Chrissy Teigen spricht erstmals über postnatale Depression

Das Model wurde vor knapp einem Jahr zum ersten Mal Mutter

Eigentlich ist Chrissy Teigen, 31, dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Egal ob intime Interview-Fragen oder Anfeindungen im Netz: Die Ehefrau von John Legend, 38, wird für ihre Ehrlichkeit und direkte Art von ihren Fans geliebt. In einem Essay der jungen Mutter wird nun allerdings deutlich, dass es auch eine ganz andere Chrissy gibt, abseits der sonst so glücklichen Strahlefrau - das Model sprach erstmals über ihre Erfahrung mit postnatalen Depressionen.

Chrissy Teigen: „Ich leide an postnatalen Depressionen“

Immer häufiger offenbaren Promi-Damen wie zuletzt Hayden Panettiere, 27, dass sie an postnatalen Depressionen leiden. Jetzt sprach auch Chrissy Teigen in einem Essay für die amerikanische „Glamour“ über ein dunkles Kapitel in ihrem Leben nach der Geburt von Baby Luna.

Ich denke, für viele von euch wirke ich wie die glücklichste Person auf diesem Planeten. Ich habe einen unglaublich tollen Ehemann - John und ich sind schon seit über 10 Jahren zusammen. Vor einem Jahr, im April, haben John und ich unsere Familie gegründet. Wir haben unsere Tochter Luna bekommen, die einfach perfekt ist. Ich vergöttere sie. Ich hatte wirklich alles, um glücklich zu sein. Und trotzdem, die meiste Zeit im vergangene Jahr war ich unglücklich. Und was im Prinzip jeder außer mir selbst bis im Dezember letzten Jahres wusste war: Ich leide an postnatalen Depressionen,

so Chrissy zu Beginn ihres Essays.

Chrissy verdrängte lange Zeit die Wahrheit

Im Verlauf des Textes beschreibt die 31-Jährige, wie schwer es für sie war, sich diese Tatsache einzugestehen. Immer wieder stellte sich die junge Frau die gleiche Frage: Wie kann ich mich nur so schlecht fühlen, wenn eigentlich alles perfekt ist?

Chrissy wollte sich ihre Krankheit lange Zeit nicht eingestehen, aus Angst, die postnatale Depression würde dann erst real werden. Besonders schwer war es für das Model, da sie eine wunderbare und glückliche Schwangerschaft hatte und direkt nach der Geburt die ersten Symptome einsetzten.

Es war schmerzhaft aufzustehen. Ich bekam Rückenprobleme. Meine Schultern, selbst meine Handgelenke taten weh. Ich hatte nie Appetit. Ich aß teilweise zwei Tage nichts.

Auch im Umgang mit Menschen entwickelte Chrissy plötzlich lästige Launen, oder begann ohne jeglichen Grund zu weinen: „Ich konnte einfach nicht herausfinden, warum ich so unglücklich war. Ich schob meine schlechte Laune darauf, müde zu sein und meiner Rolle als Mutter nicht gerecht zu werden“.

Das Model ist endlich auf dem Weg der Besserung

Erst nach Monaten bekommt die völlig verzweifelte Mutter die Diagnose postnatale Depressionen. Damit beginnt aber endlich ein Weg der Besserung. Nachdem Chrissy anfängt Antidepressiva zu nehmen, fühlt sie sich allmählich wieder gut.

Für Chrissy ist es enorm wichtig über ihre Krankheit zu sprechen, um anderen Frauen in der gleichen Situation Mut zu machen und zu zeigen: Jede Frau kann betroffen sein.

Ich weiß, vielleicht klinge ich wie ein weinerliches Mädchen. Viele Menschen auf der Welt in einer Situation haben keine Hilfe, keine Familie und keinen Zugang zu medizinischer Betreuung. Es ist schmerzhaft für mich zu wissen, dass wir einen Präsidenten haben, der den Frauen die Krankenversicherung nehmen möchte. Deshalb hatte ich noch nie mehr Respekt für Mütter, besonders Mütter mit postnatalen Depressionen.

Chrissy Teigen im Video: