
Die 15-Minuten-Klatsche: Warum die Justiz bei Marius keine Gnade kannte
Es war ein kurzer Prozess im wahrsten Sinne des Wortes – und eine Demonstration juristischer Unbeugsamkeit. Wie das norwegische Magazin Se og Hør berichtet, benötigte das Gericht in Oslo gerade einmal eine Viertelstunde, um den Antrag von Marius Borg Høiby auf Haftentlassung oder eine elektronische Fußfessel abzuschmettern. Ein Schlag ins Gesicht für den 29-Jährigen, der gehofft hatte, die Zeit bis zum Prozess im Kreise seiner Familie verbringen zu können. Sein Anwalt Øyvind Bratlien fand nach dem Termin deutliche Worte: Er sprach von einer "brutalen Niederlage“ und kritisierte das Tempo der Justiz als Zeichen mangelnder Sorgfalt.
Erhebliche Wiederholungsgefahr & das Handy-Verbot
Der Richter sah ein massives Risiko, das selbst eine elektronische Überwachung nicht bannen konnte. Der zentrale Punkt: Ein Handy. Das Gericht befürchtete, dass Marius – trotz Hausarrest – über Mobiltelefone oder Internet erneut gegen das strikte Kontaktverbot zu seinen mutmaßlichen Opfern verstoßen würde. Da er bereits in der Vergangenheit Kontaktverbote missachtet haben soll, stufte die Justiz die Gefahr einer erneuten Beeinflussung der Opfer als "erheblich“ ein.
Marius bricht sein Schweigen: „Unverhältnismäßig!“
Über seinen Verteidiger lässt Marius nun seinem Frust freien Lauf. Er bezeichnet die Entscheidung des Richters als "unverhältnismäßig“ und "unvernünftig“. Besonders bitter: Marius klagt massiv über die psychische Belastung in der Haft. Er fühle sich "isoliert“ und wolle einfach nur für seine Familie da sein. Insider berichten, dass Marius im Gefängnis zunehmend verzweifelt wirkt – ein krasser Gegensatz zum Bild des unnahbaren Rebellen, das er jahrelang pflegte. Er schilderte die Isolation im Osloer Gefängnis als „brutal“:
Ich habe extrem wenig menschlichen Kontakt, vielleicht zwei oder drei Besuche pro Woche. Ich merke, wie mir die Isolation schadet – ich habe Schlafstörungen, keinen Appetit mehr und mein Gedächtnis lässt nach.
Kein „Promi-Bonus“ auf Skaugum
Besonders brisant: Marius wollte die Haftzeit ausgerechnet auf dem privaten Gelände des Kronprinzenpaares verbringen. Doch das Gericht blieb hart: Eine Freilassung auf das Schlossgelände würde ein falsches Signal an die Öffentlichkeit senden. In Norwegen sitzen aktuell von fast 800 Untersuchungshäftlingen lediglich zwölf Personen ihre Zeit mit einer Fußfessel ab. Eine Ausnahme für den Sohn der Kronprinzessin? Ausgeschlossen. "Promi-Bonus gibt es hier nicht“, so der Tenor der Entscheidung.
Die Akte Marius Borg Høiby
- Kein Prinz, aber Familie: Als Mette-Marits Erstgeborener gehört er zur Kernfamilie, hat aber keinen Titel.
- Die Vorwürfe: Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz lasten schwer auf ihm.
- Der Gesundheitszustand der Mutter: Mette-Marits chronische Lungenfibrose ist in einem Stadium, in dem Ärzte bereits über eine Transplantation beraten.
Sorge um Mette-Marit: Der Wettlauf gegen die Zeit
Hinter den Palastmauern von Skaugum soll die Stimmung am Nullpunkt sein. Doch es geht um mehr als nur den Ruf der Monarchie. Kronprinzessin Mette-Marit, die seit Jahren gegen ihre chronische Lungenfibrose kämpft, ist am Ende ihrer Kräfte. Wie erst kürzlich bekannt wurde, wird die Kronprinzessin bereits auf eine mögliche Lungentransplantation vorbereitet – ein Eingriff, der nur vorgenommen wird, wenn die Überlebenschancen begrenzt sind. Dass ihr Sohn ausgerechnet in dieser kritischen Phase im Gefängnis sitzt, statt ihr beizustehen, soll Mette-Marit schwer zusetzen.
OK! weist darauf hin, dass im Strafverfahren gegen Marius Borg Høiby noch kein Urteil vorliegt. Dieses wird im Juni erwartet. Marius Borg Høiby befindet sich derzeit in Untersuchungshaft und wartet auf ein mögliches Urteil.
Es ist die wohl dunkelste Stunde im Leben von Kronprinzessin Mette-Marit. Während sie sich tapfer ihren royalen Pflichten und ihrem schweren gesundheitlichen Kampf stellt, sorgt ihr ältester Sohn Marius für Schlagzeilen, die jedes Mutterherz zerreißen müssen.
Dass die norwegische Justiz bei der jüngsten Entscheidung so hart blieb und den Antrag auf Haftentlassung in nur 15 Minuten abschmetterte, ist ein deutliches Signal: In einem modernen Rechtsstaat schützt auch ein royaler Nachname nicht vor Konsequenzen. Für Marius Borg Høiby ist es die Chance – vielleicht die letzte –, sich seiner Verantwortung zu stellen. Doch der Preis dafür ist hoch. Er wird nicht nur in barer Münze, sondern in der schwindenden Kraft seiner Mutter bezahlt.
Man kann nur hoffen, dass der „verlorene Sohn“ Norwegens erkennt, dass seine Familie ihn jetzt nicht nur als Unterstützung braucht, sondern dass sein Handeln das Erbe der gesamten Monarchie gefährdet.








