„WWM": So knackte Leon Windscheid die Millionenfrage!

Der 27-Jährige bei „Wer wird Millionär?": „Zuerst war ich komplett auf dem Holzweg"

Jubel, Trubel und Konfetti in Günther Jauchs Quizshow: Leon Windscheid aus Münster ist der 14. Millionär in der Geschichte von „Wer wird Millionär?“! In der Sendung vom Montagabend, 7. Dezember, musste der 27-Jährige nur noch eine Frage - die alles entscheidende - richtig beantworten. Allerdings brauchte der Doktorand und Eventveranstalter nahezu 35 Minuten dafür ... Hier verrät er, wie der Abend nach dem unglaublichen Gewinn für ihn weiterging, was er mit der Million vorhat - und wie es ist, Günther Jauch in Unterhose zu sehen. 

Leon Windscheid: „Zuerst war ich komplett auf dem Holzweg"

Dabei hatte Leon Windscheid keine Joker mehr - und auch wenn er früh einen vielversprechenden Ansatz hatte, war er sich erst nach längerer Zeit sicher, dass C die richtige Antwort auf die Millionenfrage sein muss:

„Aus insgesamt wie vielen Steinchen besteht der klassische von Ernö Rubik erfundene Zauberwürfel?“

A: 22

B: 24

C: 26

D: 28

Leon rückblickend:

In so einer Situation kann man sich nicht ganz sicher sein. Die Aufregung ist viel zu groß. Aber ich war mir am Ende so sicher, dass ich es mir nie verziehen hätte, es nicht zu riskieren und habe C gesagt. Ich habe lange an der Lösung gearbeitet. Zuerst war ich komplett auf dem Holzweg, weil ich Zauberwürfel größer in Erinnerung hatte. Nach sehr viel „Handarbeit“ und dem Prüfen aller Möglichkeiten, stand mein Entschluss dann aber fest. Und dann habe ich es mit allen Konsequenzen durchgezogen.

Wie ein ziemlich verrückter Traum" fühle sich der Millionengewinn für den 27-Jährigen an. 

Psychotricks verdanke ich verdammt viel"

Das macht er mit dem Geld

Selbstverständlich investieren wir einen Teil des Geldes in die Eventfirma von meinem Bruder und mir. Ich werde erst meine Freundin und dann meine Familie zu Reisen an den Golf von Guinea auf die Urwaldinseln São Tomé und Príncipe einladen. Außerdem werde ich an zwei Projekte in Münster (Flüchtlingshilfe und Boostrapper e. V.) und an eines in meiner Heimatstadt Solingen (Flüchtlingshilfe) spenden! Das Geld macht es mir möglich, meinen Traum vom eigenen Buch zu verwirklichen. Ich liebe die Psychologie und werde darüber schreiben, wie jeder mit kleinen Psychotricks sein eigenes Gehirn austricksen kann. Denn Psychotricks verdanke ich extrem viel.

Was mir schon vor der Bewerbung klar war, auch im unwahrscheinlichen Fall, dass ich die Million hole, mache ich erstmal gar nichts anders. Was ich mache, liebe ich und mache es mit Herzblut. Daran ändert Geld sicher nichts.

„Ich war so durcheinander, dass ich die ganze Nacht eine Doku über Flugzeugträger geguckt habe"

So hat er die Million gefeiert

Gemeinsam mit meiner Freundin und meinen Eltern bin ich nach der Aufzeichnung zu McDonald’s gefahren. Nach der Show war ich so fertig und ausgelaugt, dass ich erstmal ganz viel Zucker brauchte. Also Milkshakes, Burger und Pommes Mayo vom Tablett. Zu Hause hat’s dann nicht mal mehr für Sekt gereicht. Ich war einfach nur k.o. und bin ins Bett gefallen. An Schlaf war leider nicht zu denken. Ich war noch so durcheinander mit den Gedanken, dass ich die ganze Nacht eine Doku über Flugzeugträger geguckt habe. Für die richtige Party habe ich aber alle meine Freunde nach Münster in einen Club eingeladen. Dort feiern wir Mitte Dezember meinen Geburtstag und die Million nach.

„Ohne Umschweife zog sich Günther Jauch bis auf die Unterhose aus"

Die Sache mit dem Anzug

Günther Jauch hat mir am Ende der Show seinen Anzug versprochen und zu seinem Wort gestanden! Das Jackett hatte er mir schon in der Show gegeben. Als alles vorbei war, durfte ich dann in seine Umkleide. Ohne Umschweife zog der Quizmaster sich bis auf die Unterhose aus und gab mir zum Jackett noch Hemd, Hose, Gürtel und Krawatte. Günther Jauch in Unterhose zu sehen war lustig, etwas ungewohnt. Die Krawatte werde ich als Andenken behalten. Der Anzug wird zu Weihnachten für einen guten Zweck, zugunsten der Flüchtlingshilfe in Münster, versteigert.

Warum baut man als Kind einen Zauberwürfel auseinander?

Ich war immer schon neugierig und wollte wissen, wie die Dinge funktionieren. Als Kind habe ich jedes Krabbeltier in mein Lupenglas geworfen, versucht Kaulquappen im Einmachglas zu züchten und tiefe Löcher gegraben, um zu sehen, was da wohl kommt. Den Zauberwürfel habe ich als Kind auseinandergenommen, um meinem Bruder einen Streich zu spielen. Ich wollte den Würfel so wieder zusammenbauen, dass alle Farben an der richtigen Stelle sind. Das hat natürlich nicht geklappt. Der Würfel war danach kaputt und mein schändliches Vorhaben entlarvt.

An ein Patentrezept, bei „Wer wird Millionär?" den Hauptgewinn zu holen, glaubt Leon Windscheid nicht. „Woran ich als Psychologe aber ganz fest glaube, ist, dass man sein Glück oder Pech in einer Quizsendung durch richtiges Training stark beeinflussen kann. Man hat sein Schicksal quasi ein bisschen selbst in der Hand. Mir hat es extrem geholfen, mich vorher auf die Aufregung vorzubereiten. Ich habe trainiert, mit Psychotricks den Stress auf dem Stuhl zu bezwingen und einen klaren Kopf zu bewahren."

„Günther Jauch ist eine ganz harte Nuss"

Auch als Psychologe habe Windscheid nicht in Günther Jauchs Gesicht lesen können. „Trotzdem sensibilisiert einen das Psychologiestudium natürlich für bestimmte Arten von Reaktionen. Man ist geschult darin, sein Gegenüber einzuschätzen." Das berühmte Pokerface des Quizmasters konnte wohl aber auch der RTL-Millionär nicht entschlüsseln: 

Günther Jauch ist allerdings eine ganz harte Nuss. Wenn es drauf ankommt, verzieht der Quizmaster keine Miene. Als es darum ging, die Millionenfrage aufzulösen, habe ich aber einen kurzen Schimmer Freude schon in seinen Augen gesehen, kurz bevor es dann mit Feuerwerk und Konfetti hieß „C ist richtig“!