Cool, stylisch, schön: Stilikonen der Fußball-Bundesliga

Von Jerome Boateng bis Kevin Kampl

Fußballspieler aus der Ersten Bundesliga werden bewundert: aufgrund herausragender Spiele, großartiger Tore, genialer Pässe oder aber spektakulärer Szenen, in denen sie Tore verhindern. Aber man bewundert sie nicht nur deshalb. Manch ein Spieler überzeugt darüber hinaus durch gutes Aussehen und einige präsentieren sich - vor allem abseits des Spielfelds – als wahre Stilikonen. Die Öffentlichkeit spricht über ihre Brillen, über ihre Hüte oder Hosen. Und bisweilen werden sie sogar gebeten, eine eigene Modekollektion zu entwerfen. Drei der stylishsten Spieler aus der Ersten Bundesliga stellt dieser Artikel vor.

Jerome Boateng: Der Mann mit der coolen Brille


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Der Abwehrstar aus München gehört seit Jahren zu den besten und den besonders stylishen Bundesligaspielern. Es sieht nicht so aus, als würde sich das in Zukunft irgendwie ändern. Fußballerisch gab es sicherlich auch auf für ihn bereits viel bessere Tage als die während der Weltmeisterschaft in Russland. Beim Spiel der Deutschen gegen Südkorea ist er aber manch einem stilbewussten Menschen durchaus in Erinnerung geblieben, auch wenn er gar nicht selbst auf dem Platz stand.

Nach einer gelb-roten Karte im Spiel gegen Schweden durfte Jerome Boateng das Spiel nur von der Tribüne aus verfolgen. Und genau das tat er auch. Er schaute zu. Besonders auffallend war dabei die Sonnenbrille mit den runden Gläsern, die er trug. Manchen gefiel sie. Andere waren weniger beeindruckt. In jedem Fall wurde die Brille zum Gesprächsthema und war Zeitungen wie „Der Westen“ eine Nachricht wert. Die war definitiv schöner als die über das Spiel, das aus deutscher Sicht mit 0:2 verloren ging. Für Deutschland war das das Aus. Aber … diese Brille. Diese Brille … die bleibt im Kopf.

Die Sache mit der Sonnenbrille war allerdings keineswegs das erste Mal, dass Jerome Boateng nicht als Spieler, sondern als Stilikone für Diskussionen gesorgt hat. 2016 trug Jerome Boateng Rasta-Zöpfe und das stieß ebenfalls auf ein geteiltes Echo. Einigen gefiel es. Anderen nicht. Eins ist aber sicher: Der Mann fällt auf. Er setzt Akzente. Und er glänzt auch mit eigenen Kollektionen. Für Brillen ist er mit der Marke JB by Jerome Boateng auf dem Markt. Und im Jahr 2019 soll es bei der HM-Marke Nyden Kleidung geben, die von Jerome Boateng entworfen wurde. Das berichtete das Portal Werben & Verkaufen (WUV) im Mai 2018. Man darf also gespannt sein, was da noch alles kommt von Jerome Boateng.

Mats Hummels: sehr schön, sehr stylish


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Es ist gut möglich, dass Mats Hummels mit Bayern München auch in der kommenden Saison 2018/2019 wieder ganz vorn in der Bundesliga landet. Bei den Sportwetten auf Bundesligaspiele haben die Bayern jedenfalls wieder die Favoritenrolle. Bei Wetten auf andere Vereine gibt es die höheren Quoten.

Ganz weit vorn ist Hummels oft aber auch, wenn es um die Wahl des schönsten Bundesligaspielers geht. So hat beispielsweise das TV-Magazin stern TV hat vor dem Start der WM 2018 Zuschauerinnen und Zuschauer gefragt, wer der schönste deutsche WM-Spieler sei. Über 3.000 Menschen haben bei dieser Wahl mitgemacht. Und 25 Prozent der Teilnehmenden wählten Hummels. Das reichte für Platz 1.

Aber Hummel ist nicht nur schön. Er beweist auch Stil. Er trägt beim Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) auch schon einmal Hugo Boss und sieht richtig gut darin aus. Aber so stylisch, so schön war Mats Hummel keineswegs immer. Wie diverse andere deutsche Top-Spieler auch, hat er sich optisch im Lauf der Jahre durchaus verbessert. Das sieht man sehr schön im Artikel „So krass haben sich die Nationalspieler verändert“ aus dem Juni 2018. Noch deutlicher als bei Hummels ist die Veränderung beispielsweise bei Sami Khedira. Die Kurzhaarfrisur steht ihm auf jeden Fall besser als die langen Haare.

Kevin Kampl: Der Hut stand ihm gut


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Dass der für RB Leipzig spielende Kevin Kampl Wert auf Mode und Stil legt, sieht man bereits auf seiner Website Kevin-Kampl.com. Für Furore sorgte er beispielsweise 2016. Damals spielte er noch für Bayer Leverkusen und sorgte als Mann mit Hut für Gesprächsstoff. Den Hut trug er damals während eines Interviews mit dem TV-Sender Sky nach dem Spiel der Leverkusener gegen den FC Villarreal.

Zahlreiche Vergleiche wurden damals bemüht. Kampl sehe aus wie Udo Lindenberg, hieß es. Andere verglichen ihn mit Schlager-Sänger Drafi Deutscher oder der 2009 gestorbenen Pop-Ikone Michael Jackson. Diverse Bilder auf seiner Website zeigen heute, dass die Sache mit dem Hut keine einmalige Lust darauf war, modisch Akzente zu setzen. Auf der Website sieht man ihn beispielsweise in stylischer Lederjacke, im schwarzen Muskelshirt oder mit Krawatte und Anzug. Und so steht wohl schon fest, dass er auch in der kommenden Saison nicht nur auf dem Platz glänzen wird.

Man kann sicher sein: Es wird eine gute Saison werden, eine schöne und stylishe. Und neben Spielberichten wird manch eine Fußballerstory abseits der Stadien die Leute unterhalten: über Modesünden und -highlights, über Spieler und Spielerfrauen wie Cathy Hummels, über Hochzeiten, Trennungen und Traumurlaube: einfach über den ganz normalen Wahnsinn. Er ist immer noch das beste Thema.