die einen ist es etwas Cremiges und Warmes, für andere vielleicht ein Zitrusduft oder etwas, das Sauberkeit vermittelt. Wohlbefinden ist etwas sehr Persönliches, und ich denke, die Branche beginnt nun stärker, genau das widerzuspiegeln.
Welche unterschätzten Duftkategorien sollten wir im Auge behalten?
Ich halte Lavendel derzeit für besonders interessant – vor allem in moderneren, femininen Kompositionen. Er wird auf eine Weise neu interpretiert, die weicher und zugleich raffinierter wirkt.
Wie sieht dein persönlicher Dufttrend für das Jahr 2026 aus?
Mich ziehen derzeit vor allem köstliche, fruchtig-florale Düfte an. Kreationen, die saftig wirken, einen gewissen Suchtfaktor besitzen, dabei aber stets ausgewogen und alltagstauglich bleiben.
Emma – Duft-Creator
Die Geschichte beginnt 2022. Emma, Duft-Creator und bekannt als @Perfumerism, lädt eine authentische TikTok-Review zu Commodity Milk Expressive, dem Parfüm ihrer Mitbewohnerin, hoch. Das kurze Video und damit auch Milk von Commodity ging viral und inspirierte Emma dazu, sich intensiver mit einer neuen Art von Gourmand-Düften zu beschäftigen: den Lactonics. Schon bald etabliert sie sich auf TikTok als zentrale Stimme für laktonische Düfte. Eine Kategorie, die für ihre milchigen, tröstlichen und nostalgischen Kompositionen bekannt ist. Mit ihrem unverwechsel-baren Blick auf Düfte machte Emma schnell klar: Milk war kein kurzlebiger Trend, sondern ein Vorbote dessen, was die Duftwelt künftig prägen würde. 2024 ist die Beauty-Welt sich einig: Milk eroberte das Jahr. Von Düften über Hautpflege bis hin zu Nagel- und Haartrends setzte die Milchnote neue Maßstäbe. 2025 vereinen sich Commodity und Emma, um "Milk Orchid" zu kreieren.
Verwendete Quellen: eigenes Interview






