Dieter Bohlen: Abrechnung eines DSDS-Siegers – "Man wird fallen gelassen"

Alexander Klaws, Mark Medlock, Pietro Lombardi – die Liste der DSDS-Sieger ist lang. Nun äußert sich ein ehemaliger Gewinner kritisch zu der Castingshow mit Dieter Bohlen – und rechnet knallhart mit der Sendung ab!

Daniel Schuhmacher mit Dieter Bohlen
DSDS-Sieger Daniel Schuhmacher rechnet mit der Castingshow von Dieter Bohlen ab. © Getty Images

Daniel Schuhmacher: "Man lässt den Sieger fallen"

Aktuell läuft die 22. Staffel von DSDS bei RTL, die bereits am 9. Mai mit dem großen Finale endet. Ex-Finalist Menowin Fröhlich (38) hofft, dieses Mal die Show zu gewinnen. Doch laut Daniel Schuhmacher (39), der die 6. Staffel der Castingshow gewann, sei die Teilnahme mehr Fluch als Segen. "Es ist schon so, dass man den Sieger oder auch Kandidaten allgemein fallen lässt", kritisiert der Musiker im Interview mit "Blick.de". Zudem würde ein gewisses Image an einem haften bleiben. "Man findet nur noch statt, wenn man dramatische Storys hat, ob diese nun wahr sind oder nicht. Die Musik spielt da eigentlich keine wirkliche Rolle. Außerdem bekommt man das Image, das man in der Show hatte, nur super schwer los", so Schuhmacher weiter. 

"Die Show unterscheidet sich nicht mehr wirklich von Reality-Formaten"

Große Erfolge würden für die ehemaligen DSDS-Sieger und -Kandidaten größtenteils ausbleiben – sei denn, man geht ins Trash-TV. "Entweder, man macht alles mit, was geht – auch Reality oder Trash – oder man findet eben musikalisch nicht auf den großen Bühnen statt. Das ist zumindest mein Gefühl", gesteht Daniel Schuhmacher. Aber nicht nur die Show mit Dieter Bohlen (72) würde einen bitteren Beigeschmack hinterlassen. "Der Stempel ist vielleicht bei der einen Show größer als bei der anderen, aber am Ende müssen sich alle [Kandidaten] damit herumschlagen", glaubt er. Sein hartes Urteil:

Die Show unterscheidet sich heute nicht mehr wirklich von Reality-Formaten. Von diesen gibt es heute ja unzählige.

Der ehemalige DSDS-Schützling von Dieter Bohlen betont jedoch: "Das ist nur eine persönliche Meinung, aber warum sich nicht [davon] abgrenzen, statt auf diesen Zug aufzuspringen? Wenn schon mehr hinter den Kulissen gezeigt wird, warum dann nicht mehr Musik, mehr Training, mehr Styling, Staging,… Mich persönlich würde das viel, viel mehr interessieren, als wer mit wem Streit hat oder zwischen wem vielleicht was läuft." Anderen potenziellen Kandidaten gibt er ehrliche Worte mit auf dem Weg: "Ich sage dann ehrlich, was meine Erfahrungen waren, aber auch, dass die Show mit dem, was ich damals erlebt habe, nicht mehr viel zu tun hat. Heute gibt es so viel mehr Möglichkeiten. Früher waren es fast nur Castingshows und heute, in Zeiten von Social Media, sind die Möglichkeiten allgemein viel größer."

Verwendete Quellen: Blick.de