Schadstoffe im Kinderspielzeug: Das gibt es zu wissen

Spielzeugproduktion weltweit: Wo kommt unser Spielzeug her?

2014 wurden Spielwaren im Gesamtwert von knapp 530 Millionen Euro nach Deutschland importiert. Gemessen am Wert in Euro stammten davon etwa 85,5 Prozent der eingeführten Spielzeuge aus China, 7 Prozent aus dem restlichen nichteuropäischen Ausland und 7,5 Prozent aus dem europäischen Ausland.

Da jedoch auch viele deutsche Hersteller im Ausland, wie vor allem China, produzieren, ist es beim Spielzeugkauf nicht auf den ersten Blick ersichtlich, woher es denn nun letztendlich stammt. Auch namhafte Hersteller wie Schleich produzieren einen Teil ihrer Spielzeuge in China. So werden beispielsweise die bekannten Schleich-Figuren in China angesprüht und bemalt. Laut Schleich werden die produzierenden Unternehmen regelmäßig von deutschen Inspektoren überprüft und auch auf die Einhaltung des Arbeitsschutzes geachtet. Doch generell gehen Unternehmen eher sparsam mit der Informationen zu ihrer Produktion in China um. Zu groß ist die Skepsis bei vielen Leuten von Spielzeug „Made in China“.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Skepsis nicht völlig grundlos ist. So gab es in den letzten zehn Jahren zwei umfassende Rückrufaktionen von Kinderspielzeug, das in China produziert wurde. Der amerikanische Hersteller Fisher Price rief 83 verschiedene Spielzeugartikel zurück, die einen deutlich zu hohen Bleiwert in der Farbe hatten. Betroffen waren Figuren aus der Sesamstraße und entsprechende Kleinteile. Insgesamt waren in den USA etwa eine Million der betroffenen Spielzeuge bereits auf dem Markt. In Deutschland befand sich lediglich ein betroffener Artikel von Fisher-Price aus dem Sesamstraße-Sortiment auf dem Markt. Es handelte sich dabei um eine der größten Rückrufaktionen von Fisher-Price und dem dazugehörigen Mutterkonzern Mattel, der weltweit der zweitgrößte Spielzeugproduzent ist.

Nur wenige Wochen später erfolgte die nächste große Rückrufaktion des Konzerns. Diesmal waren Barbies und Spielzeugautos betroffen. Insgesamt über 18 MillionenSpielzeuge, die Mattel aufgrund von gefährlichen Magnete in den Spielsets von Barbie und einem zu hohen Bleigehalt in der Farbe von Spielzeugautos zurückrufen ließ.Auch in den letzten Jahren gab es immer wieder Rückrufaktionen und Warnmeldungen bezüglich Kinderspielzeug, in den meisten Fällen „Made in China“.

1. Gefahren durch Schadstoffe im Kinderspielzeug

  • Welche Spielzeuge sind am häufigsten betroffen?

Zum Schutz des Verbrauchers wurde ein Schnellwarnsystem in der EU eingeführt, das rapid exchange of information system (Rapex). Der Rapex-Bericht für 2015 berichtet über 2120 eingegangene Warnmeldungen über das vergangene Jahr. Mit Abstand am häufigsten beanstandet wurden dabei Spielzeuge. Diese machten rund ein Drittel aller Meldungen aus.

Die Rapex-Berichte der letzten Jahre und die Testergebnisse von Stiftung Warentest zeigen, dass die Hauptgefahr bei Spielzeugen mittlerweile nicht mehr vom Verletzungsrisiko, sondern von den eingesetzten Chemikalien ausgeht.

Ganz klassisch als gefährdet gelten Kunststofffiguren, die oftmals richtige Schadstoff-Cocktails enthalten. Allerdings zeigen verschiedene Tests, dass die Schadstoffe in Kinderspielzeug recht weit verbreitet sind. So wurden beispielsweise 2013 von Stiftung Warentest 30 verschiedene Holzspielsachen überprüft. Erschreckend war, dass gerade bei Holzspielzeug, das generell über einen eher guten Ruf verfügt, mehr als die Hälfte giftige Stoffe enthielt. Die Chemikalien befanden sich dabei hauptsächlich in den verwendeten Lacken und in den Schnüren des Spielzeugs.

2015 befanden sich 30 Kuscheltiere im Test. Hier vielen sogar zwei Drittel wegen Schadstoffen oder gerissener Nähte durch. Ein Großteil enthielt dabei krebserregende Chemikalien, die sich auch durch mehrmaliges Waschen nicht entfernen ließen. Die getesteten Plüschtiere, unter denen auch einige namhafter Hersteller waren, lassen insgesamt acht „schmusesichere“ Plüschtiere übrig, die bedenkenlos verwendet werden können. Insgesamt 19 der Plüschtiere enthielten kritische Mengen an gesundheitsgefährdenden Stoffen. Drei der Plüschtiere hielten dem Zugtest nicht stand und zerrissen zu schnell, wodurch die teilweise schadstoffbelastete Füllung von Kindern verschluckt werden könnte. 

Da die Schadstoffe nicht immer zu sehen oder zu riechen sind, reicht es nicht aus, sich beim Einkauf von Kinderspielzeug nur auf seine Nase zu verlassen. Auch wenn von stark geruchsstarken Produkten generell die Finger gelassen werden sollte.

  • Diese häufigsten Schadstoffe sind in Spielzeug 

Viele der Schadstoffe lassen sich nur im Labor nachweisen. Auch wenn ein Spielzeug nicht nach Chemie stinkt, können die Grenzwerte der Schadstoffe deutlich überschritten sein.

Am häufigsten finden sich Stoffe wie giftige Weichmacher, PAK oder Schwermetalle in den Spielzeugen. Die gängigsten sind hier aufgelistet:  

• Formaldehyd
• PAK (ployzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)
• Phthalate
• Nonylphenol
• Schwermetalle
• Nickel
• Zinnorganische Verbindungen
 
Formaldehyd befindet sich häufig in Holzspielzeug. Oft lässt es sich durch einen stechenden Geruch erkennen. Forscher haben bei Tieren nachgewiesen, dass die Substanz Krebs auslösen kann und raten daher beim Menschen zur Vorsicht. Das Gesundheitsministerium in den USA stuft die Substanz bereits offiziell als krebserzeugend für den Menschen ein. Außerdem verursacht Formaldehyd  Augen-und Hautreizungen.

Häufig kommen auch Napthalin, Chrysen oder Benzidin in Kinderspielzeug vor. Diese polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) befinden sich oftmals im Lack des Spielzeugs. Da sie Bestandteil von Weichmachern sind, finden sie sich häufig in Gummiprodukten oder Plastikartikeln wieder. Sie können zu starken Augen-, Haut- und Atemwegsreizungen führen. Für einige der PAK ist zudem eine krebserregende Wirkung beim Menschen nachgewiesen. Außerdem gehen Forscher davon aus, dasssich die Stoffe negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit auswirken.

Phthalate werden als Weichmacher für viele Kunststoffe, wie beispielsweise PVC, eingesetzt. Fünf der Phthalate (DEHP, DIBP, BBP, DBP und DIPP) sind in der Europäischen Union zulassungspflichtig. DEHP, BBP und DBP sind für Kinderspielzeug verboten.Die Weichmacher dünsten mit der Zeit aus den Gegenständen aus oder lösen sich, wenn sie mit Fetten in Kontakt kommen. Phthalate wirken ähnlich wie Hormone und stehen in Verdacht bei Männern Unfruchtbarkeit, Übergewicht und Diabetes auszulösen. Bei Kindern wurde bereits eine Störung des Hormonhaushalts und eine daraus resultierende „Verweiblichung“ nachgewiesen. Nonyphenol wird bei der Kunststoffproduktion eingesetzt und findet sich somit in Plastikspielzeug wieder. Die Substanz zeigt eine hormonähnliche Wirkung und steht in Verdacht die Fruchtbarkeit zu beeinträchtigen.

Häufig befinden sich in Lacken und Farben von Spielzeugen auch Schwermetalle wie Blei und Cadmium. Während Blei das Gehirn schädigen kann, schädigt Cadmium die Nieren. Hingegen ist Nickel ein Auslöser für Kontaktallergien. Mittlerweile gelten 10 Prozent der Kinder bereits als gegenüber Nickel sensibilisiert, das bedeutet, dass bei einem erneuten Kontakt eine allergische Reaktion auftreten kann.

Zinnorganische Verbindungen finden sich meistens in PVC-haltigen Spielwaren. Sie stehen ebenfalls in der Diskussion die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Außerdem stehen sie in Verdacht das Immunsystem zu schädigen.

  • Wie die EU die Grenzwerte beeinflusst

Seit 2013 sind alle Vorgaben der EU in nationales Recht umgesetzt. Damit sollte ein einheitlicher Standard bezüglich der Grenzwerte von Chemikalien in Kinderspielzeug in allen europäischen Mitgliedstaaten gewährleistet werden. Die Vorgaben, die eingehalten werden müssen, um das CE-Siegel zu erhalten sind in der Spielzeug-Richtlinie 2009/48/EG festgehalten. Bereits seit 1991 ist der Verkauf von Spielzeug ohne CE-Siegel verboten.

Um Konform mit den Richtlinien des CE-Siegels zu sein, müssen alle Spielzeuge über eine Chargen- oder Seriennummer verfügen und die Kontaktdaten des Herstellers auf dem Spielzeug oder der Verpackung enthalten sein. Grundsätzlich gilt, dass die Spielzeuge, einschließlich der darin enthaltenen chemischen Stoffe, die Sicherheit und Gesundheit von Dritten bzw. Benutzern nicht gefährden dürfen. Natürlich unter der Voraussetzung eines bestimmungsmäßigen Gebrauchs des Spielzeugs. Gefährdungshinweise und Gebrauchsanweisung müssen dem Produkt beigelegt werden.

Die Sicherheitsbewertung muss von dem Hersteller selbst durchgeführt werden. Dabei sind vor allem auch die Grenzwerte für die verschiedenen Chemikalien einzuhalten. Im Unterschied zu den früheren nationalen Werten, hat die EU die Schadstoffgrenzen je nach Materialbeschaffenheit anders festgelegt. Beispielsweise dürfen in flüssigem Spielzeug 0,5 mg/kg Cadmium enthalten sein, in trockenem, geschmeidigem Spielzeug 1,9 mg/kg und in abgeschabten Spielzeugmaterialien sogar 23 mg/kg. 

Diese Art der Festlegung hatte auch zwischen einem Rechtsstreit Deutschlands mit der EU geführt. Die deutschen Grenzwerte bezogen sich jeweils auf die Bioverfügbarkeit der Substanzen und unabhängig davon, ob es um eine Flüssigkeit oder einen festen Stoff ging, war der Grenzwert gleich hoch angesetzt. Bei einigen Stoffen wie Arsen, Quecksilber und Blei, wollte Deutschland die seiner Meinung nach strengeren Grenzwerte behalten. Doch der Europäische Gerichtshof entschied, dass die in der EU geltenden Werte strenger seien. Nur für „abgeschabtes Material“ seien die deutschen Grenzwerte höher, die allerdings für Kinder nicht so leicht zugänglich seien. Nur für Blei darf Deutschland seinen Grenzwert behalten.

  • Was können Eltern tun? 

Da es oftmals nicht ersichtlich ist, woher die Spielzeuge eigentlich stammen, ist es für die Eltern nicht leicht zu erkennen, welche Spielzeuge besser oder schlechter geeignet sind. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass das CE-Zeichen am Spielzeug angebracht ist. Dadurch wird zumindest bestätigt, dass das Produkt den EU-Richtlinien entspricht. Allerdings sagt die bloße Kennzeichnung nichts darüber aus, ob die Einhaltung der Richtlinien tatsächlich auch überprüft wurde. Laut greenstories liegen die staatlichen Prüfquoten in einem verschwindend geringen Bereich. Während es in Hessen eine prüfpflichtige Quote von 0,5 Prüfungen auf 1000 Einwohner gab – wovon nur ein kleiner Teil auf die Prüfung von Spielzeugen abfiel – gibt es in Rheinland Pfalz umgerechnet gerade mal eine ¾-Stelle, die für die Überprüfung von Kinderspielzeug zuständig ist. Auch die Bewertung der Schadstoffe und Bioverfügbarkeitsgrenzen wird an dieser Stelle noch einmal übersichtlich dargestellt. Die Schlussfolgerung lautet, dass Sicherste was Eltern machen können, um Spielzeug ohne Schadstoffe zu erhalten, ist sich grundlegend über das Produkt zu informieren.

Bei Produkten mit Prüfsiegel „geprüfte Sicherheit“, wie dem GS Zeichen, ist zumindest eine Prüfstelle eines dritten angegeben, bei der es sich meistens um eine Einrichtung des TÜVs handelt. Auch bei Bio-Siegeln wie dem „GOTS“ (globalorganic textil standard) oder dem „Soil Association Organic“ existieren Zertifikatsnummern, die über Datenbanken im Internet jederzeit auf die Einhaltung der Standards überprüfbar sind. Am sinnvollsten ist es jedoch, sich im Vorfeld über den Hersteller und auch vor Ort über das jeweilige Spielzeug zu informieren. 

Generelle Tests, die vor Ort durchgeführt werden können, sind ein Geruchs- und Zupftest. Bei einem stechenden oder chemischen Geruch, sollten die Finger von dem Produkt gelassen werden. Selbiges gilt, wenn beim Zupfen an Plüschtieren viele Fasern zwischen den Fingern bleiben. Diese Fasern werden oftmals von den Kleinen verschluckt und können zu einer erhöhten Schadstoffaufnahme führen. Bereits gekaufte Spielwaren sollten regelmäßig auf Veränderungen überprüft werden. Verändert sich der Geruch, blättert die Farbe ab oder lockern sich Kleinteile, sollte das Spielzeug, grade bei kleinen Kindern, besser entsorgt werden.

Zusätzlich können sich Eltern unter produktrueckruf.de regelmäßig über aktuelle Rückrufaktionen informieren. Beispielsweise wurde erst im April ein Rückruf der „Minion Kevin Figur“ von Tchibo gestartet, die seit November 2015 im Handel ist.Hier wurde ein mit 74 mg/kg deutlich erhöhter Naphthalin-Wert gemessen. Als unbedenklich gilt ein Naphthalin-Wert von unter 2 mg/kg. 

2. Ungeeignetes Spielzeug ist eine große Gefahr 

  •  Ungeeignetes Spielzeug und die möglichen Folgen

Kinder lieben es Krach zu machen, doch bei der Auswahl von Musikinstrumente, sollte auf die Lautstärke geachtet werden.

Gefahren vom Spielzeug gehen nicht nur von den verwendeten Chemikalien aus. Direkt an Platz zwei stehen Verletzungsgefahren durch nicht geeignetes Spielzeug. Mit am häufigsten finden sich dabei Unfälle durch verschluckbareKleinteile. Gefahren gehen auch von Einatmen kleinerer Teile aus, die zu einer drohenden Erstickungsgefahr führen können 

Gerade bei kleinen Teilen wie Münzen, Nüssen, Kaugummis oder kleine Plastikteilchen gibt es pro Jahr geschätzte 5000 Fälle von Fremdkörperaspiration, also dem Einatmen von Fremdkörpern. Etwa 50 davon enden für die Kinder tödlich. 

In erster Linie ist daher auf kindersicheres Spielzeug zu achten. Kleinen Kindern sollten keine Murmeln, Perlen oder Stofftiere mit angenähten Knopfaugen zum Spielen geben werden. Beim Spielzeugkauf ist darauf zu achten, dass sich daran keine leicht ablösbaren Kleinteile befinden. Am besten wird das Spielzeug nicht nur durch einen Blick begutachtet, sondern dafür auch richtig in die Hände genommen. 

Fallen scharfe oder spitze Kanten auf, ist das Produkt ebenfalls nicht als Spielzeug geeignet. Schnell verletzten sich die Kleinen an den scharfen Kanten und das Spielvergnügen nimmt so ein jähes Ende. Auch ein kleiner Abriebtest zeigt, ob sich die Farben schnell ablösen lassen. Findet sich nach mehrmaligem kurzen drüber reiben Farbe an den Fingern, kann davon ausgegangen werden, dass es bei den Kindern nicht anders sein wird.

Die Altersbeschränkung beim Spielzeug gibt es nicht ohne Grund.

Auch die Altersangaben auf Spielzeugen sind zu beachten. Vor allem bei der Angabe von „nicht für Kinder unter 3 Jahren“. Dies betrifft nicht nur Kleinteile, die für dieses Alter meist nicht zugelassen sind. Oftmals gelten für Spielzeuge für Kinder unter drei Jahren auch verschärfte Regeln was Grenzwerte für chemische Stoffe angeht. Es kann also davon ausgegangen werden, dassStoffpuppen für unter Dreijährige oftmals „gesünder“ sind, als solche ohne Altersbeschränkung.

Ebenfalls ungeeignet sind sehr geräuschintensive Spielzeuge. Eine zu hohe Lautstärke schadet dem empfindlichen Kindergehör. Darunter fallen einige der Musikinstrumente, wie beispielsweise Trommeln. Aber auch Spieluhren, die sich nachts in der Kopfnähe des Kindes befinden, sollten nicht zu laut sein.

Nicht nur die Beschaffenheit des Kinderspielzeugs, auch der Einsatzort selber kann zu einer Gefährdung führen. So sollten sich anfangs im Babybett noch keine Kuscheltiereoder überschüssige Decken befinden, da dies im Zusammenhang mit einer erhöhten Erstickungsgefahr diskutiert wird. Zudem kann es nur von Vorteil sein, das Kind in den ersten Wochen möglichst wenigen potentiellen Schadstoffen auszusetzten.

  • Diese Spielzeuge sollten vermieden werden

Doch welche Gefahrenquellen gibt es nun alles und welche Art von Spielzeug sollte daher, vor allem bei kleinen Kindern, gemieden werden? – Einen Überblick, der keine Vollständigkeit für sich beansprucht, bietet folgende Liste:

  • Spielzeug mit scharfen oder spitzen Kanten
  • Spielzeug, bei dem eine hohe Gefahr ausgeht sich die Finger einzuklemmen
  • Mit kleinen Teilen ausgestopfte Spielzeuge, diese bergen eine Erstickungsgefahr, falls das Spielzeug kaputt geht
  • Spielzeug mit leicht ablösbaren Kleinteilen, wie beispielsweise Knopfaugen bei Plüschtiere
  • Kleinteiliges Spielzeug, wie kleine Bauklötze, Murmeln oder Spielzubehör, das klein genug ist, in Ohr, Nase oder Mund gesteckt zu werden
  • Schnüre und Bänder. Dies sind ebenfalls keine Spielzeuge, da sie sich um den Hals des Kindes wickeln können, und es sich damit versehentlich selber erdrosseln kann. Auch Spielzeuge mit langen Schnüren sollten von kleinen Kindern ferngehalten werden.
  • Spielzeug, dessen Farbe abfärbt oder abblättert
  • Schminkartikel als Spielzeug, diese enthalten oft gesundheitsschädliche Schwermetalle
  • Spielzeug mit einem scharf stechenden oder chemischen Geruch
  • Lautes Spielzeug, das Gehörschäden verursachen kann
  • Elektrisches Spielzeug, bei dem das Batteriefach leicht zugänglich ist. Batterien gehören nicht in Kinderhände.
  • Elektrisches Spielzeug mit Stromanschluss

3. Fazit

Wichtig für die Gesundheit des Kindes ist es, mit möglichst wenigen Schad- und Giftstoffen in Kontakt zu kommen. Da es oftmals nicht direkt erkennbar ist, wo die Spielzeuge produziert wurden, gilt es genau hinzuschauen und sich über den Hersteller und das Spielzeug zu informieren. Fakt ist, dass die meisten Spielzeuge oder einzelne Spielzeugteile in China hergestellt werden. Dies bedeutet nicht automatisch, dass alle von dort stammenden Spielzeuge den CE-Richtlinien nicht entsprechen, dennoch zeigt die Erfahrung, dass auch ein Großteil dieser Spielzeuge von Prüfern beanstandet wird.

Da die Überprüfung, ob die Kriterien für die CE-Richtlinien eingehalten werden, den jeweiligen Herstellern überlassen wird, und Überprüfungen durch Dritte nur Stichprobenhaft stattfinden, ist Eltern zu raten, auf weitere Siegel zu achten, die eine Überprüfung durch Dritte garantieren. Außerdem sollte jedes Spielzeug selbst erstmal begutachtet werden und auf Abriebfestigkeit, seltsame Gerüche, scharfe Kanten oder ablösbare Kleinteile geachtet werden.  

Statt die Kleinen mit Unmengen an Spielsachen zu überschütten, ist besser wenigeaber dafür gute und qualitativ hochwertige Spielsachen auszuwählen. Für Kinder ist es sowieso meist wichtiger, dass sich Eltern auch Zeit nehmen, um mit ihnen gemeinsam zu spielen. Wer nach dem Motto „mehr Zeit, statt Spielzeug“ lebt, geht damit schon einen Schritt in die richtige Richtung. Ganz ohne Spielzeug sollte ihr Kind aber nicht bleiben – auf die richtige Auswahl kommt es an.