Dolores O'Riordan: Überraschende Wendung bei der Todesursache

Autopsiebericht: Es war kein Selbstmord

Ihr Tod stürzte alle Cranberries-Fans in Trauer: Dolores O'Riordan (†46) war am 15. Januar 2018 leblos in ihrem Hotel in London aufgefunden worden. Zunächst sprach einiges für Selbstmord, doch mit dem jetzt veröffentlichten Autopsiebericht gibt es nun eine unerwartete Wendung bei der Todesursache. 

Dolores O'Riordan: Sie trank - und ertrank in der Badewanne

Laut offiziellem Autopsiebericht steht fest: Die Cranberries-Sängerin Dolores O'Riordan ist nach erheblichem Alkoholkonsum in der Badewanne ertrunken. Das geht aus einem medizinischen Gutachten hervor, das heute, 6. September, veröffentlicht wurde. Dem US-Portal "TMZ" zufolge wurden 5 leere Mini-Fläschchen Schnaps und eine geleerte Champagner-Flasche neben ihrer Badewanne gefunden. 

Todesursache: Es war ein tragischer Unfall

Die Expertin Shirley Radcliffe kommt zu dem Schluss, dass es sich bei O'Riordans Tod um einen Unfall handele. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung oder selbstzugefügte Verletzungen gebe es demnach nicht. Die Musikerin wurde  „in der Badewanne“ aufgefunden, mit „Nase und Mund komplett unter Wasser“. 

Es gibt keine Hinweise darauf, dass es etwas anderes als ein Unfall war,

schreibt die Gutachterin.

 

 

Dolores O'Riordan litt unter einer Bipolaren Störung

Anfangs hatte es Spekulationen darüber gegeben, ob sich die 46-Jährige das Leben genommen haben könnte. Im Jahr 2014 wurde sie am Flughafen in ihrer Heimatstadt Limerick festgenommen, weil sie eine Stewardess auf einem Flug von New York angegriffen haben soll. Ein Jahr später teilte sie Medienberichten zufolge mit, an einer bipolaren Störung zu leiden. 

Sexueller Missbrauch als Kind: "Ich hatte Anorexie, Depressionen, einen Zusammenbruch"

Offen über emotionale Probleme sprach Dolores vor drei Jahren in einem Interview mit dem Belfast Telegraph“. Dort erzählte sie auch, dass sie als Kind sexuell missbraucht wurde: 

Ich hatte Anorexie, dann Depressionen, einen Zusammenbruch. Ich wusste, warum ich mich selbst hasste. Ich wusste, warum ich mich selbst verschwinden lassen wollte.

Wie "TMZ" im Januar berichtete, hätten Freunde der Sängerin enthüllt, dass O'Riordan in den letzten Wochen vor ihrem Tod „schrecklich deprimiert“ gewesen sein soll und unter starken Schmerzen gelitten habe. Die Cranberries mussten im vergangenen Jahr mehrere Konzerte wegen Rückenproblemen ihrer Frontfrau absagen.

Ihr Manager erhielt kurz vor ihrem Tod eine Mailbox-Nachricht: "Sie klang voller Leben, machte Witze“

Der Selbstmord-These widersprach Folgendes: Nur wenige Stunden vor ihrem Tod soll die verstorbene Sängerin eine Mailbox-Nachricht auf dem Handy ihres Managers Dan Waite hinterlassen haben. Gegenüber dem „People“-Magazin verriet dieser über die Nachricht:

Dolores hat mir kurz nach Mitternacht eine Nachricht auf die Mailbox gesprochen und erzählt, wie sehr sie die 'Zombie'-Version der Gruppe Bad Wolves liebt. Sie freute sich, mich im Tonstudio für Aufnahmen zu treffen.

Am 15. Januar verstarb Dolores O'Riordan ganz plötzlich in London. Über die Todesurstände ist noch nichts bekannt. Doch wie ihr Manager nun berichtet, handelte es sich höchstwahrscheinlich nicht um einen Selbstmord. Denn in ihrer letzte Mailbox-Nachricht klang die The Cranberries-Frontfrau voller Lebensfreude.
©ddp Images

Die Irin hatte am Tag ihres Todes ursprünglich geplant, mit den Bad Wolves an einem Remix ihres Canberries-Hits zu arbeiten. Weiter erzählte der Manager: Sie klang voller Leben, machte Witze und freute sich schon, meine Frau und mich kommende Woche zu sehen."

Das passt zu den jetzt veröffentlichen Erkenntnissen der Behörden, die belegen, dass sich die talentierte Künstlerin offenbar nicht das Leben nahm. Tragisch und unnötig bleibt ihr viel zu früher Tod jedoch allemal. 

 

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